Danny Baggish: Emotionaler Super Series-Sieg für seinen verstorbenen Sohn

Danny Baggish hat bei seinem Debüt in der Modus Super Series einen sportlich starken und zugleich sehr emotionalen Moment erlebt. Der Amerikaner gewann seine Gruppe und widmete den Erfolg anschließend seinem verstorbenen Sohn. Nach dem entscheidenden Sieg zeigte Baggish ein Foto in die Kamera und kämpfte sichtbar mit den Tränen.

Der 42-Jährige hatte Ende 2025 einen schweren persönlichen Verlust erlitten. Sein Sohn starb im Alter von nur 19 Monaten an Krebs. Umso bewegender war der Moment nach dem Gruppensieg, als Baggish die Emotionen nicht mehr zurückhalten konnte.

Baggish gewinnt bei seinem Modus-Debüt

Sportlich lief der Tag für Baggish erfolgreich. Der frühere PDC-Tour-Card-Holder trat in der Modus Super Series an und setzte sich in Gruppe A durch. Im entscheidenden Spiel gewann „The Gambler“ mit 4:1 gegen Jeff Smith und sicherte sich damit den Einzug in die Finals, die am Samstag beginnen.

Für Baggish war es auch deshalb ein besonderer Erfolg, weil er nach einer längeren Pause wieder auf größerer Bühne auf sich aufmerksam machte. In der Vergangenheit spielte er bereits drei Mal bei der PDC-Weltmeisterschaft und erreichte dort als bestes Ergebnis die dritte Runde. Von 2021 bis 2022 besaß er zudem eine PDC Tour Card.

Der Gruppensieg in der Modus Super Series war deshalb sportlich bemerkenswert. Doch direkt nach dem Match wurde deutlich, dass dieser Erfolg für Baggish weit über das Ergebnis hinausging.

Emotionaler Moment nach dem Sieg

Nach dem Sieg zeigte Baggish ein Bild seines verstorbenen Sohnes in die Kamera. Als er anschließend auf den Moment angesprochen wurde, fiel es ihm schwer, die Worte zu finden. Der Amerikaner entschuldigte sich zunächst, weil ihn die Emotionen sichtbar überwältigten.

Gegenüber MODUS wurde Baggish nach dem Match auf den bewegenden Moment angesprochen. Auf die Frage, wie viel ihm dieser Sieg bedeute, antwortete er zunächst nur: „Sehr viel. Entschuldigung.“ Anschließend erklärte der Amerikaner, dass ihn die Emotionen bereits während des Spiels eingeholt hätten: „Als ich auf drei Legs kam, habe ich gespürt, wie die Gefühle ein Stück weit übernommen haben. Ich musste dort hinten einmal tief durchatmen.“

Er beschrieb, dass er bereits am Vorabend viel an zu Hause gedacht habe. Trotzdem habe er versucht, die Emotionen während des Turniers zurückzuhalten. Erst nach dem letzten Treffer auf die Doppel seien die Emotionen endgültig herausgebrochen.

Mehr als nur ein Ergebnis

Genau deshalb war dieser Sieg mehr als ein normaler Gruppenerfolg. Baggish hatte nicht nur ein starkes sportliches Comeback, sondern verband den Moment mit einer sehr persönlichen Geschichte. Der Amerikaner ist seit Jahren als emotionaler Spieler bekannt, doch dieser Auftritt hatte eine andere Tiefe.

Der Erfolg in der Modus Super Series bringt ihn sportlich in die Finals. Menschlich aber bleibt vor allem die Szene nach dem Match in Erinnerung: ein Vater, der einen Sieg seinem verstorbenen Sohn widmet und dabei zeigt, wie viel dieser Moment für ihn bedeutete.

Für Baggish geht es am Wochenende in der Finalrunde der Modus Super Series weiter. Doch unabhängig davon, wie weit „The Gambler“ dort kommt, hat dieser Sieg bereits eine besondere Bedeutung bekommen. Nicht wegen eines Averages, eines Finishes oder einer Tabelle – sondern wegen der Erinnerung, die er mit ihm verbunden hat.

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