Jonas Masalin hat bei der Hungarian Darts Trophy 2026 in Budapest für einen erfolgreichen Start gesorgt. Der Finne setzte sich in der ersten Runde mit 6:4 gegen Kevin Doets durch und bewies dabei vor allem in den entscheidenden Momenten große Nervenstärke.
Dabei erzählt das Ergebnis nicht die komplette Geschichte der Partie. Der Niederländer hatte über weite Strecken die besseren Scoringwerte, doch der Spieler aus Finnland war in den entscheidenden Momenten effizienter. Genau diese Sicherheit auf die Doppel brachte den Qualifikanten in die zweite Runde.
Doets mit besserem Scoring, Masalin mit der besseren Ausbeute
Statistisch lag der Niederländer beim Scoring vorne. Er spielte einen Average von 80,24 Punkten und erzielte zwei 180er, sieben Scores von 140 oder mehr sowie 15 Würfe über der Marke von 100 Punkten. Sein Gegner kam dagegen auf einen Average von 76,03 Punkten und blieb bei den hohen Scores hinter ihm zurück.
Der Unterschied zeigte sich jedoch auf den Doppeln. Doets benötigte 33 Versuche und traf lediglich viermal, was einer Quote von 12,12 Prozent entspricht. Der Finne bekam weniger Möglichkeiten, ging mit diesen aber deutlich besser um. Sechs Treffer bei 19 Versuchen bedeuteten eine Checkoutquote von 31,58 Prozent.
Besonders in den engen Phasen der Partie machte diese Effizienz den Unterschied. Während der Niederländer mehrfach die Möglichkeit hatte, den Druck aufrechtzuerhalten, blieb der Qualifikant ruhig und verwandelte seine Chancen. Auch sein höchstes Checkout von 84 Punkten unterstrich, dass er in den entscheidenden Momenten bereit war.
Die Partie blieb dabei bis in die Schlussphase offen. Der Niederländer konnte sich mehrfach über sein Scoring Drucksituationen erarbeiten, fand aber nicht die nötige Sicherheit auf den äußeren Feldern. Der Spieler aus Finnland wartete geduldig auf seine Möglichkeiten. Gerade in einem Format über wenige Legs sind solche Unterschiede oft entscheidend, weil einzelne verpasste Chancen sofort den Verlauf eines Spiels verändern können.
Für den Finnen ist der Sieg bei der Hungarian Darts Trophy 2026 der nächste Schritt in einem besonderen Turnierlauf. Er hatte sich seinen Platz im Feld über den Nordic-&-Baltic-Qualifier gesichert und nutzte nun seine Chance auf der großen European-Tour-Bühne. Bereits der Einzug ins Hauptfeld war ein Erfolg, gegen Doets folgte nun der nächste wichtige Schritt.
Bei der Hungarian Darts Trophy 2026 wartet am Samstag allerdings eine deutlich größere Herausforderung. In der zweiten Runde trifft der Qualifikant auf Stephen Bunting. Der Engländer gehört als gesetzter Spieler zu den Topnamen des Feldes und steigt erst in dieser Runde ins Turnier ein. Für den Skandinavier bietet sich damit die Chance, seinen Lauf gegen einen der erfahrensten Spieler auf der European Tour fortzusetzen.
Für den Niederländer endet die Hungarian Darts Trophy 2026 dagegen trotz besserem Scoring mit einer bitteren Niederlage. Sein Spielniveau war vorhanden, doch die mangelnde Ausbeute auf die Doppel verhinderte den Einzug in die nächste Runde. Die Partie zeigte einmal mehr, dass auf der European Tour nicht nur die hohen Scores entscheiden – sondern vor allem die Fähigkeit, die wichtigen Legs zuzumachen.
Die Niederlage ist deshalb besonders ärgerlich, weil die spielerische Grundlage vorhanden war. Der Niederländer zeigte, dass sein Scoring für die große Bühne ausreicht, muss aber die Chancenverwertung verbessern, wenn er bei solchen Turnieren regelmäßig die späteren Runden erreichen möchte.









