Martin Schindler ist bei der Hungarian Darts Trophy 2026 bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Der 30-Jährige aus Strausberg unterlag Keane Barry in Budapest mit 2:6. Der Ire überzeugte vor allem mit seinem Scoring, spielte einen Average von 100,77 Punkten und nutzte seine Chancen konsequenter.
„The Wall“ kam auf einen Average von 95,97 Punkten, konnte seinen Gegner aber nur phasenweise unter Druck setzen. Beide Spieler warfen jeweils drei 180er und verbuchten fünf Aufnahmen mit mindestens 140 Punkten. Bei den konstant hohen Scores hatte Barry allerdings Vorteile und setzte sich im Verlauf der Partie zunehmend ab.
Auch auf den Doppeln präsentierte sich der 24-Jährige stabiler. „Dynamite“ verwandelte sechs seiner 15 Versuche und kam damit auf eine Doppelquote von 40 Prozent. Schindler traf zwei seiner sieben Versuche und blieb bei 28,57 Prozent. Damit hatte der Ire auch auf den Doppeln einen kleinen Vorteil.
Barry sieht 144er-Finish als Wendepunkt
Keane Barry erwischte einen guten Start und fühlte sich nach eigener Aussage von Beginn an sicher auf der Bühne. Für den Iren war das ein wichtiger Faktor in einer Partie, die er früh kontrollieren konnte. „Ich habe mich von den ersten Darts an wohlgefühlt“, sagte Barry im Gespräch mit der PDC nach dem Spiel.
Besonders wichtig war für ihn ein hohes Checkout im Verlauf der Begegnung. Mit einem 144er-Finish verschaffte sich der Ire zusätzlichen Abstand und nahm Schindler damit weiter den Zugriff auf das Match „Das 144er-Finish war für mich der Wendepunkt. Dadurch hatte ich etwas Luft und konnte mich im Spiel ein bisschen mehr entspannen“, erklärte der 24-Jährige.
Dem Deutschen gelang es zwar noch einmal, den Rückstand zu verkürzen, doch sein Gegner ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Immer wieder war der Ire zur Stelle, wenn Schindler Möglichkeiten ausließ, und brachte die Partie anschließend sicher über die Ziellinie. Für den Strausberger endete die Hungarian Darts Trophy damit bereits am ersten Turniertag.
Für ihn war der Erfolg zugleich die Fortsetzung einer guten Phase. Bereits auf der Pro Tour hatte er unter der Woche Selbstvertrauen gesammelt. In Budapest bestätigte er diese Form nun auch auf der European-Tour-Bühne. In der zweiten Runde der Hungarian Darts Trophy wartet am Samstag Madars Razma. Ursprünglich hätte Barry auf James Wade treffen sollen, der jedoch nach der Auslosung aus dem Turnier zurückzog.
Der veränderte Gegner spielt für „Dynamite“ nach eigener Aussage keine große Rolle. „Mir ist egal, gegen wen ich spiele. Ich spiele gegen jeden“, sagte er mit Blick auf die nächste Partie. Während der Ire damit weiter im Turnier steht, ist die Hungarian Darts Trophy 2026 für Schindler beendet.









