Gian van Veen kontert Zweifler mit 148er-Finish in Blackpool

Gian van Veen hat beim World Matchplay ein hochklassiges niederländisches Duell für sich entschieden und anschließend auf die Zweifel an seiner Form reagiert. Der 24-Jährige bezwang Wessel Nijman nach Verlängerung mit 14:12 und zog damit zum zweiten Mal in Folge ins Viertelfinale von Blackpool ein. Dort trifft er am Freitag auf James Wade.

Vor der Partie war Nijman von vielen Beobachtern als leichter Favorit gehandelt worden. Seine starken Ergebnisse auf der ProTour und der European Tour hatten ihm diesen Status eingebracht, während der Weltranglistendritte zuletzt nicht bei jedem Turnier überzeugen konnte. Auf der großen Bühne zeigte der Niederländer jedoch, warum er längst zu den stärksten Spielern der PDC gehört.

Der Niederländer erwischte zunächst den besseren Start und ging mit 4:1 in Führung. Nijman kämpfte sich anschließend zurück, glich zum 5:5 aus und übernahm beim Stand von 11:10 erstmals seit dem Auftaktleg wieder die Führung. Der entscheidende Moment folgte im nächsten Leg: Während Nijman auf 64 Punkten wartete, löschte Gian van Veen unter höchstem Druck 148 Punkte und rettete sich damit in die Verlängerung.

„Das 148er-Finish hat mich heute wirklich gerettet“, sagte Gian van Veen nach Angaben der PDC. Anschließend behielt er in der entscheidenden Phase die Nerven. Im 25. Leg gelang ihm das Break, ehe er die Partie auf der Doppel-16 beendete.

Gian van Veen setzt auf Erfolge bei den Majors

Nach dem Match ging es nicht nur um das spektakuläre Finish. Der Niederländer machte deutlich, dass ihn die Favoritenrolle seines Landsmanns zusätzlich motiviert habe. Nijman habe auf der ProTour und der European Tour herausragende Leistungen gezeigt. Bei den großen Turnieren sieht sich der 24-Jährige jedoch weiterhin im Vorteil.

„Ich wollte die Zweifler zum Schweigen bringen – und zum Glück ist mir das gelungen“, erklärte er im anschließenden Mediengespräch gegenüber Oche180. Seine Botschaft war klar: Ergebnisse auf den kleineren Bühnen seien wichtig, am Ende werde die Form eines Spitzenspielers aber vor allem bei den Majors bewertet.

„Solange du bei den Majors gut spielst, bist du in Form“, fasste der Niederländer seine Sichtweise zusammen. Mit dem Sieg gegen Nijman hat er dafür ein weiteres Argument geliefert. Das 148er-Finish war dabei mehr als nur ein sehenswertes Checkout. Es war der Moment, in dem die Partie zu kippen drohte – und der Favorit seine beste Antwort gab.

Im Viertelfinale wartet nun erneut James Wade. Bereits beim World Matchplay 2025 trafen beide in Blackpool aufeinander, damals setzte sich der Engländer mit 16:13 durch. Für Gian van Veen bietet sich damit direkt die nächste Gelegenheit, seinen Anspruch auf der großen Bühne zu unterstreichen.

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