Ross Smith hat mit seinem Titel bei den International Darts Open 2026 in Riesa auch die European Tour Order of Merit durcheinandergewirbelt. Der Engländer steht nach sieben von 15 European-Tour-Turnieren bei 75.000 Pfund Preisgeld und übernimmt damit die Führung auf der „Road to Dortmund“.
Für Smith ist es der nächste Effekt eines besonderen Wochenendes. In Riesa gewann er erstmals ein European-Tour-Turnier, nun steht er auch in der entscheidenden Rangliste für die European Championship ganz oben. Hinter ihm folgt Josh Rock mit 61.000 Pfund, Wessel Nijman liegt mit 58.000 Pfund auf Platz drei.
Die Rangliste bleibt nach dem siebten Event der Saison eng und ungewöhnlich offen. Ross Smith, Josh Rock, Wessel Nijman, Gerwyn Price, Nathan Aspinall, Luke Humphries, Danny Noppert und Luke Littler stehen alle im oberen Bereich. Zugleich zeigt die bisherige Saison, wie ausgeglichen die European Tour 2026 verläuft: Die ersten sieben Events brachten sieben verschiedene Sieger hervor.
Schindler bleibt bester Deutscher
Aus deutscher Sicht bleibt Martin Schindler die zentrale Figur in der European Tour Order of Merit. Deutschlands Nummer eins steht nach den International Darts Open bei 31.000 Pfund und liegt auf Platz 14. Damit hält sich Schindler weiter in den Top 16 und klar innerhalb der Qualifikationsplätze für Dortmund.
Die Top 32 der European Tour Order of Merit qualifizieren sich für die European Championship. Für Schindler ist die Ausgangslage deshalb komfortabel, aber noch nicht abgeschlossen. Acht Turniere stehen noch aus, und gerade im Bereich hinter den Top Ten kann sich die Reihenfolge schnell verschieben.
Auch Niko Springer bleibt auf Kurs. Der Deutsche steht mit 23.000 Pfund auf Platz 23 und damit ebenfalls im Dortmunder Qualifikationsbereich. Sein Polster ist kleiner als das von Schindler, doch nach sieben Turnieren ist Springer weiter in einer guten Position.
Deutsche Verfolger brauchen Preisgeld
Hinter Schindler und Springer wird der Weg zur European Championship deutlich anspruchsvoller. Lukas Wenig liegt mit 9.500 Pfund auf Platz 41, Paul Krohne steht mit ebenfalls 9.500 Pfund auf Rang 43. Ricardo Pietreczko kommt nach seinem Achtelfinale in Riesa auf 8.500 Pfund und rangiert auf Platz 45.
Damit sind mehrere deutsche Spieler noch nicht aus dem Rennen, brauchen bei den kommenden European-Tour-Events aber weitere Preisgelder. Der aktuelle Cut-off liegt bei 18.000 Pfund: Stephen Bunting hält nach Riesa den letzten Platz innerhalb der Top 32.
Die nächste Chance gibt es bereits am kommenden Wochenende. Vom 29. bis 31. Mai stehen in Kiel die Baltic Sea Darts Open an. Für Schindler und Springer geht es darum, ihre Positionen auf der Road to Dortmund zu festigen. Für Wenig, Krohne, Pietreczko und weitere Verfolger zählt dagegen jeder Sieg, um den Anschluss an die Top 32 herzustellen.






