Women’s Series Event 12: Pruim gewinnt, Greaves erneut im Decider raus

Vicky Pruim hat Event 12 der PDC Women’s Series in Leicester gewonnen. Die Schwedin setzte sich im Finale mit 5:2 gegen Gemma Hayter durch und nutzte damit ein Turnier, in dem mehrere große Namen vorzeitig gestoppt wurden.

Im Mittelpunkt stand erneut Beau Greaves. Nach ihrem Viertelfinal-Aus bei Event 11 verlor die Seriensiegerin auch bei Event 12 im Entscheidungsleg. Gegen Hayter unterlag Greaves mit 4:5 – trotz des höheren Averages. Damit endete für sie bereits zum zweiten Mal nacheinander ein Women’s-Series-Turnier im Viertelfinale.

Pruim schlägt Hayter im Finale

Pruim blieb im Endspiel gegen Hayter die stabilere Spielerin. Sie gewann das Finale mit 5:2 und spielte dabei einen Average von 72,48 Punkten. Hayter kam auf 65,35 Punkte, konnte ihren starken Lauf nach dem Sieg über Greaves aber nicht mit dem Titel krönen.

Für Pruim war es ein wichtiger Erfolg an einem Tag, an dem der Turnierbaum nach und nach aufging. Im Viertelfinale schlug sie Karolina Ratajska mit 5:2, im Halbfinale setzte sie sich mit 5:3 gegen Lauryn Salter durch. Im Finale nutzte sie dann ihre Chance und holte den Titel.

Hayter hatte sich zuvor selbst in den Fokus gespielt. Ihr 5:4 gegen Greaves im Viertelfinale war einer der auffälligsten Momente des Turniers. Anschließend gewann sie ihr Halbfinale deutlich mit 5:1 gegen Deta Hedman. Im Endspiel reichte es für Hayter dann aber nicht mehr zum letzten Schritt.

Greaves verliert erneut im Entscheidungsleg

Für Greaves begann Event 12 zunächst wie eine direkte Antwort auf das Aus bei Event 11. In der Runde der letzten 64 gewann sie mit 4:0 gegen Celine McDonald. Anschließend setzte sie sich im Achtelfinale mit 4:1 gegen Lisa Ashton durch und blieb damit zunächst wieder auf Titelkurs.

Im Viertelfinale folgte dann aber der nächste knappe Rückschlag. Gegen Hayter ging das Match über die volle Distanz. Greaves verlor mit 4:5, obwohl sie mit 81,72 Punkten den höheren Average spielte. Hayter lag bei 74,57 Punkten, setzte sich aber im entscheidenden Leg durch.

Damit bekam das Leicester-Wochenende für Greaves eine besondere Wendung. Am Vortag (16. Mai) hatte sie die Events 9 und 10 gewonnen. Danach verlor sie jedoch zweimal nacheinander ein Viertelfinale im Decider: erst bei Event 11 gegen Rhian O’Sullivan, dann bei Event 12 gegen Hayter.

Hedman stoppt Sherrock nach Event-11-Titel

Auch Deta Hedman spielte bei Event 12 wieder eine wichtige Rolle. Nach ihrem Titel bei Event 11 erreichte sie erneut das Viertelfinale und traf dort auf Fallon Sherrock. Hedman gewann das enge Duell mit 5:4 und bestätigte damit zunächst ihre starke Form an diesem Women’s-Series-Tag.

Sherrock spielte mit 79,62 Punkten zwar einen leicht höheren Average als Hedman, die auf 78,86 Punkte kam. Entscheidend war aber auch hier der Moment am Ende: Hedman holte den letzten Leg und zog weiter.

Im Halbfinale endete Hedmans Lauf dann gegen Hayter. Damit ergab sich für den Women’s-Series-Tag in Leicester ein deutlich anderes Bild als nach den ersten beiden Events des Wochenendes. Greaves bleibt die prägende Spielerin der Saison, doch Event 11 und Event 12 zeigten, dass die Konkurrenz die engen Momente nutzen kann. Hedman gewann Event 11, Pruim holte Event 12, und Greaves musste zweimal nacheinander nach einem Decider-Aus zusehen.

Nächste Women’s-Series-Events im Juni

Weiter geht es in der PDC Women’s Series im Juni. Dann stehen in Wigan die Events 13 bis 16 an. Für Greaves wird es dort auch darum gehen, nach zwei knappen Viertelfinal-Niederlagen wieder den nächsten Titelangriff zu starten.

Gleichzeitig haben Spielerinnen wie Pruim, Hedman, Hayter und O’Sullivan in Leicester gezeigt, dass die Serie mehr Geschichten liefert als nur den nächsten Greaves-Durchmarsch. Gerade mit Blick auf die Women’s Series Order of Merit bleibt das Rennen deshalb spannend: Greaves bleibt der zentrale Name, aber die Konkurrenz hat in Leicester wichtige Zeichen gesetzt.

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