Luke Littler hat mit England den World Cup of Darts gewonnen, doch lange aufhalten will sich der 19-Jährige bei diesem Titel offenbar nicht. Nach dem Triumph an der Seite von Luke Humphries richtet „The Nuke“ den Blick bereits auf das nächste große Ziel: den möglichen Major-Clean-Sweep.
England hatte das Finale gegen die Niederlande mit Michael van Gerwen und Gian van Veen mit 10:5 gewonnen. Für Littler war es der erste World-Cup-Titel, für Humphries bereits der zweite nach seinem Erfolg 2024 mit Michael Smith. Gemeinsam lieferten die beiden Engländer im Endspiel ihre stärkste Turnierleistung ab.
Littler glaubt weiter an den großen Lauf
Nach dem Finale wurde Littler bei Sky Sports auf die Diskussion angesprochen, ob er in diesem Jahr tatsächlich alle großen Titel gewinnen könne. Seine Antwort fiel selbstbewusst aus. Wenn er weiter so spiele, habe er eine „brillante Chance“, erklärte Littler.
Der World Cup passt damit in ein Jahr, in dem Littler ohnehin kaum zu bremsen ist. Sky Sports ordnete ein, dass ihm in seiner Sammlung der großen Titel nur noch die European Championship fehlt. Als nächster großer Prüfstein wartet jedoch zunächst der World Matchplay in Blackpool. Genau dort könnte sich zeigen, ob aus dem Gerede über den Clean Sweep tatsächlich ein historischer Lauf wird.
Der Weg zum World-Cup-Titel war für England allerdings nicht durchgehend glatt. Besonders das Viertelfinale gegen Wales wurde zum Härtetest. Littler und Humphries drehten ein 4:0 noch in ein 8:7 und überstanden den Decider. Danach folgte ein klares 8:3 gegen Schottland, ehe im Finale gegen die Niederlande die beste Vorstellung des Wochenendes gelang.
Aus Teamtitel wird Einzelauftrag
Interessant ist der Titel auch deshalb, weil Littler beim World Cup nicht allein unterwegs war. Humphries trug den Erfolg genauso mit, beide sprachen nach dem Finale von einem gemeinsamen Abend. „Wir sind hier, um als Team zu gewinnen. Wir haben als Team gewonnen, und ich bin wirklich stolz“, sagte Humphries bei Sky Sports.
Trotzdem verschiebt sich der Fokus nun wieder schnell auf Littler selbst. Der Engländer ist längst nicht mehr nur der junge Herausforderer, sondern der Spieler, an dem sich die große Darts-Bühne orientiert. Jeder weitere Major-Start wird zur nächsten Etappe auf dem Weg zu einer Frage, die nach dem World Cup noch lauter wird: Kann Littler dieses Jahr wirklich alles abräumen?
Für Humphries war der World Cup zugleich ein weiterer Beleg dafür, dass das englische Duo auf dieser Bühne funktioniert. Für Littler war er dagegen mehr als nur ein Teamtitel. Er war der nächste Baustein in einem Jahr, das immer stärker nach historischer Dimension aussieht.










