Keane Barry hat eine dieser kleinen Geschichten erzählt, die im Darts-Alltag sofort hängen bleiben. Der irische PDC-Profi ist großer Fan des FC Liverpool, trägt seinen Vornamen aber wegen einer Figur, die sportlich eigentlich zur anderen Seite der großen englischen Rivalität gehört.
In einem Quick-Fire-Q&A mit SportsJOE sprach Barry über Fußball, irische Darts-Weggefährten und persönliche Vorbilder. Dabei wurde aus einer lockeren Fragerunde eine charmante Randnotiz: Hinter seinem Namen steckt eine Familiengeschichte mit deutlichem Manchester-United-Bezug. Oche180 berichtet, dass Keane Barry ein großer Liverpool-Fan ist, zugleich aber nach einer United-Legende benannt wurde.
Liverpool-Fan mit United-Verbindung
Die Auflösung lieferte Barry selbst. Auf die Frage nach einer bekannten Persönlichkeit, mit der er gern ein Bier trinken würde, nannte er Roy Keane. Dann erklärte er den Hintergrund seines Vornamens: „Roy Keane. Ich bin nach ihm benannt. Meine Mutter mochte Roy nicht, also wurde es Keane“, sagte Barry.
Genau darin liegt der kuriose Kern der Geschichte. Barry ist Anhänger der Reds, sein Vorname geht aber auf einen der prägendsten Spieler von Manchester United zurück. Roy Keane war Kapitän der Red Devils, gewann mit dem Klub zahlreiche Titel und gilt bis heute als eine der markantesten irischen Fußballfiguren.
Auch der aktuelle Liverpool-Bezug kam im Q&A zur Sprache. Barry wurde gefragt, ob er Arne Slot entlassen würde. Seine Antwort fiel zurückhaltend aus: Liverpool habe schließlich im vergangenen Jahr die Liga gewonnen, auch wenn die aktuelle Saison aus seiner Sicht nicht besonders beeindruckend verlaufen sei.
Irische Kontakte und ein Vorbild aus Duleek
Neben dem Fußball sprach Barry auch über seine Verbindungen im Darts. Zu seinen engsten Freunden auf der PDC-Tour zählt er eine Reihe irischer Spieler, darunter Willie O’Connor, Steve Lennon, Mickey Mansell und Brendan Dolan. O’Connor nannte Barry zudem als besonders unterhaltsamen Spieler.
Persönlicher wurde es bei Mick McGowan. Der frühere irische Profi stammt wie Barry aus Duleek und spielte während Barrys Kindheit bei der Weltmeisterschaft. Für einen jungen Spieler aus derselben Gegend kann so ein Beispiel wichtig sein: Der Weg auf die große Bühne wirkt greifbarer, wenn ihn jemand aus dem eigenen Umfeld bereits gegangen ist.
Barry bleibt ein Spieler mit Potenzial
Sportlich bleibt Barry ein Name, der in der PDC weiter beobachtet wird. Oche180 verweist auf sein Halbfinale bei Players Championship 7 und die sechste Runde der UK Open in dieser Saison. Der Irish Independent schrieb zuletzt zudem, Barry habe nach schwierigeren Phasen seine Freude am Darts wiedergefunden und den Blick wieder stärker auf die Majors gerichtet.
Die Namensgeschichte ist keine große Sportmeldung, aber eine starke Randgeschichte mit Persönlichkeit. Sie zeigt Keane Barry einmal von einer anderen Seite: als irischen PDC-Profi, großen Liverpool-Fan und Spieler mit einem Vornamen, der ausgerechnet auf eine Manchester-United-Legende zurückgeht.







