Niko Springer geht gesundheitlich angeschlagen in die European Championship 2026. Vor dem Auftakt in Dortmund hat der 26-Jährige öffentlich gemacht, dass er sich bereits vor dem letzten European-Tour-Turnier der Saison in Maastricht angesteckt hatte. Seine Erstrundenpartie gegen Jonny Clayton ist für Freitag, den 23. Oktober, angesetzt. Ob seine Verfassung ihn beim Heimauftritt tatsächlich einschränkt, ist bislang offen.
„Ich bin aktuell ein bisschen angeschlagen, habe mich im Vorfeld von Maastricht bei meinem Bruder angesteckt.“ Das erklärte der „Meenzer Bub“ in einer von PDC Europe organisierten Medienrunde vor dem Turnier. Er sei noch nicht vollständig fit, blicke aber zuversichtlich auf die Zeit bis zu seinem ersten Match. Eine konkrete Aussage dazu, welche Auswirkungen die Erkrankung auf seine Leistung haben könnte, liegt nicht vor.
Sportlich verlief der letzte Auftritt vor der Europameisterschaft enttäuschend. Bei der Dutch Darts Championship in Maastricht unterlag Springer am 16. Oktober Scott Williams mit 5:6. Der Deutsche hatte zwischenzeitlich geführt, musste sich aber im Entscheidungsleg geschlagen geben. Sein Average lag bei 94,04 Punkten. Die Niederlage allein lässt keine Rückschlüsse darauf zu, welchen Einfluss sein Gesundheitszustand auf die Partie hatte.
Die Darts-EM beginnt am Donnerstag (22.10.) mit acht Erstrundenbegegnungen. Das Duell gegen Clayton gehört zur Freitagabendsession ab 19 Uhr. Springer steht als Nummer 26 der European Tour Order of Merit im 32-köpfigen Teilnehmerfeld; der Waliser ist an Position sieben gesetzt. Der Gewinner zieht ins Achtelfinale am Samstag ein. Bei seinem EM-Debüt 2025 war bereits nach der ersten Runde Schluss: Gegen Jermaine Wattimena verlor er mit 3:6. Nun bietet sich dem Mainzer erneut vor heimischem Publikum die Gelegenheit, erstmals das Achtelfinale zu erreichen.
„The Ferret“ mit Turniersieg und gemeinsamer Finalgeschichte
Bereits am 25. Mai 2025 trafen beide im Finale der Dutch Darts Championship in Rosmalen aufeinander. Das Turnier gehörte zur PDC European Tour und war nicht Teil der Darts-Europameisterschaft. Springer führte zwischenzeitlich mit 4:1, unterlag Clayton jedoch noch mit 6:8. Für den Deutschen war es sein erstes Finale auf der European Tour.
Auch in diesem Oktober konnte Clayton einen Erfolg feiern. Am 11. Oktober gewann der Waliser die Swiss Darts Trophy in Basel mit 8:4 gegen Luke Humphries und holte seinen vierten European-Tour-Titel. Über den Finalgegner sagte er laut PDC: „Wenn du diese Trophäen gewinnen willst, musst du Spieler wie Luke schlagen. Er ist absolut fantastisch, ein guter Freund und was für ein Spieler!“
Dennoch lief nicht jedes jüngste Match nach Wunsch: Beim Saisonfinale in Maastricht verlor Clayton seine Auftaktpartie mit 1:6 gegen Damon Heta. Der Erfolg in Basel bleibt damit ein wichtiger Formhinweis, ist aber keine Garantie für das Ergebnis in Dortmund.
Springer weiß, wie schwierig die Aufgabe wird. „Jonny Clayton ist ein sehr unangenehmer Gegner.“ So beschrieb er den Waliser in der PDC-Europe-Medienrunde. Beide haben nach seinen Angaben bereits bei Exhibitions gegeneinander gespielt. Vor heimischem Publikum erhält der Deutsche nun die Gelegenheit, sich für die Niederlage im European-Tour-Finale von Rosmalen zu revanchieren. Entscheidend ist zunächst, in welcher Verfassung Springer am Freitag voraussichtlich gegen 20:30 Uhr tatsächlich an die Oche tritt.










