Gerwyn Price erklärt Pool-Absage: „Das wäre ein bisschen frech gewesen“

Gerwyn Price hat erklärt, warum er seine Teilnahme an der UK Open Pool Championship zurückgezogen hat. Der Waliser hätte bei dem Matchroom-Event eigentlich gegen Kostiantyn Ivanov antreten sollen, sagte den Auftritt aber vor seinem ersten Match ab. Der Grund lag nicht nur im engen Kalender, sondern vor allem in der Außenwirkung.

Der 41-Jährige hatte in den vergangenen Wochen mehrere Darts-Turniere ausgelassen. Vor diesem Hintergrund wollte der frühere Weltmeister kurz vor der Premier-League-Entscheidung in London nicht bei einem Pool-Event antreten.

„Ich habe vor ein paar Wochen zurückgezogen. Ich weiß nicht, ob sie noch versucht haben, jemand anderen zu holen, bevor sie es öffentlich gemacht haben“, sagte Gerwyn Price gegenüber SportsBoom. Anschließend brachte der Iceman den entscheidenden Punkt auf den Punkt: „Ich habe ein paar Darts-Events abgesagt, und dann zu einem Pool-Event zu gehen, wäre ein bisschen frech gewesen.“

Price wollte kein falsches Signal senden

Damit ordnete der Premier-League-Vierte seine Pool-Absage nicht als kurzfristige Laune ein, sondern als bewusste Entscheidung. Gerade weil er im Darts-Kalender zuletzt kürzergetreten war, hätte ein Auftritt abseits der Darts-Bühne Fragen aufgeworfen. Der Waliser kennt diese Wahrnehmung. Wer Darts-Turniere auslässt, aber parallel bei einem anderen Sportevent auftritt, bietet automatisch Angriffsfläche. Genau diesen Eindruck wollte er vermeiden. Stattdessen habe er sich bestmöglich auf die Premier League vorbereiten wollen.

Sportlich war der Zeitpunkt ohnehin heikel. Die UK Open Pool Championship fiel in die Woche der Premier-League-Finals-Night. Der frühere Rugbyspieler stand in London im Halbfinale gegen Luke Littler und hatte die Chance, seinen ersten Premier-League-Titel zu gewinnen.

Gute Testergebnisse, aber keine klare Erklärung

Parallel zur Pool-Absage gab der frühere Weltmeister auch ein vorsichtig positives Gesundheitsupdate. Zuletzt hatte er über körperliche Probleme gesprochen, ohne öffentlich genau zu erklären, worum es ging. Nun teilte er mit, dass neue Untersuchungsergebnisse gut ausgefallen seien.

„Ergebnisse zurück und alles gut“, schrieb Price sinngemäß in einer Instagram-Story. Gleichzeitig blieb eine Einschränkung: Eine klare Antwort auf die Symptome gebe es weiterhin nicht. Für den Iceman ist das dennoch ein wichtiges Signal. Das Update klingt nach Entwarnung bei den Untersuchungen, aber nicht nach einer vollständig geklärten Situation. Die Unsicherheit dürfte dadurch kleiner geworden sein, auch wenn der genaue Hintergrund der Beschwerden offen bleibt.

Nach dem Ende der Premier League will der Waliser zunächst noch ein European-Tour-Event sowie die kommende ProTour-Woche auslassen und sich eine kurze Pause gönnen. Danach soll der Fokus wieder klar auf den Rankingturnieren liegen.

World Cup ohne den Iceman

Auch beim World Cup of Darts wird der Iceman nicht für Wales antreten. Dort wäre er normalerweise gemeinsam mit Jonny Clayton an den Start gegangen. Stattdessen spielt Clayton in Frankfurt mit Nick Kenny.

Der 41-Jährige bezeichnete die Entscheidung als schwierig. Er hasse es, Turniere abzusagen, besonders den World Cup. Gleichzeitig lobte er Kenny als starken Spieler und guten Typen. Für Wales sei es eine gute Gelegenheit, auch wenn Clayton über den Rückzug natürlich enttäuscht gewesen sei.

Abseits der Bühne bleibt Pool für den Waliser trotzdem ein Thema. Er traut sich dort einiges zu und schloss nicht aus, künftig wieder bei einem Pool-Turnier aufzuschlagen. Für den Moment aber war die Priorität klar: keine schiefe Außenwirkung, volle Konzentration auf Darts – und nach kurzer Pause zurück zu mehr Rankingturnieren.

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