Players Championship 28 – Deutsche Bilanz: Schindler startet mit 109er-Average

Martin Schindler hat bei Players Championship 28 direkt zum Auftakt ein Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem Average von 109,52 Punkten fegte der Deutsche Jack Aldridge mit 6:1 vom Board und lieferte damit eine der stärksten Leistungen der ersten Runde. Am Ende reichte es für Schindler ebenso wie für Ricardo Pietreczko bis in die Runde der letzten 32.

Schindler ließ nach seinem starken Auftakt auch in Runde zwei wenig anbrennen. Gegen Michael Smith setzte er sich erneut mit 6:1 durch. Diesmal lag sein Average bei 94,68 Punkten. In den Top 32 wartete anschließend Luke Littler.

Der Engländer erwischte den deutlich besseren Verlauf und gewann mit 6:1. Bemerkenswert: Schindler spielte trotz der klaren Niederlage einen Average von 98,71 Punkten und bestätigte damit, dass sein Niveau an diesem Tag grundsätzlich stimmte. Das Ergebnis fiel deutlich aus, die Zahlen des Deutschen waren allerdings stärker, als es das Resultat vermuten lässt.

Pietreczko schlägt Aspinall – mehrere Deutsche verpassen Runde zwei knapp

Auch Ricardo Pietreczko gehörte zu den stärksten deutschen Spielern des Tages. Zum Auftakt musste „Pikachu“ gegen Marvin van Velzen allerdings über die volle Distanz. Mit 6:5 und einem 91,12er-Average zog er in die zweite Runde ein.

Dort gelang ihm ein Achtungserfolg gegen Nathan Aspinall. Pietreczko setzte sich mit 6:3 durch und kam auf 95,46 Punkte im Schnitt. Aspinall spielte mit 99,62 zwar den höheren Average, konnte daraus aber nicht genug Kapital schlagen. In den Top 32 steigerte sich Pietreczko noch einmal auf 100,51 Punkte.

Auch diese Leistung reichte jedoch nicht zum Weiterkommen. Karel Sedlacek hielt mit 101,32 Punkten dagegen und gewann die Partie mit 6:4. Damit schied nach Schindler auch der zweite verbliebene Deutsche in der Runde der letzten 32 aus.

Mehrere deutsche Starter waren bereits zuvor ausgeschieden. Gabriel Clemens unterlag Christopher Wickenden mit 3:6 und kam auf 81,47 Punkte im Schnitt. Besonders knapp wurde es für Kai Gotthardt und Daniel Klose. Gotthardt verlor gegen Samuel Price mit 5:6, Klose musste sich Maik Kuivenhoven ebenfalls erst im Decider geschlagen geben. Klose spielte dabei starke 95,43 Punkte im Schnitt. Lukas Wenig verlor mit 4:6 gegen David Sharp, Dominik Grüllich mit 3:6 gegen Benjamin Pratnemer. Marvin Kraft kam gegen Richard Veenstra nicht über ein 2:6 hinaus. Niko Springer erwischte mit Raymond van Barneveld ein prominentes Auftaktlos. Der Deutsche spielte 92,15 Punkte im Schnitt, unterlag dem Niederländer aber mit 4:6.

Arno Merk schaffte dagegen den Sprung in die zweite Runde. Gegen Stefan Bellmont setzte er sich mit 6:3 durch. Anschließend wartete Michael van Gerwen. Gegen den Niederländer war für Merk beim 3:6 Schluss. Unterm Strich blieben vor allem zwei Leistungen hängen: Schindlers 109,52 Punkte im Auftaktmatch und Pietreczkos Sieg gegen Aspinall. Für einen deutschen Lauf bis in die Schlussphase reichte es bei Players Championship 28 diesmal zwar nicht, Schindler und Pietreczko lieferten aber mehrere starke Auftritte.

Für die deutschen Spieler geht der Blick nun nach vorne. Bereits beim nächsten Floor-Event besteht die Chance auf die nächste starke Ausbeute. Players Championship 29 wird am 22. September im niederländischen Den Bosch ausgetragen.

Martin Schindler und Ricardo Pietreczko haben bei PC28 gezeigt, dass sie jederzeit für tiefe Läufe sorgen können. Besonders Schindlers 109,52 Average zum Auftakt und Pietreczkos Sieg gegen Nathan Aspinall machen Hoffnung auf weitere starke Auftritte der deutschen Tourcardler.

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