Czech Darts Open 2026: Keane Barry trotzt der Hitze und bezwingt Rob Cross

Keane Barry hat bei den Czech Darts Open 2026 einen wichtigen Auftaktsieg gefeiert. Der 24-jährige Ire setzte sich in Prag mit 6:4 gegen den ehemaligen Weltmeister Rob Cross durch und erreichte damit die zweite Runde. Neben seinem Gegner musste „Dynamite“ allerdings auch mit ungewöhnlich hohen Temperaturen auf der Bühne kämpfen.

Dabei war die Begegnung spielerisch kein hochklassiges Duell. Keane Barry kam auf einen Average von 89,73 Punkten, während Cross die Partie mit 86,12 Punkten im Schnitt beendete. Beide Spieler blieben damit unter der Marke von 90 Punkten. In den entscheidenden Momenten überzeugte der Ire jedoch auf den Doppelfeldern und verwandelte insgesamt sechs seiner 15 Versuche.

Die ersten sechs Legs gingen jeweils an den anwerfenden Spieler. Erst im siebten Durchgang gelang Barry das erste Break der Partie. Mit einem starken 114-Punkte-Finish nahm er Cross den Anwurf ab und stellte auf 4:3. Anschließend bestätigte er das Break und rückte beim Stand von 5:3 bis auf ein Leg an den Sieg heran.

Im Gespräch unmittelbar nach der Begegnung erklärte Keane Barry, dass ihm vor allem das gestiegene Selbstvertrauen geholfen habe: „Es geht eigentlich nur um Selbstvertrauen. Ich hatte in der vergangenen Woche ein gutes Turnier und konnte dieses Gefühl mit nach Prag nehmen. Trotzdem war es sehr schwierig, auf dieser Bühne zu spielen. Es war wahrscheinlich die heißeste Bühne, auf der ich jemals gespielt habe. Trotz der Hitze fand ich einen guten Rhythmus und hatte das Gefühl, die Partie kontrollieren zu können.“

Cross erhielt noch einmal die Gelegenheit, in das Match zurückzukehren. Barry verpasste zunächst Matchdarts auf der Doppel-20 und der Doppel-10, sodass der Engländer auf 4:5 verkürzen konnte. Der frühere Weltmeister schaffte das Comeback jedoch nicht mehr. Keane Barry behielt im zehnten Leg die Kontrolle und machte den 6:4-Erfolg perfekt.

Die hohen Temperaturen beeinflussten den gewohnten Ablauf des Iren deutlich. Zwischen seinen Aufnahmen musste er seine Hände immer wieder trocknen, um die Darts sicher greifen zu können. Nach Barrys Einschätzung hatte auch Cross mit den schwierigen Bedingungen auf der Bühne zu kämpfen.

Nach seinem Sieg schilderte er, wie sehr die Hitze den Ablauf der Begegnung beeinflusste: „Ich bin einfach glücklich, gewonnen und die nächste Runde erreicht zu haben. Nach jeder Aufnahme musste ich meine Hände trocknen. Rob wird es vermutlich ähnlich ergangen sein. Die Bedingungen waren schwierig, aber damit mussten wir an diesem Abend zurechtkommen. Wenn man am Ende ein umkämpftes Spiel gewinnen muss, ist die Art des Erfolgs nicht entscheidend. Für mich zählt nur, dass ich die nächste Runde erreicht habe.“

Barry konnte damit den positiven Eindruck bestätigen, den er bereits eine Woche zuvor bei der Hungarian Darts Trophy hinterlassen hatte. In Budapest gewann er zunächst mit 6:2 gegen Martin Schindler und anschließend ebenfalls mit 6:2 gegen Madars Razma. Erst im Achtelfinale wurde sein Lauf von Dave Chisnall beendet.

Keane Barry trifft in der zweiten Runde auf Chris Dobey

Bei den Czech Darts Open wartet nun Chris Dobey auf den Iren. Für Keane Barry ist es die nächste Gelegenheit, seinen Aufwärtstrend auf der European Tour fortzusetzen. Gleichzeitig hofft er, sich nach seinem ersten Auftritt besser an die Temperaturen in der Halle gewöhnt zu haben.

Vor dem Duell mit Dobey möchte Keane Barry nicht zu lange auf vergangene Ergebnisse oder die vergebenen Matchdarts gegen Cross zurückblicken. Sein Augenmerk richtet sich vollständig auf die nächste Aufgabe.

Mit Blick auf die zweite Runde sagte der 24-Jährige: „Ich mache mir keine Gedanken darüber, was in der Vergangenheit passiert ist. Ich kann mich nur darauf konzentrieren, was morgen geschehen wird. Dann möchte ich mein bestes Spiel zeigen und mich auf der Bühne gut fühlen. Durch die heutige Partie konnte ich mich bereits an die Bedingungen gewöhnen. Jetzt freue ich mich auf das nächste Spiel.“

Mit dem Sieg über Cross hat „Dynamite“ nun drei seiner vergangenen vier Begegnungen auf der European Tour gewonnen. Besonders wichtig war dabei, dass er auch in einer umkämpften Partie mit schwierigen äußeren Bedingungen einen Weg zum Erfolg fand. Spielerisch blieb noch Luft nach oben, doch seine Ruhe auf den Doppelfeldern und das entscheidende 114er-Finish machten am Ende den Unterschied.

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