Phil Taylor: Oche gegen Baustelle – „The Power“ werkelt am eigenen Pub

Phil Taylor hat nach seiner aktiven Darts-Karriere ein neues Projekt gefunden – und diesmal geht es nicht ums Oche, sondern um Werkzeug, Baustelle und Pub-Atmosphäre. Der 16-malige Weltmeister hilft in Stoke-on-Trent beim Bau eines Pubs mit, der seinen Namen tragen soll: Taylor’s Bar.

Aus „The Power“ wird dabei mit einem Augenzwinkern „The Power Drill“. Taylor packt auf der Baustelle selbst mit an, arbeitet draußen, fährt auch mal Maschinen und hilft beim Aufbau des neuen Projekts. Statt Turnierhalle, Druck und Trainingsboard gibt es für die Darts-Legende nun offenbar frische Luft, Handwerk und ein Pub-Projekt in der Heimat.

Taylor findet Freude an körperlicher Arbeit

Taylor hatte sich nach gesundheitlichen Problemen endgültig aus dem aktiven Darts zurückgezogen. Nun scheint er genau das Gegenteil vom früheren Turnieralltag zu suchen. Nicht Hotels, Reisen und Bühnenlicht bestimmen seinen Tag, sondern praktische Arbeit vor Ort.

Gegenüber GiveMeSport sprach Taylor offen über sein neues Baustellenprojekt. „Ein Bagger ist einfach zu fahren, einfacher als ein Auto – und ich liebe es“, sagte der 65-Jährige. Außerdem helfe er unter anderem beim Einschalen und beim Bau von Zäunen, weil rund um Taylor’s Bar auch familienfreundliche Bereiche entstehen sollen.

Für jemanden, der über Jahrzehnte an den größten Bühnen des Sports stand, ist das ein bemerkenswerter Rollenwechsel. Taylor wirkt dabei nicht wie jemand, der dem Darts hinterhertrauert, sondern wie einer, der nach dem Rampenlicht bewusst etwas Handfestes gefunden hat.

Taylor’s Bar soll mehr als nur ein Pub werden

Taylor’s Bar soll offenbar mehr werden als nur eine klassische Kneipe mit Darts-Bezug. Rund um das Projekt in Stoke-on-Trent sind auch Außenbereiche und familienfreundliche Angebote im Gespräch. Damit bleibt Taylors Name eng mit dem Darts verbunden, zugleich wirkt das neue Kapitel deutlich bodenständiger als der frühere Turnieralltag.

Taylor muss niemandem mehr etwas beweisen. Seine 16 WM-Titel, seine Matchplay-Dominanz und sein Einfluss auf die PDC-Ära stehen längst für sich. Gerade deshalb wirkt das Pub-Projekt nicht wie ein Ersatz für den Dartsport, sondern wie ein neues Kapitel nach einer Karriere, die kaum größer hätte sein können.

Vom Power-Scoring zum Power-Drill

Gerade deshalb passt die Geschichte so gut. Taylor ist nicht als Comeback-Gerücht unterwegs, sondern als einer, der nach dem Darts eine neue Aufgabe gefunden hat. Aus dem Mann, der jahrzehntelang Gegner am Board zermürbte, wird nun der Darts-Rentner mit Bauhelm und Pub-Projekt.

Für Fans bleibt das Bild trotzdem stark: Phil Taylor, der größte Darts-Spieler seiner Generation, tauscht das Oche gegen die Baustelle. Und wenn am Ende in Stoke-on-Trent tatsächlich Taylor’s Bar steht, hätte „The Power“ seinem Namen noch einmal auf ganz andere Weise ein Denkmal gesetzt.

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