Cameron Menzies: Salat statt Pizza – so verlor „Cammy“ fast 13 Kilo

Cameron Menzies hat in den vergangenen Monaten nicht nur sportlich für Schlagzeilen gesorgt. Der Schotte präsentierte sich zuletzt auch körperlich deutlich verändert und verlor nach eigenen Angaben rund zwei Stone – umgerechnet knapp 13 Kilogramm. Hinter der Gewichtsabnahme steckt kein komplizierter Ernährungsplan. „Cammy“ verzichtet auf seinen Reisen häufiger auf Pizza und andere schnelle Mahlzeiten und greift stattdessen zum Salat.

Gerade der Alltag eines professionellen Dartspielers macht eine ausgewogene Ernährung nicht immer einfach. Zahlreiche Turniere, Übernachtungen in Hotels und lange Reisetage gehören für die Profis zum Programm. Für ihn war es daher lange besonders bequem, nach der Ankunft im Hotel Essen zu bestellen. Inzwischen entscheidet sich der 37-Jährige jedoch bewusster. „Ein paar Stone. Hoffentlich kommen noch ein paar dazu, aber das hat gesundheitliche Gründe. Allein die Umstellung meiner Ernährung hat mir enorm geholfen“, erklärte Cameron Menzies in einem Interview mit Viaplay.

Dabei sprach der Weltranglisten-26. offen darüber, wie seine Mahlzeiten auf den vielen Reisen früher aussahen. „Wenn man ständig in Hotels unterwegs ist, gewöhnt man sich daran, es sich einfach zu machen. Dann öffnet man Uber Eats und bestellt sich eine Pizza. Aber inzwischen kaufe ich Salate.“

Die Veränderung macht sich für ihn nach eigener Einschätzung nicht nur gesundheitlich, sondern ebenfalls am Dartboard bemerkbar. Anfang Juli gewann der Schotte das 23. Players Championship des Jahres. Im Finale setzte er sich mit 8:5 gegen Cristo Reyes durch und feierte seinen ersten PDC-Titel der laufenden Saison. Gleichzeitig war es bereits der dritte ProTour-Triumph seiner Karriere, nachdem er zuvor jeweils einen Titel in den Jahren 2024 und 2025 gewonnen hatte.

Wenig später gelang ihm beim World Matchplay eine der größten Überraschungen des bisherigen Dartsjahres. In der ersten Runde bezwang er Luke Humphries mit 10:7 und feierte damit seinen ersten Sieg beim traditionsreichen Turnier in Blackpool. Ein 170er-Finish gehörte zu den Höhepunkten seines Auftritts. Menzies bezeichnete den Erfolg anschließend als den bislang größten Moment seiner Dartskarriere.

Hypnotherapie bringt Menzies mehr Ruhe

Die Gewichtsabnahme ist jedoch nicht die einzige Veränderung, mit der er an seiner sportlichen und persönlichen Entwicklung arbeitet. Unterstützung erhält der Schotte außerdem durch Hypnotherapie. Der Kontakt sei über die PDC zustande gekommen. Die Sitzungen sollen Menzies vor allem dabei helfen, seine Emotionen besser zu kontrollieren und in angespannten Situationen ruhiger zu bleiben.

„Die PDC hat mich mit der Hypnotherapie in Kontakt gebracht. Sie hat mir nicht nur beim Darts, sondern auch in meinem Leben geholfen“, berichtete Menzies. Aufgrund seines vollen Terminkalenders habe er zuletzt einige Sitzungen verpasst. Die Zusammenarbeit möchte er allerdings zeitnah fortsetzen.

„Ich war in den vergangenen Wochen nicht bei ihm, weil ich einfach so viel zu tun hatte. Aber ich werde mich bei ihm melden und in der nächsten Woche mit ihm sprechen“, kündigte der Schotte an.

Menzies ist für seine emotionalen Reaktionen auf der Bühne bekannt. Erfolg und Enttäuschung liegen bei ihm häufig nah beieinander. Genau daran möchte der 37-Jährige arbeiten. „Es hat mir geholfen, weil ich diese Person nicht sein möchte. Ich will mich nicht so verhalten. Ich lasse mich in diesen Momenten mitreißen. Aber ich stehe, wie man sehen kann, komplett unter Adrenalin.“

Dass die Arbeit an seiner Ernährung und seinen Emotionen sämtliche Schwierigkeiten auf einen Schlag beseitigt, behauptet Menzies nicht. Beim World Matchplay musste er sein Zweitrundenspiel gegen Ross Smith wegen gesundheitlicher Probleme vorzeitig beenden. Dennoch zeigen seine jüngsten Ergebnisse, welches spielerische Potenzial in ihm steckt. Mit seinem dritten ProTour-Titel, dem Sieg gegen Humphries und einer bewussteren Lebensweise hat der Schotte wichtige Schritte gemacht, um sich dauerhaft unter den besten Dartspielern der Welt zu etablieren.

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