Luke Humphries hat Players Championship 17 in Leicester gewonnen und dabei ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Der Weltranglistenerste besiegte Jermaine Wattimena im Finale mit 8:4 und spielte dabei einen Average von über 104 Punkten. Für Humphries war es ein weiterer starker Pro-Tour-Auftritt – und ein klares Signal vor den kommenden großen Aufgaben.
Wattimena bestätigte trotz der Finalniederlage einen starken niederländischen Tag. Der Niederländer hatte sich zuvor mit einem klaren 7:2 gegen Kevin Doets ins Finale gespielt und dabei ein 136er-Finish zum Match gesetzt. Schon zuvor hatten die Oranje-Profis die Endphase des Turniers auffällig geprägt.
Humphries setzt sich gegen Oranje-Welle durch
Players Championship 17 wurde in der entscheidenden Phase stark von niederländischen Spielern bestimmt. Mit Danny Noppert, Kevin Doets und Jermaine Wattimena standen gleich drei Niederländer im Halbfinale. Dazu hatten Wessel Nijman, Dirk van Duijvenbode und Maik Kuivenhoven zuvor die Top 16 erreicht.
Luke Humphries war damit der Spieler, der diese Oranje-Welle am Ende stoppte. Im Viertelfinale bezwang er Wessel Nijman mit 6:3, im Halbfinale ließ er Danny Noppert beim 7:3 keine Chance. Im Finale gegen Wattimena blieb der Engländer ebenfalls stabil und holte sich den Titel mit einer weiteren starken Leistung.
Deutsche Spieler früh raus
Aus deutscher Sicht war das Turnier dagegen früh beendet. Trotz eines großen Aufgebots erreichte kein deutscher Spieler die Top 32. Max Hopp, Martin Schindler, Gabriel Clemens, Ricardo Pietreczko, Niko Springer und die weiteren deutschen Starter blieben spätestens in der Runde der letzten 64 hängen.
Hopp verlor 2:6 gegen Gian van Veen, Clemens unterlag Owen Roelofs ebenfalls mit 2:6. Ricardo Pietreczko musste sich Jeffrey de Graaf klar mit 1:6 geschlagen geben. Auch Schindler, Springer, Wenig, Weber und Kraft kamen nicht in die entscheidende Turnierphase.
Das ist kein Drama, aber ein Dämpfer. Gerade mit Blick auf Ranglisten, Major-Qualifikationen und den weiteren Pro-Tour-Verlauf bleiben solche Floor-Turniere wichtig. Jeder Sieg kann in der Players Championship Order of Merit und in der ProTour Order of Merit Gewicht bekommen.
Blick auf PC18
Für lange Analyse bleibt den deutschen Spielern kaum Zeit. Bereits am Dienstag steht mit Players Championship 18 das nächste Pro-Tour-Turnier in Leicester an. Dort bietet sich direkt die Chance zur Reaktion.
Humphries reist dagegen mit weiterem Rückenwind in die kommenden Wochen. Der Titelgewinn bei PC17 bestätigt seine starke Form – und zeigt zugleich, dass der Engländer auch an langen Pro-Tour-Tagen konstant auf Topniveau liefern kann.







