Aus einem kuriosen Social-Media-Gedanken wird langsam mehr als nur ein Scherz. Luke Littler hat sich offen für ein mögliches Rennen gegen Mo Farah gezeigt – allerdings mit einem entscheidenden Zusatz: Wenn es stattfindet, dann für einen guten Zweck.
Die Idee bleibt ungewöhnlich genug. Der Darts-Star und die britische Lauflegende würden einen Halbmarathon gegeneinander bestreiten, nach jeder Meile aber an die Dartscheibe gehen und ein Leg von 501 Punkten beenden. Erst danach dürfte weitergelaufen werden. Für Farah wäre die Strecke der klare Vorteil, für Littler das Board. Genau dieser Gegensatz hat das Gedankenspiel zuletzt so groß gemacht.
Nach seinem Premier-League-Sieg in Aberdeen wurde der Engländer im Interview bei Sky Sports auf die mögliche Challenge angesprochen. Littler nahm das Thema mit Humor auf, stellte aber zugleich den Charity-Gedanken in den Vordergrund. „Ich denke, wir sollten es für Charity machen“, sagte er. Mit Blick auf die Laufstrecke ergänzte er selbstironisch, er müsse erst noch „ein bisschen Gewicht verlieren“, dann sei er bereit.
Charity-Idee bekommt neuen Schwung
Der Reiz des möglichen Duells liegt gerade darin, dass beide Sportler aus völlig unterschiedlichen Welten kommen. Mo Farah zählt zu den bekanntesten Langstreckenläufern Großbritanniens, Littler ist eines der größten Gesichter im Dartsport. In einem normalen Rennen wäre die Ausgangslage eindeutig. Mit den Darts-Stopps nach jeder Meile verschiebt sich das Bild zumindest auf dem Papier. Auch sportlich nahm Littler die Idee mit Humor. Im Sky-Sports-Interview zweifelte er daran, dass Farah überhaupt ein 501-Leg auschecken könne. Für ihn wäre genau das der entscheidende Vorteil: Während Farah auf der Strecke kaum zu schlagen wäre, läge seine Stärke klar am Board.
Gerade diese Mischung aus sportlichem Gegensatz und Selbstironie macht die Idee so anschlussfähig. Sie wirkt nicht wie eine ernste Kampfansage, sondern wie ein Format, das von seinem absurden Reiz lebt. Aus einem Internet-Gag ist damit noch kein offizielles Event geworden, aber zumindest ein Thema, über das öffentlich gesprochen wird. Der entscheidende Unterschied zur ersten Welle: Inzwischen steht nicht mehr nur die kuriose Show im Mittelpunkt, sondern auch der mögliche wohltätige Zweck.
Warum der Charity-Gedanke zu Littler passt
Dass Littler den Charity-Aspekt aufgreift, wirkt nicht aufgesetzt. Der Engländer hat seine wachsende Bekanntheit schon früher mit wohltätigen Aktionen verbunden. Bereits 2024 unterstützte Luke Littler die Motor Neurone Disease Association, indem er das Logo der Organisation während der Premier League auf seinem Shirt trug.
Die Organisation erklärte damals, er wolle damit auch an die starke Unterstützung aus dem Rugby-League-Umfeld um Rob Burrow und Kevin Sinfield anknüpfen. Der Hintergrund passt zu Littlers eigener Sportwelt: Er gilt als Fan der Warrington Wolves und hatte seine Unterstützung für die MND Association bereits vor seiner ersten Premier-League-Saison öffentlich gemacht.
Auch später tauchte die Verbindung zum guten Zweck wieder auf. Beim World Grand Prix 2025 kam durch eine Aktion von BoyleSports eine Spende von 10.000 Pfund für die MND Association zusammen. Die PDC berichtete nach dem Turnier über die erhöhte Spendensumme zugunsten der Organisation.
Damit ist die Geschichte mehr als nur ein kurioses Gedankenspiel. Sie zeigt, wie weit Littlers Bekanntheit inzwischen über klassische Darts-Abende hinausreicht. Sollte daraus tatsächlich ein Charity-Event werden, wäre das kein völlig überraschender Schritt mehr — sondern ein weiterer Beleg dafür, welche Strahlkraft Littler mittlerweile auch außerhalb des Dartsports besitzt.
Mehr als nur ein Social-Media-Gag?
Sportlich bleibt das mögliche Rennen natürlich ein absurdes Szenario. Mo Farah hätte auf der Strecke einen riesigen Vorteil, Littler am Board. Aber gerade diese Mischung macht die Idee stark. Sie wäre einfach zu verstehen, unterhaltsam zu verfolgen und auch für Menschen interessant, die normalerweise nicht jedes Darts-Turnier verfolgen.
Für den Dartsport wäre ein solches Event ebenfalls bemerkenswert. Luke Littler würde wieder einmal zeigen, dass seine Reichweite längst über Matchberichte, Tabellenstände und Turniersiege hinausgeht. Sein Name funktioniert inzwischen auch in Geschichten, die den Dartsport mit anderen Bereichen verbinden.
Noch ist offen, ob das Duell gegen Mo Farah wirklich zustande kommt. Durch den Charity-Gedanken hat die Idee aber mehr Substanz bekommen. Was zunächst wie ein kurzes Netzthema wirkte, könnte zu einem Crossover werden, das Darts, Lauflegende und guten Zweck zusammenbringt.







