Luke Humphries steht im Finale des World Grand Prix 2026. Der Weltranglistenzweite setzte sich im zweiten Halbfinale mit 5:3 in Sätzen gegen James Wade durch und trifft am Sonntagabend auf Gerwyn Price. Gleichzeitig schreibt der Engländer Turniergeschichte: Als erster Spieler überhaupt erreicht er vier World-Grand-Prix-Finals in Folge.
Luke Humphries präsentierte sich dabei deutlich stärker als in einigen seiner vorherigen Partien in Leicester. Wade hielt die Begegnung lange offen und konnte mehrfach ausgleichen, doch in der entscheidenden Phase setzte sich Humphries ab. Nachdem James Wade noch einmal auf 3:4 verkürzt hatte, gewann der Engländer den achten Satz mit 3:0 Legs und machte damit den Finaleinzug perfekt.
Auch die Zahlen des Halbfinals beim World Grand Prix unterstreichen die Leistungssteigerung. Luke Humphries beendete das Match mit einem Average von 96,83 Punkten, Wade kam auf 91,72 Punkte. Bei den 180ern lag der Engländer mit 10:6 vorne. James Wade produzierte zwar mehr Aufnahmen mit mindestens 140 Punkten (28:20) und auch mehr 100+-Scores (42:39), konnte daraus aber nicht genug Kapital schlagen.
Auf den Abschlussdoppeln war Wade sogar effizienter. Der Engländer traf 14 seiner 30 Versuche und erreichte damit eine Quote von 47 Prozent. Humphries verwandelte 18 von 44 Versuchen und kam auf 41 Prozent. Mit 141 Punkten gelang James Wade zudem das höchste Finish der Partie, während sein Gegner maximal 78 Punkte auscheckte. Insgesamt entschied Luke Humphries 18 Legs für sich, sein Gegner gewann 14.
Vier Finals in Folge beim World Grand Prix
Nach dem Match zeigte sich der Finalist vor allem mit seiner Reaktion auf die schwächeren Auftritte der vergangenen Runden zufrieden. Im Gespräch mit der PDC direkt nach dem Halbfinale sagte Luke Humphries: „Ich bin stolz darauf, wie ich nach ein paar schlechten Leistungen in diesem Turnier zurückgekommen bin. Das war der echte Luke Humphries. Ich bin wirklich, wirklich stolz auf mich und auf eine Leistung wie diese.“
Besonders bemerkenswert ist seine Serie beim World Grand Prix. Seit 2023 hat der Engländer jedes Finale des Turniers erreicht. Vier Finalteilnahmen in Folge hatte es beim World Grand Prix zuvor noch nie gegeben. Auch Phil Taylor, der das Turnier über viele Jahre dominierte, gelang keine Serie von vier Endspielen hintereinander.
Der 2023-Champion ordnete den Rekord unmittelbar nach dem Match im PDC-Interview ein: „Für mich persönlich ist es etwas ganz Besonderes, vier Grand-Prix-Finals in Folge zu erreichen. Das ist Geschichte für mich, und es wird nicht viele Spieler geben, die das jemals schaffen. Niemand hat es zuvor geschafft. Darauf bin ich stolz. Aber wie ich schon in vielen Interviews gesagt habe: Wenn ich diesen Pokal nicht in die Höhe stemme, bedeutet diese Geschichte leider nichts. Ich bin hierhergekommen, um die Trophäe zu gewinnen.“
Im Finale des World Grand Prix wartet nun ausgerechnet Gerwyn Price. Gegen den Waliser gewann der Engländer bereits das Endspiel 2023 und holte damals seinen ersten großen PDC-Titel. „Es fühlt sich für mich fast so an, als würde sich der Kreis schließen. Meine Karriere hat vor drei Jahren begonnen, als ich den Grand Prix gewonnen habe, und jetzt bin ich drei Jahre später wieder hier und spiele im Finale gegen denselben Gegner. Gezzy spielt gute Darts. Wenn ich konstant auf diesem Niveau spiele, wird es für ihn ein schwieriges Spiel. Wenn er aber so spielt wie gegen Johnny, wird es für mich schwierig. Ich hoffe einfach auf ein gutes, enges Finale.“
Damit steht das Endspiel des World Grand Prix fest: Gerwyn Price gegen Luke Humphries – eine Neuauflage des Finals von 2023. Damals setzte sich der Engländer gegen den Waliser durch und gewann seinen ersten großen PDC-Titel.
Das Finale steigt am Sonntag, 4. Oktober, ab 20:00 Uhr deutscher Zeit in der Mattioli Arena in Leicester. Gespielt wird im Best-of-11-Sets-Modus, für den Titel sind also sechs gewonnene Sätze erforderlich. Wie während des gesamten World Grand Prix gilt auch im Finale das Double-in-/Double-out-Format.
Luke Humphries bekommt damit die Chance, seine historische Serie von vier Finalteilnahmen in Folge mit einem weiteren Titel zu krönen. Für James Wade endet der World Grand Prix dagegen im Halbfinale. Gerwyn Price steht selbst zum dritten Mal in Folge in einem bedeutenden TV-Finale.










