Gerwyn Price siegt in Sindelfingen – Martin Schindler vergibt Matchdart

Gerwyn Price hat den European Darts Grand Prix 2026 in Sindelfingen gewonnen und damit seinen zehnten Titel auf der European Tour geholt. Im Finale setzte sich der Waliser mit 8:6 gegen Ross Smith durch und erreichte damit als erst zweiter Spieler überhaupt eine zweistellige Zahl an European-Tour-Titeln. Nach dem Sieg ordnete Price seinen Meilenstein mit einer Portion Selbstironie ein. Er sagte auf der Bühne: „Ich bin jetzt seit zwölf Jahren bei der PDC. Weniger als ein Titel pro Jahr im Schnitt ist also nicht gerade ein überragender Wert.“

Für Gerwyn Price ist dieser Titel trotzdem weit mehr als nur eine hübsche Zahl. In Sindelfingen setzte er auf einer der wichtigsten Bühnen unterhalb der Majors ein starkes Zeichen und unterstrich, dass er 2026 weiter zu den gefährlichsten Spielern der Tour gehört. Das Finale gegen Ross Smith blieb bis zum 5:5 offen, ehe Price sich den entscheidenden Vorteil verschaffte und den Titel mit 8:6 nach Hause brachte.

Schindler liefert den deutschen Kern des Turniers

Aus deutscher Sicht liegt der stärkste Punkt dieses Wochenendes aber nicht nur im Siegerfoto. Martin Schindler brachte den späteren Champion im Viertelfinale bis an den Rand des Aus und hatte im Entscheidungsleg einen Matchdart zum Halbfinaleinzug. Dass Price am Ende das gesamte Turnier gewann, verleiht diesem Match im Nachhinein zusätzliches Gewicht: Schindler war nicht einfach nur im Viertelfinale dabei, sondern der Spieler, der den späteren Sieger im Turnierverlauf am stärksten ins Wanken brachte.

Damit wird Schindlers Auftritt deutlich wertvoller als ein normales Viertelfinale ohne größeren Nachhall. Gegen einen Gegner in dieser Form so nah vor dem Sieg zu stehen, ist sportlich ein anderes Signal, als nur ordentlich mitgespielt zu haben. Gerade weil Price in Sindelfingen am Ende den Titel holte, bekommt Schindlers knapp verpasster Coup zusätzliche Relevanz.

Was der Titel für Price und der Auftritt für Schindler bedeutet

Der Erfolg von Sindelfingen wirkt auch in die Rangliste hinein. In der aktuellen PDC Order of Merit wird Gerwyn Price mit £625.750 auf Platz sieben geführt, Martin Schindler steht mit £441.250 auf Rang 18. Damit festigt Price seine starke Position im vorderen Bereich der Weltrangliste, während Schindler trotz des verpassten Halbfinals ein Wochenende spielte, das seiner Saison sportlich Gewicht gibt.

Für Price ist der Titel damit nicht nur ein Einzelerfolg, sondern Teil einer Saison, in der er konstant Druck auf die erweiterte Spitzengruppe ausübt. Für Schindler bleibt wichtig, dass sein Auftritt den deutschen Blick auf dieses Turnier deutlich aufwertet. Gegen einen Spieler, der sich mit diesem Sieg weiter in den Top 8 der Order of Merit festigt, so nah vor dem Erfolg zu stehen, ist klar mehr als ein bloßer Achtungserfolg.

Die große Headline gehört Gerwyn Price, der in Sindelfingen Geschichte schrieb und seinen zehnten European-Tour-Titel holte. Der deutsche Nachhall kommt aber von Martin Schindler, der den Sieger bis an den Matchdart brachte und dem Turnier damit aus deutscher Sicht zusätzliches Gewicht gab.

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