James Wade hat bei den Australian Darts Masters einmal mehr gezeigt, warum er seit fast zwei Jahrzehnten zur Weltspitze gehört. Mit dem Sieg in Australien gewann „The Machine“ erstmals einen World-Series-Titel und fügte seiner außergewöhnlichen Karriere eine weitere besondere Trophäe hinzu.
Der Triumph war dabei mehr als nur ein weiterer Erfolg in seiner beeindruckenden Bilanz. Er war die Antwort eines Spielers, der sich über viele Jahre immer wieder neu beweisen musste – und der am liebsten mit seinen Darts antwortet.
James Wade gehört seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Spielern der PDC-Geschichte. Mit elf Major-Titeln zählt der Engländer zu den erfolgreichsten Profis seiner Generation. Trotzdem wurde seine Karriere immer wieder von Diskussionen begleitet: über den fehlenden Weltmeisterschaftstitel, verpasste Einladungen oder die Frage, ob seine beste Zeit bereits vorbei sei.
Dass James Wade noch lange nicht bereit ist, die Darts aus der Hand zu legen, hatte der Engländer bereits zuvor deutlich gemacht. Im Rahmen des US Darts Masters erklärte Wade im PDC-Gespräch: „Ich werde zu 100 Prozent noch einen Major-Titel gewinnen. Das werde ich tun, bevor ich aufhöre. Ich bin noch nicht fertig.“
Diese Einstellung zeigte sich auch in den vergangenen Monaten. Wade erreichte wichtige Major-Finals, gewann Players-Championship-Turniere und rückte wieder stärker in den Fokus der großen Bühnen. Trotzdem blieb die Frage bestehen, ob der Engländer noch einmal ganz oben angreifen kann.
Bei den Australian Darts Masters nutzte Wade schließlich die Gelegenheit, erneut ein deutliches Zeichen zu setzen. Bereits zum Auftakt überzeugte er mit einem Average von 112,73 Punkten beim 6:0 gegen Tim Pusey. Anschließend setzte er sich gegen Stephen Bunting und Gerwyn Price durch, bevor er im Finale Brody Klinge mit 8:5 bezwang.
Dabei zeigte sich genau das, was seine Karriere seit Jahren auszeichnet: Wade gewinnt nicht ausschließlich über spektakuläre Zahlen auf dem Scoreboard, sondern über Erfahrung, Ruhe und die Fähigkeit, in entscheidenden Momenten die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Erfahrung bleibt ein wichtiger Faktor im modernen Darts
Der Erfolg in Australien war deshalb auch eine persönliche Bestätigung. Nach seiner Rückkehr auf die World-Series-Bühne hatte Wade bereits betont, welchen Stellenwert diese Auftritte für ihn besitzen. Nach mehreren Jahren ohne entsprechende Einladungen war die erneute Präsenz auf der internationalen Bühne ein wichtiger Schritt.
Gleichzeitig erzählt der Titelgewinn eine größere Geschichte über einen Spieler, der häufig unterschätzt wurde. Wade war nie der Profi, der durch große Gesten oder laute Auftritte auffiel. Seine Karriere wurde stattdessen von Titeln, Konstanz und einer außergewöhnlichen Langlebigkeit geprägt.
Während der moderne Dartsport immer stärker von Höchstaverages und hohem Tempo geprägt wird, erinnert Wade daran, dass große Spiele weiterhin über Nervenstärke, Erfahrung und die richtigen Entscheidungen gewonnen werden. Genau deshalb passt der erste World-Series-Titel so gut zu „The Machine“. Er verändert nicht, wer James Wade ist – er bestätigt lediglich, was seine Karriere bereits seit Jahren zeigt.
Mit dem Triumph bei den Australian Darts Masters hat James Wade erneut bewiesen, dass Erfahrung im modernen Dartsport weiterhin einen enormen Wert besitzt. Der Engländer gehört nicht zur Vergangenheit des Sports, sondern bleibt ein Gegner, den niemand unterschätzen sollte.
„The Machine“ bleibt damit seinem Ruf treu: Wenn andere über seine Zeit sprechen, antwortet James Wade am liebsten mit den Darts in der Hand.










