Dominik Grüllich hat den deutschen Auftakt in den Milton-Keynes-Block der PDC Development Tour geprägt. Beim sechsten Event der Saison erreichte er das Viertelfinale und setzte damit den ersten deutschen Akzent eines Wochenendes, das die Nachwuchs-Rangliste spürbar verändern kann. Das Turnier wurde am Freitag über DartConnect ausgespielt, während am Abend bereits Event 7 lief.
Für Grüllich war der Lauf in Milton Keynes mehr als nur ein gutes Tagesergebnis. Die Development Tour besteht aus mehreren kompakten Turnierblöcken, bei denen jeder tiefe Run direkten Einfluss auf das Ranking haben kann. Gerade deshalb ist ein Viertelfinale bei Event 6 wertvoll: Es bringt nicht nur Preisgeld, sondern auch eine bessere Ausgangslage für die kommenden Turniere des Wochenendes.
Grüllich rückt in den Fokus
Durch das Viertelfinale rückte Grüllich in der Development Tour Order of Merit in den Bereich der Top 10 vor. Angeführt wird das Ranking weiter von Jurjen van der Velde und Jack Drayton, die sich nach dem Auftaktblock in Leicester bereits deutlich abgesetzt haben. Dahinter bleibt das Feld aber eng genug, damit ein starkes Wochenende spürbare Folgen haben kann.
Für Grüllich ist genau dieser Bereich entscheidend. Die Spitze ist bereits teuer geworden, aber dahinter kann sich an einem Wochenende viel verschieben. Ein Viertelfinale reicht nicht, um sofort ganz nach vorne zu springen. Es sorgt aber dafür, dass der Anschluss an die erweiterten Spitzenplätze bestehen bleibt.
Auf der Development Tour sind Viertelfinals keine Randnotiz. Sie zeigen, wer nicht nur ein einzelnes Match gewinnt, sondern einen ganzen Turniertag übersteht. Genau diese Konstanz entscheidet im Nachwuchs-Ranking – besonders an einem Wochenende mit fünf Events innerhalb von drei Tagen.
Behrens und Preis bleiben im Verfolgerfeld
Auch Finn Behrens und Florian Preis bleiben aus deutscher Sicht im Blick. Beide bewegen sich weiter im erweiterten Verfolgerfeld der Development Tour Order of Merit. Für sie gilt dasselbe wie für Grüllich: Die kommenden Events können viel verändern.
Behrens und Preis bleiben damit wichtige deutsche Namen für den weiteren Verlauf des Wochenendes. Beide brauchen in den Events 7 bis 10 nicht zwingend den Turniersieg, aber sie müssen regelmäßig Preisgeldrunden erreichen, um den Anschluss nach vorne nicht zu verlieren.
In Milton Keynes stehen von Freitag bis Sonntag die Events 6 bis 10 an. Nach dem abgeschlossenen sechsten Turnier läuft Event 7 bereits, am Samstag folgen die Events 8 und 9, am Sonntag Event 10. Genau diese Dichte macht das Wochenende so wichtig. Wer in einem Event früh verliert, bekommt schnell die nächste Chance. Wer mehrfach tief läuft, kann im Ranking einen großen Sprung machen.
Warum jedes Preisgeld zählt
Die Development Tour ist keine reine Nachwuchs-Nebenschiene. Sie ist ein direkter Karriereweg innerhalb des PDC-Systems. Über die Rangliste geht es um deutlich mehr als Tageserfolge: Die besten Spieler der Order of Merit spielen sich in Richtung Tour Card, WM-Qualifikation und weitere große Bühnen.
Deshalb zählt bei einem Event wie dem sechsten Turnier nicht nur der Sieger. Auch Viertelfinals, Achtelfinals und konstante Preisgeldrunden sind wichtig. Gerade für Spieler wie Grüllich, Behrens und Preis geht es darum, über mehrere Events hinweg sichtbar zu bleiben. Ein einzelner starker Tag hilft. Entscheidend wird aber, ob daraus ein stabiles Wochenende wird.
Event 6 war aus deutscher Sicht der erste Schritt. Entscheidend wird nun, ob Grüllich, Behrens und Preis in den kommenden Turnieren nachlegen. Denn auf der Development Tour zählt nicht der eine starke Lauf allein – sondern die Fähigkeit, ein ganzes Wochenende in Ranking-Punkte zu verwandeln.







