Deta Hedman hat Event 11 der PDC Women’s Series in Leicester gewonnen. Die erfahrene Darts-Routinierin setzte sich im Finale mit 5:3 gegen Kirsi Viinikainen durch und nutzte damit ein Turnier, in dem Beau Greaves diesmal vorzeitig gestoppt wurde.
Greaves, die am Vortag (16. Mai) zwei Titel gewonnen hatte, schied im Viertelfinale knapp aus. Gegen Rhian O’Sullivan verlor die dominierende Spielerin der Women’s Series mit 4:5 im Entscheidungsleg. Bemerkenswert: So spielte Greaves mit 88,70 Punkten sogar den höheren Average als O’Sullivan, die bei 83,36 Punkten lag.
O’Sullivan stoppt Greaves trotz höherem Average
Das Viertelfinale zwischen Greaves und O’Sullivan wurde zum entscheidenden Moment des Turniers. Greaves geriet unter Druck, kämpfte sich zurück und erzwang den Decider. Dort behielt O’Sullivan jedoch die Nerven und warf Greaves aus dem Rennen.
Für Greaves war es kein schwacher Auftritt, aber ein seltener Rückschlag in einer Saison, die sie bislang fast nach Belieben dominiert. Nach ihren Erfolgen bei den Events 9 und 10 wurde Event 11 damit nicht zur nächsten Greaves-Fortsetzung, sondern öffnete das Turnier für andere Spielerinnen.
Hedman schlägt Ashton, O’Sullivan und Viinikainen
Hedman nutzte diese Chance konsequent. Im Viertelfinale schlug sie Lisa Ashton mit 5:3 und verhinderte damit auch ein mögliches starkes Finish der ehemaligen Weltmeisterin. Im Halbfinale traf Hedman dann auf O’Sullivan, die zuvor Greaves ausgeschaltet hatte.
Auch dort setzte sich Hedman mit 5:3 durch. Damit zog sie ins Finale ein und stoppte zugleich O’Sullivans Lauf nach deren Überraschungssieg gegen Greaves. Auf der anderen Seite des Turnierbaums spielte sich Kirsi Viinikainen ins Endspiel. Die Finnin gewann ihr Viertelfinale gegen Lauren Bloomfield klar mit 5:0 und setzte sich anschließend im Halbfinale mit 5:3 gegen Joanne Oldershaw durch.
Im Finale blieb Hedman dann die stärkere Spielerin. Mit dem 5:3-Erfolg gegen Viinikainen sicherte sie sich den Titel bei Event 11 und setzte ein Ausrufezeichen an einem Tag, der zunächst vor allem unter der Frage stand, ob Greaves ihre Serie weiter ausbauen würde.
Greaves bleibt trotzdem das große Thema
Trotz des Viertelfinal-Aus bleibt Greaves der zentrale Name der Women’s Series. Ihr Wochenende in Leicester zeigt aber auch, dass die Konkurrenz Chancen bekommt, wenn sie in den entscheidenden Momenten konsequent bleibt. O’Sullivan nutzte genau diesen Moment im Decider, Hedman machte daraus anschließend den Turniersieg.
Damit bekommt das Leicester-Wochenende eine zusätzliche Geschichte: Greaves bleibt die dominierende Figur der Saison, doch Event 11 zeigte, dass ihre Vormachtstellung nicht jeden Turniertag automatisch entscheidet.
Mit Event 12 steht am Sonntag noch ein weiteres Turnier der Women’s Series an. Dort wird sich zeigen, ob Greaves direkt antwortet – oder ob die Konkurrenz den nächsten Angriff auf die Seriensiegerin startet.







