World Matchplay 2026: Van Duijvenbode übersteht Andersons Comeback und steht im Halbfinale

Dirk van Duijvenbode steht nach einem dramatischen 16:13-Erfolg gegen Gary Anderson im Halbfinale des World Matchplay 2026. Der Niederländer dominierte das Viertelfinale über weite Strecken, führte bereits mit 15:8 und musste im Empress Ballroom dennoch bis zum letzten Leg um den Sieg kämpfen.

Der „Aubergenius“ erwischte den besseren Start. Nach einer schnellen 2:0-Führung baute er seinen Vorsprung auf 4:1 und wenig später sogar auf 7:2 aus. Anderson fand zunächst kaum Zugriff auf die Partie und lief dem Tempo seines Gegners hinterher. Dann meldete sich der Schotte zurück. Aus einem 3:8 machte er ein 6:8 und brachte wieder Spannung in das Viertelfinale. Van Duijvenbode reagierte darauf jedoch mit seiner stärksten Phase des Abends.

Sechs Legs in Folge gingen an den Niederländer, der von 8:6 auf 14:6 davonzog. Mit hohem Scoring, immer neuen Maxima und enormer Energie auf der Bühne schien er den zweimaligen Weltmeister endgültig abgeschüttelt zu haben. Doch Anderson gab sich noch nicht geschlagen.

Beim Stand von 15:8 fehlte Van Duijvenbode nur noch ein Leg zum Einzug in die Vorschlussrunde. Sein Gegner weigerte sich jedoch, die Partie aufzugeben, und startete eine furiose Aufholjagd.

Fünf Legs nacheinander gingen an den Schotten. Unter anderem checkte er 154 Punkte und verwandelte eine beinahe entschiedene Begegnung noch einmal in einen echten Thriller. Mit jedem gewonnenen Leg wurde es im Empress Ballroom lauter, während der Druck auf den Führenden spürbar anwuchs.

Beim Stand von 15:13 stoppte der Niederländer den Lauf gerade noch rechtzeitig. Im 29. Leg verwandelte er seine nächste Gelegenheit und machte den 16:13-Erfolg perfekt. Nach einem zwischenzeitlich gewaltigen Vorsprung musste er bis zum Schluss um den erstmaligen Einzug ins Halbfinale von Blackpool kämpfen.

Auch die Zahlen unterstrichen das hohe Niveau. Van Duijvenbode beendete die Partie mit einem Average von 101,49 Punkten, Anderson kam auf 101,32. Das Duell der 180er ging mit 13:10 an den Sieger. Auf den Doppeln war der Schotte mit 13 Treffern aus 28 Versuchen effizienter, doch der Rückstand aus der Mitte des Matches erwies sich als zu groß.

Damit steht Van Duijvenbode im Halbfinale des World Matchplay. Dort wartet die nächste große Prüfung. Zuvor hatte der Niederländer aber vor allem eines bewiesen: Selbst als ein fast sicherer Sieg noch einmal ins Wanken geriet, behielt er im entscheidenden Moment die Nerven.

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