Die PDC Challenge Tour macht am Wochenende Station in Hildesheim. Vom 1. bis 3. Mai werden in der Halle 39 die Events 11 bis 15 ausgetragen – und damit fünf Turniere, die für viele Spieler mehr sind als nur ein weiterer Block im Kalender. Es geht um Preisgeld, Ranglistenplätze, mögliche Nachrücker-Einsätze auf der Pro Tour – und langfristig um Tour Cards sowie WM-Tickets.
Aus deutscher Sicht lohnt sich der Blick nach Hildesheim besonders. Nach zehn Events liegen mit Daniel Klose und Florian Preis bereits zwei deutsche Spieler in den Top zehn der Challenge Tour Order of Merit. Beide haben in Leicester jeweils ein Event gewonnen und damit eine starke Ausgangslage für den nächsten Block geschaffen.
Warum Hildesheim so wichtig ist
Die Challenge Tour ist die zweite Ebene unterhalb der PDC Pro Tour. Sie richtet sich vor allem an Spieler, die bei der Q-School angetreten sind, aber keine Tour Card gewonnen haben. Für sie ist die Serie eine der wichtigsten Möglichkeiten, sich im PDC-System nach vorne zu arbeiten. Die Rangliste dient zudem als Nachrücker-Liste für Players-Championship-Turniere, wenn Tour-Card-Inhaber fehlen.
Genau deshalb hat der Block in Hildesheim so viel Gewicht. Fünf Events an drei Tagen können eine Rangliste massiv verschieben. Wer ein Turnier gewinnt, sammelt nicht nur Preisgeld, sondern rückt sofort in den Bereich vor, in dem Tour-Card-Träume realistischer werden. Jedes Challenge-Tour-Event hat einen Preispool von 20.000 Pfund; der Sieger erhält 3.000 Pfund, der Finalist 2.000 Pfund.
Die Ausgangslage zeigt, wie eng das Rennen ist. Joe Hunt führt nach zehn Events mit 8.150 Pfund, dahinter folgt Derek Coulson. Daniel Klose steht mit 3.800 Pfund auf Rang neun, Florian Preis mit 3.750 Pfund direkt dahinter auf Rang zehn. Der Abstand nach vorne ist vorhanden, aber bei fünf Turnieren an einem Wochenende nicht unüberwindbar.
Klose und Preis haben sich in Position gebracht
Daniel Klose hat sich mit seinem Turniersieg in Leicester bereits in eine gute Lage gespielt. Der Deutsche gewann Event 7 und sammelte damit wichtiges Preisgeld für die Order of Merit. Für ihn geht es in Hildesheim darum, diese Position zu bestätigen und möglichst näher an die absolute Spitze heranzurücken.
Ähnlich gilt das für Florian Preis. Auch er holte in Leicester einen Titel und steht damit vor dem Heimblock in einer interessanten Ausgangslage. Gerade für deutsche Spieler ist Hildesheim ein besonderer Ort: keine TV-Bühne, kein großes Publikum, aber ein PDC-Wochenende in Deutschland, bei dem jeder tiefe Lauf unmittelbare Folgen für die Rangliste haben kann.
Dabei geht es nicht nur um einzelne Erfolgserlebnisse. Die besten zwei Spieler der Challenge Tour Order of Merit erhalten am Ende eine Tour Card, die Top drei qualifizieren sich für die Weltmeisterschaft. Zusätzlich bringt die Rangliste weitere Vorteile, unter anderem Chancen als Nachrücker bei Players Championships.
Fünf Turniere, viele Chancen
Der Hildesheim-Block ist auch deshalb spannend, weil die Challenge Tour kaum Raum zum Durchatmen lässt. Am 1. Mai stehen die Events 11 und 12 an, am 2. Mai folgen die Events 13 und 14, am 3. Mai wird Event 15 gespielt. Wer in einem Turnier früh ausscheidet, bekommt zwar schnell die nächste Chance – wer aber zwei oder drei gute Läufe kombiniert, kann sich innerhalb eines Wochenendes komplett neu positionieren.
Für Klose, Preis und weitere deutsche Starter ist das die Gelegenheit, aus einzelnen guten Ergebnissen eine echte Ranglistenbewegung zu machen. Gerade weil die Challenge Tour nicht im großen Rampenlicht steht, werden solche Wochenenden schnell unterschätzt. Dabei entscheidet sich hier, wer im kommenden Jahr eine Tour Card angreifen kann, wer als Nachrücker auf der Pro Tour auftaucht und wer sich in Richtung WM-Rennen bringt.
Hildesheim ist damit kein Nebenschauplatz. Es ist ein wichtiger Prüfstein für alle Spieler, die den Weg in Richtung PDC-Profi-Alltag suchen. Für die deutschen Teilnehmer bietet der Block vor der eigenen Haustür die Chance, die gute Ausgangslage nach Leicester weiter auszubauen.







