Bei den Players Championships 11 und 12 in Milton Keynes fehlen mehrere große Namen. Die PDC hat die Teilnehmerfelder für das ProTour-Doppel am 27. und 28. April bestätigt – und mehrere Premier-League-Stars sind nicht dabei. Unter anderem fehlen Luke Littler, Michael van Gerwen, Nathan Aspinall, Jonny Clayton und Gerwyn Price. Dadurch verändert sich die Ausgangslage für die beiden Floor-Turniere deutlich – auch aus deutscher Sicht.
Denn wenn gleich mehrere Topspieler aussetzen, öffnet sich das Feld. Die ProTour bleibt eng, unberechenbar und voller Qualität. Aber ohne einige der prominentesten Namen im Teilnehmerfeld entstehen für andere Spieler zusätzliche Möglichkeiten. Genau deshalb können die beiden Turniere in Milton Keynes für die deutsche Gruppe interessant werden.
Topstars fehlen beim ProTour-Doppel
Die Players Championship ist kein Nebenwettbewerb. Auf der ProTour werden wichtige Preisgelder gesammelt, die sich direkt auf Ranglisten, Qualifikationen und Setzpositionen auswirken können. Wer bei diesen Floor-Events regelmäßig tief läuft, baut nicht nur Selbstvertrauen auf, sondern verbessert auch seine Ausgangslage für die kommenden Monate.
Players Championship 11 und 12 sind zwei eigenständige Floor-Turniere innerhalb der PDC ProTour. Gespielt wird an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in Milton Keynes. Für jedes Turnier wird das Teilnehmerfeld neu angesetzt: Die Spieler beginnen also am zweiten Tag nicht dort, wo sie am ersten Tag aufgehört haben, sondern starten wieder in einem neuen Turnierbaum. Beide Events haben einen eigenen Sieger, eigenes Preisgeld und zählen separat für die relevanten Ranglisten. Genau deshalb kann ein starkes ProTour-Doppel die Ausgangslage innerhalb weniger Tage spürbar verändern.
Dass Littler, van Gerwen, Aspinall, Clayton und Price diesmal fehlen, macht das Feld nicht automatisch leicht. Dafür ist die PDC-Tour viel zu ausgeglichen. Trotzdem verändert sich die Statik eines solchen Turniers. Spieler, die normalerweise früh auf einen der ganz großen Namen treffen könnten, bekommen andere Wege durch den Turnierbaum.
Für die verbliebenen Favoriten steigt damit aber auch der Druck. Luke Humphries, Gian van Veen, Stephen Bunting, Gary Anderson, Josh Rock oder James Wade gehören zu den prominentesten Spielern, die dennoch in Milton Keynes antreten. Sie können die Ausfälle nutzen – müssen aber gleichzeitig mit der Erwartung umgehen, dass sich ihnen eine bessere Gelegenheit bietet.
Deutsches Aufgebot rückt in den Fokus
Auch aus deutscher Sicht sind die Players Championships 11 und 12 spannend. Laut bestätigter Entry List stehen mehrere deutsche Spieler im Feld, darunter Martin Schindler, Gabriel Clemens, Ricardo Pietreczko, Niko Springer, Max Hopp, Lukas Wenig, Dominik Grüllich, Kai Gotthardt, Marvin Kraft, Arno Merk, Leon Weber und Maximilian Czerwinski.
Mit Schindler, Clemens und Pietreczko stehen etablierte deutsche Namen im Feld. Dahinter geht es für Spieler wie Springer, Wenig, Grüllich, Gotthardt, Hopp oder Weber darum, auf der ProTour weiter Preisgeld und Sicherheit zu sammeln. Der deutsche Blick reicht damit vom Top-32-Spieler bis zum Tour-Card-Kämpfer – und genau deshalb ist Milton Keynes mehr als nur ein weiterer Termin im Kalender.
Ein fehlender Topstar gewinnt noch kein Match. Aber wenn mehrere große Namen nicht im Feld stehen, können sich in der Auslosung Wege öffnen, die sonst deutlich schwerer wären.
Gerade auf der ProTour entscheiden oft kleine Phasen. Ein guter Start, ein stabiles Timing auf die Doppel und ein paar enge Legs können ausreichen, um einen Turniertag in eine wertvolle Preisgeldrunde zu verwandeln. Für deutsche Spieler sind diese Events deshalb besonders wichtig: Auf der TV-Bühne entsteht Sichtbarkeit, auf der Floor-Tour entsteht die Grundlage für Rankingbewegungen.
Jeder gewonnene Betrag fließt in die Players Championship Order of Merit ein. Diese Rangliste entscheidet später mit darüber, wer sich für die Players Championship Finals qualifiziert. Genau deshalb können einzelne Floor-Tage im Saisonverlauf deutlich mehr Gewicht bekommen, als sie im ersten Moment haben.
Warum Milton Keynes wichtig wird
Milton Keynes ist deshalb mehr als ein Pflichttermin. Players Championship 11 und 12 bieten die Möglichkeit, sich im dichten Tour-Card-Feld zu behaupten. Wer mehrere Runden übersteht, sammelt nicht nur Preisgeld, sondern bringt sich auch für kommende Qualifikationen und größere Turniere besser in Position.
Gerade weil beide Turniere getrennt gewertet werden, kann ein Spieler ein schwaches erstes Event am nächsten Tag sofort korrigieren – oder mit zwei starken Turniertagen ein komplettes Ranking-Wochenende daraus machen.
Die Ausfälle verändern nicht nur die Namenliste, sondern auch die Erwartung an das Wochenende. Wer im Feld steht, weiß: Der Weg ist nicht frei, aber er ist offener als sonst. Genau daraus entsteht Druck. Für Favoriten kann eine verpasste Chance schnell wie ein Rückschritt wirken. Für Außenseiter kann ein tiefer Lauf dagegen ein wichtiger Schub sein.
Die fehlenden Topstars nehmen niemandem die Arbeit ab, aber sie öffnen das Feld. Milton Keynes wird damit zu einem ProTour-Doppel, bei dem die deutschen Spieler nicht nur Teil des Feldes sind, sondern eine echte Chance auf wichtige Ranking-Schritte haben.







