Martin Schindler kontert Kritiker: „Ich weiß, was ich kann“

Martin Schindler hat nach dem World Cup of Darts klare Worte für seine Kritiker gefunden. Der 29-Jährige aus Strausberg erreichte mit Ricardo Pietreczko in Frankfurt das Viertelfinale und zeigte sich danach zufrieden, einigen Stimmen im Netz eine Antwort gegeben zu haben.

Das deutsche Duo war vor dem Turnier nicht überall als Kandidat für einen längeren Lauf gesehen worden. Beide hatten schwierige Monate hinter sich, dazu kam der Druck eines Heimturniers. Am Ende spielte sich Deutschland durch die Gruppenphase, bezwang Tschechien im Achtelfinale und scheiterte erst im Viertelfinale mit 4:8 an den Niederlanden.

Für „The Wall“ hatte dieser Lauf deshalb eine besondere Bedeutung. Laut Oche180 verwies er zunächst auf das Doppel-Format: „Im Doppel wirfst du nur die Hälfte der Darts, vielleicht sieht man deshalb nicht alles in den Statistiken. Aber ich weiß, was ich kann.“

„Allen Idioten im Internet“ eine Antwort gegeben

Besonders deutlich wurde der Deutsche, als es um Reaktionen aus dem Netz ging. Martin Schindler  sei vor allem froh, „allen Idioten im Internet“ gezeigt zu haben, dass man auch in einer vermeintlich schwächeren Phase ein Viertelfinale beim World Cup erreichen könne.

Die Aussage war scharf, passte aber zu einem Spieler, der in den vergangenen Monaten viel Kritik aushalten musste. Gleichzeitig machte Schindler klar, dass hinter diesem Auftritt mehr steckt als Trotz. „Ich habe meinen Mentalcoach oft erwähnt, und nicht ohne Grund“, sagte er. „Ohne ihn wäre es wahrscheinlich viel schwerer gewesen, hier zu stehen und meine Darts zu spielen.“

Der wichtigste Satz war vielleicht der persönlichste. „Ich habe einfach einen enormen Kampfgeist. Ich will nicht aufgeben. Das steckt in mir. Darts ist mein Leben. Ohne Darts wüsste ich nicht, was ich tun würde.“

Damit war der World Cup of Darts für „The Wall“ mehr als nur ein weiteres Turnier. Deutschland holte nicht den Titel, erreichte aber ein respektables Viertelfinale und widerlegte zumindest die Befürchtung, früh aus dem Wettbewerb zu fliegen. Für Martin Schindler war das auch ein persönliches Signal: Die Form mag schwanken, der Glaube an die eigene Klasse ist geblieben.

Ganz abgeschlossen ist die Woche für  Martin Schindler damit aber nicht. Nach dem World Cup geht es direkt zurück in den PDC-Alltag. Bei Players Championship 21 in Wigan steht der nächste Einsatz an – und damit die nächste Gelegenheit, die Antwort auf der Bühne statt im Netz zu geben.

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