Development Tour 2026: Weber gewinnt deutsch-deutsches Finale bei Event 7

Leon Weber hat Event 7 der PDC Development Tour 2026 gewonnen und damit einen starken deutschen Abend in Milton Keynes gekrönt. Der 23-Jährige setzte sich im deutsch-deutschen Finale gegen Dominik Grüllich mit 5:2 durch. Zuvor hatten mit Weber, Grüllich und Lenny Schlüter gleich drei deutsche Spieler das Viertelfinale erreicht.

Event 7 war das zweite Turnier des Milton-Keynes-Blocks. Am Samstag folgen mit Event 8 und 9 die nächsten beiden Turniere, am Sonntag steht mit Event 10 der Abschluss des Development-Tour-Wochenendes an. Genau deshalb kann ein starker Freitag die Ausgangslage in der Order of Merit schnell verändern. Der Turniersieg war aus deutscher Sicht der Höhepunkt eines auffälligen Abends auf der Development Tour. Weber spielte im Finale gegen Grüllich einen Average von 90,00 Punkten und legte mit einem First-9-Average von 101,18 die Grundlage für seinen Erfolg. Der 24-jährige Finalist hielt mit 87,99 Punkten im Average und einer Checkoutquote von 41,46 Prozent dagegen, musste sich im Endspiel aber geschlagen geben.

Weber krönt starken Lauf mit Finalsieg

Der Turniersieger hatte schon vor dem Endspiel gezeigt, dass er bei Event 7 zu den stärksten Spielern im Feld gehörte. Im Viertelfinale bezwang er Ieuan Halsall mit 5:2 und spielte dabei einen Average von 87,44 sowie einen First-9-Average von 98,75. Damit setzte er nach seinem Achtelfinalsieg gegen JJ Wright den nächsten klaren Schritt.

Noch deutlicher wurde es im Halbfinale. Gegen Angelo Balsamo gewann Weber mit 5:0 und zog souverän ins Finale ein. Das Highlight seines Halbfinals setzte der Deutsche mit einem 170er-Finish. In dieser Phase zeigte sich, wie stark der 23-Jährige in Milton Keynes unterwegs war: kontrolliert im Scoring, konsequent im Spielverlauf und mit dem nötigen Highlight in einem entscheidenden Match. Im Finale blieb Weber dann stabil. Gegen Grüllich entwickelte sich zunächst ein enges deutsches Duell, nach vier Legs stand es 2:2. Danach zog der spätere Sieger davon und entschied das Endspiel mit 5:2 für sich. Der Titel bei Event 7 bringt ihm nicht nur den Turniersieg, sondern auch wichtige Punkte für die Development Tour Order of Merit.

Grüllich erneut tief im Turnier

Auch Grüllich bestätigte bei Event 7 seine starke Form im Milton-Keynes-Block. Bereits bei Event 6 hatte der 24-Jährige das Viertelfinale erreicht. Einen Tag später legte er direkt nach und spielte sich sogar bis ins Finale. Im Achtelfinale besiegte Grüllich James Beeton mit 4:2. Dabei kam er auf einen Average von 87,04, startete mit einem First-9-Average von 97,30 stark in die Legs und checkte 41,66 Prozent seiner Möglichkeiten. Anschließend gewann er das deutsche Viertelfinale gegen Lenny Schlüter klar mit 5:1.

Besonders bemerkenswert war sein Halbfinale gegen Tyler Thorpe. Grüllich setzte sich mit 5:2 durch, obwohl Thorpe mit 92,80 Punkten den höheren Average und mit 106,35 auch den stärkeren First-9-Wert spielte. Der Deutsche gewann dieses Match trotzdem deutlich – ein Hinweis darauf, wie effizient er in den entscheidenden Momenten agierte.

Schlüter komplettiert starken deutschen Auftritt

Der deutsche Abend bestand nicht nur aus Weber und Grüllich. Auch Lenny Schlüter erreichte bei Event 7 das Viertelfinale und sorgte damit für zusätzliche deutsche Präsenz in der entscheidenden Turnierphase. Im Achtelfinale hatte Schlüter Kyle Gilding klar mit 4:1 besiegt. Dabei spielte Schlüter einen Average von 81,69 und kam auf einen First-9-Average von 94,33. Das Viertelfinale gegen Grüllich ging anschließend mit 1:5 verloren, änderte aber nichts daran, dass Schlüter einen starken Lauf in Milton Keynes zeigte.

Damit standen bei Event 7 drei deutsche Spieler unter den letzten Acht. Dass daraus am Ende sogar ein deutsch-deutsches Finale wurde, machte den Abend aus deutscher Sicht außergewöhnlich.

Greaves scheitert trotz besserer Werte knapp

Auch abseits der deutschen Spieler bot Event 7 interessante Geschichten. Beau Greaves erreichte ebenfalls das Viertelfinale, schied dort aber knapp gegen Angelo Balsamo aus. Bemerkenswert: Greaves hatte mit 87,95 Punkten den höheren Average und mit 50 Prozent auch die bessere Checkoutquote, verlor das Match aber dennoch mit 4:5. Das zeigte noch einmal, wie eng die Schlussphase dieses Turniers war. Kleine Unterschiede in einzelnen Legs reichten, um über Halbfinale oder Aus zu entscheiden. Balsamo nutzte seine Chance, scheiterte später aber deutlich an Weber.

Warum dieser Abend mehr als ein Randturnier war

Gerade solche Abende zeigen, warum sich der Blick auf die Development Tour lohnt. Es gibt keine große TV-Show, keine Premier-League-Bühne und kein Major-Drama – aber sportlich passiert enorm viel. Deutsche Spieler laufen tief ins Turnier, starke Averages werden abseits der großen Aufmerksamkeit gespielt, Weber checkt ein 170er-Finish und am Ende steht ein deutsch-deutsches Finale. Das sind Geschichten, die oft erst später richtig auffallen, wenn die Spieler längst auf größeren Bühnen stehen.

Für Weber und Grüllich ging es im deutsch-deutschen Finale nicht nur um den Turniersieg, sondern auch um einen wichtigen Sprung in der Development Tour Order of Merit. Der Gewinner von Event 7 erhält £2.500 Preisgeld, der Finalist nimmt £1.000 mit. Dieses Preisgeld zählt für die Development Tour Order of Merit – nicht für die reguläre PDC Order of Merit, in der beide als Tour-Card-Inhaber bereits geführt werden. Gerade deshalb ist der Erfolg trotzdem wertvoll: Grüllich und Weber sammeln auf der Development Tour nicht nur Nachwuchs-Preisgeld, sondern auch Spielpraxis, Selbstvertrauen und sichtbare Ergebnisse für die kommenden ProTour-Aufgaben.

Weber hat diesen Abend mit dem Titel gekrönt. Grüllich bestätigte seine starke Form mit dem zweiten tiefen Lauf innerhalb eines Tages. Schlüter rundete den deutschen Auftritt mit seinem Viertelfinale ab. Event 7 wurde damit zu einem der bislang stärksten deutschen Momente dieser Development-Tour-Saison.

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