Josh Rock fordert Ende der Pfiffe – „Es gerät außer Kontrolle“

Josh Rock hat vor seinem Viertelfinale beim World Matchplay ein Ende der gezielten Pfiffe aus dem Publikum gefordert. Der Nordire sieht darin längst keinen harmlosen Teil der Stimmung mehr. Besonders einzelne schrille Töne während des Wurfs könnten die Spieler aus dem Rhythmus bringen – und das Problem werde zunehmend größer.

Auf die Frage, ob er selbst bereits davon betroffen gewesen sei, reagierte der 25-Jährige zunächst mit Selbstironie. „Mich hat es nicht betroffen, weil ich meistens schon in der ersten Runde ausgeschieden war“, sagte er dem Daily Star. Anschließend wurde der Nordire jedoch deutlich ernster.

„Aber im Moment gerät es außer Kontrolle. Die Leute halten es wahrscheinlich für lustig. Wenn sie wollen, dass wir unser bestes Darts zeigen, müssen sie damit aufhören“, erklärte der Nordire. Seine Kritik richtet sich damit nicht gegen eine laute Halle, Gesänge oder emotionale Unterstützung. All das gehört für ihn zum Dartsport. Seine Grenze zieht er dort, wo Zuschauer bewusst versuchen, einen Spieler während einer Aufnahme zu stören.

Rock fordert Konsequenzen gegen einzelne Störer

Eine einfache Lösung sieht die Nummer 8 der Welt allerdings nicht. Einzelne Zuschauer könnten identifiziert und aus der Halle gebracht werden. Als Beispiel nannte er Gerwyn Price, der während der Premier League auf einen Störer aufmerksam gemacht hatte.

„Das Einzige, was man tun kann, ist, auf die Person zu zeigen, wie Gezzy es in der Premier League gemacht hat, und sie hinauswerfen zu lassen“, sagte Josh Rock im weiteren Verlauf des Gespräches. Gleichzeitig verwies er auf das praktische Problem: „Wenn die ganze Menge pfeift, kann man sie nicht alle hinauswerfen.“

Die Diskussion begleitet ihn unmittelbar vor einem der Höhepunkte des bisherigen Turniers. Am Donnerstagabend trifft er im Viertelfinale auf Titelverteidiger Luke Littler. Beide stehen im ersten Viertelfinalblock des World Matchplay auf der Bühne der Winter Gardens.

Bereits im vergangenen Jahr lieferten sich der 25-Jährige und Littler im Empress Ballroom ein spektakuläres Duell. Littler setzte sich im damaligen Halbfinale mit 17:14 durch. Für Josh Rock war der Lauf dennoch ein Durchbruch, nachdem er zuvor noch kein Spiel beim World Matchplay gewonnen hatte. „Es war ein fantastisches Match. Bis zum vergangenen Jahr hatte ich beim Matchplay noch nie ein Spiel gewonnen. Deshalb war es schön, diese Last endlich loszuwerden“, blickte er zurück.

Auch seine Begeisterung für die Winter Gardens ist ungebrochen. Er bezeichnete den Austragungsort als möglicherweise seine Lieblingshalle und als „einfach ikonisch“. Trotz seiner Warnung vor den Pfiffen blickt Rock voller Vorfreude auf das Duell mit Littler und formulierte sein Ziel ohne Umwege: „Nur her damit. Hoffentlich kann ich den Titel mit nach Hause nehmen.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert