World Matchplay 2026: Littler erwartet „roaring battle“ gegen Price

Das Finale des World Matchplay 2026 ist angerichtet. Am Sonntagabend treffen in den Winter Gardens von Blackpool Titelverteidiger Luke Littler und Gerwyn Price aufeinander. Während die aktuelle Nummer eins der Welt den zweiten Triumph in Folge anstrebt, kämpft der Iceman um den ersten World-Matchplay-Titel seiner Karriere.

Beide Finalisten lösten ihre Aufgaben im Halbfinale deutlich. Price setzte sich zunächst mit 17:10 gegen Gian van Veen durch. Anschließend ließ Littler Dirk van Duijvenbode beim 17:5 kaum eine Chance. Vor dem Endspiel gehen beide mit entsprechend großem Selbstvertrauen in das Duell um die Phil Taylor Trophy.

Luke Littler hat im bisherigen Turnierverlauf in jedem Match einen Average von mehr als 109 Punkten gespielt. Nach 109,53 Punkten gegen Niko Springer steigerte er sich beim 11:8 gegen Nathan Aspinall auf 113,68 Punkte und warf dabei einen Neundarter. Gegen Josh Rock folgte ein Average von 109,57 Punkten, ehe er im Halbfinale gegen van Duijvenbode auf 110,88 Punkte kam.

Beim deutlichen 17:5-Erfolg warf der 19-Jährige zudem 16 Maximums und verwandelte genau die Hälfte seiner Versuche auf die Doppel. Über seine vier Begegnungen hinweg steht Littler bei einem Turnier-Average von 110,88 Punkten. Damit befindet er sich auf Kurs zu einem neuen Bestwert für das World Matchplay.

Seine langfristigen Ziele formulierte der Weltranglistenerste nach dem Halbfinale deutlich. „Ich will dominant bleiben. Ich will weiter gewinnen und gewinnen“, erklärte Littler bei Sky Sports. Gleichzeitig verwies er darauf, dass er am Ende des Jahres einen erheblichen Teil seines Preisgeldes in der Weltrangliste verteidigen müsse.

Nun kann „The Nuke“ auch sportlich Geschichte schreiben. Mit einem Sieg wäre er der erste Spieler seit Michael van Gerwen, dem eine erfolgreiche Titelverteidigung in Blackpool gelingt. Der Niederländer gewann das Turnier zuletzt 2015 und 2016 in zwei aufeinanderfolgenden Jahren. „Wir kommen morgen zurück und hoffen auf den zweiten Titel in Folge“, sagte Littler mit Blick auf das Endspiel.

Dort erwartet der Titelverteidiger allerdings eine andere Dynamik als gegen van Duijvenbode. Littler rechnet damit, dass Price ihn in eine „roaring battle“ ziehen will. Entscheidend sei für ihn deshalb, früh die Führung zu übernehmen und das Spielgeschehen selbst zu kontrollieren.

Price glaubt an sein A-Game

Gerwyn Price erreichte das Endspiel über Siege gegen Martin Schindler, Rob Cross, Ross Smith und Gian van Veen. Dabei musste der frühere Weltmeister mehrfach schwierige Phasen überstehen. Gegen Schindler drehte er einen deutlichen Rückstand, im Viertelfinale stoppte er das Comeback von Smith und gegen van Veen reagierte er auf dessen Aufholjagd.

Mit dem Finaleinzug steht Price erstmals seit 2023 wieder in einem großen TV-Ranglistenfinale. Beim World Matchplay erreichte er bereits 2022 das Endspiel, unterlag damals jedoch Michael van Gerwen mit 14:18.

Mit seinem bisherigen Niveau zeigte sich der Waliser trotz des erfolgreichen Turnierverlaufs noch nicht vollständig zufrieden. Er habe in Blackpool bislang nicht annähernd sein bestes Darts gespielt. „Ich weiß, dass ich noch viel im Tank habe“, kündigte Price vor dem Finale bei Sky Sports an.

Die Rolle des Außenseiters nimmt „The Iceman“ deshalb nicht an. Price erklärte vor dem Duell selbstbewusst: „Wenn mein A-Game da ist, werde ich gewinnen.“ Er gehe grundsätzlich mit der Überzeugung in eine Partie, selbst der Favorit zu sein – unabhängig davon, welcher Gegner auf der anderen Seite des Oches stehe.

Der direkte Vergleich der vergangenen Monate spricht allerdings deutlich für Littler. Price gewann zwar das erste Aufeinandertreffen des Jahres beim Bahrain Darts Masters, verlor anschließend jedoch neun Duelle in Folge gegen den Weltranglistenersten.

Das Finale zwischen Luke Littler und Gerwyn Price beginnt am Sonntag, 26. Juli, ca. 21:00 Uhr deutscher Zeit. Gespielt wird im Modus Best of 35 Legs beziehungsweise First to 18. Sollte es nach 34 Legs 17:17 stehen, greift die Zwei-Legs-Vorsprung-Regel.

Der Sieger des World Matchplay 2026 erhält neben der Phil Taylor Trophy ein Preisgeld von 225.000 Pfund. Für den unterlegenen Finalisten sind 125.000 Pfund vorgesehen. In Deutschland wird das Endspiel live bei DAZN sowie kostenlos über DAZN Darts bei Pluto TV übertragen.

Auf dem Papier geht Littler aufgrund seiner außergewöhnlichen Turnierwerte als Favorit in das Finale. Price bringt jedoch die Erfahrung, Emotionalität und das Selbstvertrauen mit, um den Titelverteidiger vor eine neue Aufgabe zu stellen. Ob daraus tatsächlich die angekündigte „roaring battle“ wird, entscheidet sich am Sonntagabend in Blackpool.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert