Rob Cross hat sich im Rennen um das World Matchplay zurückgemeldet. Nach zwei Halbfinals auf der European Tour spricht der frühere Weltmeister offen darüber, warum ihn ausgerechnet der gewachsene Druck wieder in die Spur gebracht hat.
Der Engländer erreichte zunächst bei den Austrian Darts Open die Vorschlussrunde und legte eine Woche später beim International Darts Open in Riesa nach. Dort schlug Rob Cross unter anderem Stephen Bunting und Ryan Joyce, ehe er im Halbfinale Ryan Searle knapp mit 6:7 unterlag. Trotz der Niederlage spielte „Voltage“ einen Average von mehr als 100 Punkten.
Cross spricht über neues Selbstvertrauen
Für Cross kamen die Ergebnisse zur richtigen Zeit. Der frühere Weltmeister war in den vergangenen Monaten nicht mehr selbstverständlich in jener Rolle, in der er sich selbst sieht. Gerade mit Blick auf das World Matchplay wuchs der Druck, weil jeder Lauf auf der European Tour direkten Einfluss auf die Qualifikation haben kann.
Oche180 zitiert Cross mit den Worten, die jüngsten Leistungen hätten ihm „great confidence“ gegeben. Außerdem erklärte er, das Wochenende habe seinen Kopf beruhigt. Er wolle wieder zu den Topspielern gehören, müsse dafür aber weiter hart arbeiten.
Cross verkauft seine Halbfinals damit nicht als fertige Trendwende, sondern als wichtigen Schritt aus einer unangenehmen Lage. Der Druck scheint ihn nicht blockiert, sondern neu fokussiert zu haben. Genau deshalb wirkt sein Formanstieg glaubwürdig: Er kommt nicht aus einer einzelnen Glanzpartie, sondern aus zwei aufeinanderfolgenden European-Tour-Wochenenden.
World Matchplay bleibt das große Ziel
Besonders wichtig ist der Blick auf Blackpool. Für Cross geht es in den kommenden Wochen nicht nur um einzelne gute Ergebnisse, sondern um die Absicherung seiner Position im Qualifikationsrennen. Zwei Halbfinals auf der European Tour sind deshalb mehr als ein Formsignal. Sie bringen Preisgeld, Selbstvertrauen und vor allem wieder Kontrolle über die eigene Ausgangslage.
In Riesa war Cross trotz der knappen Niederlage einer der auffälligsten Spieler der Finalsession. Der Sieg gegen Joyce im Viertelfinale und das enge Halbfinale gegen Searle zeigten, dass sein Scoring wieder konkurrenzfähig ist. Genau diese Stabilität braucht er, um sich im Matchplay-Rennen zu behaupten und weitere Verfolger auf Abstand zu halten.
Der Druck wird zum Antrieb
Rob Cross machte deutlich, dass er sich aus einer schwierigen Situation herausarbeiten musste. Er habe gute Menschen um sich, arbeite hart und wolle stärker zurückkommen. Nach den beiden European-Tour-Wochenenden wirkt seine Ausgangslage deutlich stabiler als noch vor wenigen Wochen.
Für die kommenden Wochen bleibt „Voltage“ damit ein spannender Name. Aus zwei starken Halbfinals ist noch keine komplette Rückkehr in die absolute Spitze geworden. Aber Cross hat Ergebnisse gesammelt, Selbstvertrauen aufgebaut und sich im Rennen um das World Matchplay zurückgemeldet.







