Gerwyn Price knackt die 10er-Marke auf der European Tour

Gerwyn Price hat beim European Darts Grand Prix 2026 in Sindelfingen nicht nur den nächsten Titel seiner Karriere gewonnen, sondern sich auch in einen äußerst kleinen Kreis gespielt. Der Waliser setzte sich im Finale mit 8:6 gegen Ross Smith durch und erreichte damit seinen 10. Titel auf der European Tour. Diese Marke haben bislang überhaupt nur zwei Spieler geknackt: Michael van Gerwen und nun auch Price. Gerade deshalb ist der Sieg in Sindelfingen mehr als ein weiterer Turniererfolg – er hebt Price auf dieser Bühne noch einmal in eine deutlich exklusivere Kategorie.

Aus den aktuellen Statistiken nach dem Wochenende geht hervor, dass der „Iceman“ nun bei zehn European-Tour-Titeln steht. Gerade auf dieser Tour hat Price über Jahre bemerkenswert konstant geliefert. Dass er diese runde Marke jetzt erreicht, unterstreicht seine Rolle in einem Format, das langfristig nur von sehr wenigen Spielern wirklich geprägt wurde.

Der Titel kommt für Price auch mental zur richtigen Zeit

Der Sieg in Sindelfingen ist für Gerwyn Price aber nicht nur wegen der runden Zahl wichtig. Im Interview mit der PDC machte er nach dem Titel deutlich, dass ihm dieser Erfolg auch mental viel gibt. Er sagte: „In letzter Zeit ist es mir schwergefallen, Spiele über die Ziellinie zu bringen. Deshalb fühlt sich dieser Sieg besonders gut an. Hoffentlich gibt mir das für die nächsten Wochen wieder etwas Selbstvertrauen.“

Genau dieses Zitat macht den Erfolg zusätzlich interessant. Der Titel wirkt dadurch nicht nur wie ein historischer Meilenstein, sondern auch wie ein möglicher Wendepunkt für die nächste Saisonphase. Wenn ein Spieler wie Price selbst offen anspricht, dass enge Matches zuletzt nicht immer in seine Richtung kippten, bekommt ein solcher Turniersieg automatisch mehr Bedeutung als bloß einen weiteren Eintrag in der Statistik.

Auch in der Order of Merit geht es wieder nach oben

Der Turniersieg hat sich für Price auch direkt in der Order of Merit ausgewirkt. Nach dem Erfolg in Sindelfingen verbessert sich der Waliser wieder auf Platz sieben. Damit wirkt der Titel sofort auf mehreren Ebenen zugleich: in der Statistik, im eigenen Selbstvertrauen und in der Weltrangliste. Genau diese Kombination macht den Erfolg so wertvoll.

Für Price ist das wichtig, weil der Sieg damit nicht isoliert stehen bleibt. Er bringt Preisgeld, stärkt das Gefühl für enge Matches und schiebt ihn zugleich im Ranking wieder nach vorne. Der 10. European-Tour-Titel ist deshalb nicht nur ein Meilenstein für die Statistik, sondern ein Erfolg, der sportlich und mental unmittelbar Wirkung entfaltet.

Mit Rückenwind in die Premier League nach Liverpool

Zusätzliche Bedeutung bekommt der Titel auch mit Blick auf den nächsten Premier-League-Abend. Gerwyn Price trifft am Donnerstag (23.04.) bei Night 12 in Liverpool im Viertelfinale auf Gian van Veen. Der Abend in der M&S Bank Arena ist für mehrere Spieler im Playoff-Rennen wichtig, und Price reist nun mit frischem Titelgewinn und sichtbar verbessertem Gefühl in dieses Duell.

Genau deshalb ist der Erfolg in Sindelfingen für Gerwyn Price mehr als nur eine runde Zahl. Er markiert einen Meilenstein, bringt ihn in der Order of Merit wieder nach vorne und könnte gleichzeitig ein Signal für die kommenden Wochen setzen. Wenn Price den Schwung aus Sindelfingen direkt in die Premier League mitnimmt, bekommt dieser 10. European-Tour-Titel sehr schnell noch mehr Gewicht als nur einen historischen Zahlenwert.

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