Alan Soutar: 180er werfen? Kein Problem – Marathon für den guten Zweck

Alan Soutar kennt große Aufgaben am Oche. Bei der letzten PDC-WM stand der Schotte noch im Alexandra Palace auf der Bühne, nun sorgte der 48-Jährige abseits des Dartsports für Aufmerksamkeit: Soutar absolvierte den London Marathon und sammelte dabei mehr als 11.000 Pfund für Guide Dogs.

Die PDC gratulierte dem Darts-Profi öffentlich zu seinem Lauf und nannte eine Zeit von vier Stunden und 17 Minuten. Auf seiner offiziellen Fundraising-Seite zum London Marathon wurden zuletzt 11.000 Pfund bei 89 Spendern angezeigt. Das ursprüngliche Ziel lag bei 5.000 Pfund – der Schotte erreichte damit mehr als das Doppelte der angepeilten Summe.

Soots mit Humor vor der Herausforderung

Auf seiner offiziellen Spendenseite beschrieb Soots die Aufgabe schon vor dem Start mit typisch trockenem Humor. Der London Marathon sei ein Punkt auf der Wunschliste, den ein 48-jähriger, kurz vor dem Ruhestand stehender Feuerwehrmann und Profi-Dartspieler eigentlich nicht angehen sollte. Doch genau das hielt ihn nicht auf: „Soots hält sich nicht an die Norm – und ich ziehe es durch“, schrieb er.

Genau diese Mischung macht die Geschichte so sympathisch. Der Schotte ist im Darts längst nicht nur als Spieler bekannt, sondern auch als Persönlichkeit mit ungewöhnlichem Alltag. Feuerwehrmann, Profi-Darter, Läufer und Unterstützer von Guide Dogs: Der 48-jährige Soutar verbindet mehrere Rollen, die einzeln schon anspruchsvoll genug wären. Der Auftritt in London wirkt deshalb nicht wie eine kurze Nebenmeldung, sondern wie ein weiterer Teil seines tatsächlichen Engagements.

Warum ihm Guide Dogs besonders wichtig ist

Der gute Zweck ist für den Darts-Profi eng mit seinem eigenen Leben verbunden. Auf seiner Fundraising-Seite erklärte er, dass er als freiwilliger Puppy Raiser für Guide Dogs Scotland aktiv sei. Gemeinsam mit seiner Frau Amanda habe er bereits bei der Aufzucht von sieben Blindenführhund-Welpen geholfen.

Auch das Spendenziel hatte einen konkreten Hintergrund. Soots wollte 5.000 Pfund sammeln, damit seine Familie einen Blindenführhund-Welpen benennen kann. Dieses Ziel wurde deutlich übertroffen. Aus den geplanten 5.000 Pfund wurden mehr als 11.000 Pfund. Damit bekam der Lauf für den früheren Feuerwehrmann nicht nur sportlich, sondern auch persönlich eine besondere Bedeutung.

Mehr als eine Randnotiz aus der Darts-Welt

Soutars Marathonlauf ist deshalb mehr als eine sympathische Geschichte zwischen zwei Turnieren. Der Schotte nahm eine körperlich anspruchsvolle Herausforderung an, übertraf sein Spendenziel deutlich und machte zugleich auf ein Thema aufmerksam, das ihn seit Jahren begleitet.

Im Darts wird oft über Druck, Fokus und mentale Stärke gesprochen. 42,195 Kilometer verlangen genau diese Eigenschaften ebenfalls: Geduld, Belastbarkeit und die Fähigkeit, auch dann weiterzumachen, wenn es schwer wird. Der 48-Jährige brachte diese Qualitäten nicht nur auf die Bühne, sondern auch auf die Strecke in London.

Für den Schotten bleibt der Lauf damit ein starkes Kapitel abseits des Oche. 180er gehören zu seinem Alltag als Darts-Profi, 42,195 Kilometer waren eine andere Herausforderung. Entscheidend ist aber, wofür Alan Soutar es getan hat: für Guide Dogs, für seine persönliche Herzenssache und für ein Spendenziel, das er am Ende mehr als deutlich übertraf.

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