Charlie Manby hat Players Championship 31 gewonnen. Der Engländer setzte sich am Mittwoch, 28. Oktober 2026, im Finale von Den Bosch mit 8:2 gegen Maik Kuivenhoven durch und sicherte sich damit 15.000 Pfund Preisgeld. Mit einem Drei-Dart-Average von 99,72 Punkten ließ er seinem niederländischen Gegner (84,76) im Endspiel kaum Chancen. Für Aufsehen sorgten außerdem Beau Greaves mit ihrem Halbfinaleinzug und drei deutsche Achtelfinalisten.
Schon auf dem Weg ins Endspiel zeigte Manby, was an diesem Tag möglich war. Nach einem 6:1 zum Auftakt gegen Karel Sedláček und einem knappen 6:5 gegen Dennie Olde Kalter bezwang er Adam Leek mit 6:4. Im Achtelfinale gelang ihm gegen Dominik Grüllich sein statistisch stärkster Auftritt: Beim 6:3 spielte er einen herausragenden Average von 112,16 Punkten. Grüllich kam auf 96,30 Punkte.
Anschließend besiegte Manby Alan Soutar im Viertelfinale mit 6:3 und behielt im Halbfinale gegen Beau Greaves mit 7:5 die Oberhand. Kuivenhoven hatte sich zuvor mit einem 6:2 gegen Mike De Decker und einem dramatischen 7:6 gegen Dirk van Duijvenbode für das Finale qualifiziert. Dort konnte der Niederländer dem konstant punktenden Engländer allerdings nur zwei Legs abnehmen.
Greaves hatte ihrerseits für einige Höhepunkte gesorgt. Auf ein 6:3 gegen Niels Zonneveld folgten zwei Siege im Entscheidungsleg: zunächst 6:5 gegen Keane Barry und anschließend 6:5 gegen Kevin Doets. Bereits gegen Zonneveld hatte sie einen Average von 102,30 Punkten gespielt. Besonders der Viertelfinalerfolg beeindruckte mit 101,62 Punkten. Doets spielte selbst 101,28, musste sich aber dennoch geschlagen geben.
Erst Manby beendete den Lauf der Engländerin im Halbfinale mit 7:5. Greaves, die im April als erste Frau einen PDC-ProTour-Titel gewonnen hatte, unterstrich damit erneut ihre Konkurrenzfähigkeit gegen die männlichen Profis.
Drei Deutsche im Achtelfinale – van Gerwen trotz 102er-Average raus
Aus deutscher Sicht erreichten Martin Schindler, Ricardo Pietreczko und Dominik Grüllich die Runde der letzten 16. Schindler setzte sich zum Auftakt im deutschen Duell mit 6:2 gegen Max Hopp durch, besiegte danach Oskar Lukasiak mit 6:0 und Brendan Dolan mit 6:4. Gegen Jeffrey de Graaf war beim 4:6 im Achtelfinale Schluss.
Pietreczko machte vor allem mit seinem 6:1 gegen Danny Noppert auf sich aufmerksam. Zuvor hatte er Nick Kenny und Richard Veenstra bezwungen. Im Achtelfinale musste sich der Nürnberger Mike De Decker mit 4:6 geschlagen geben, obwohl sein Average von 90,78 Punkten über dem des Belgiers (88,94) lag.
Grüllich setzte sich zunächst mit 6:3 gegen Levy Frauenfelder und anschließend ebenfalls mit 6:3 gegen Michael Smith durch. Nach einem 6:4 gegen James Hurrell wartete Manby, dessen 112,16er-Average schließlich das Aus bedeutete. Niko Springer und Daniel Klose erreichten die zweite Runde, Gabriel Clemens schied bereits zum Auftakt aus.
Auch Michael van Gerwen erlebte einen bitteren Nachmittag. Der dreimalige Weltmeister unterlag Kevin Doets im Achtelfinale mit 2:6 – und das trotz eines starken Averages von 102,16 Punkten. Sein Landsmann kam auf 95,62.
Für die Profis geht es bereits am Donnerstag mit Players Championship 32 in Den Bosch weiter. Anschließend stehen noch zwei Turniere in Leicester an, bevor feststeht, welche 64 Spieler sich über die Players Championship Order of Merit für die Finals in Minehead qualifizieren.










