Gary Anderson wird bei den World Series of Darts Finals 2026 in Amsterdam nicht antreten. Der Schotte hatte sich über seine Position in der PDC Order of Merit einen Platz im Teilnehmerfeld gesichert, verzichtete jedoch auf die Einladung. Für ihn rückt Jermaine Wattimena nach, der damit vor heimischem Publikum in der AFAS Live an den Start gehen wird.
Die PDC bestätigte das komplette Teilnehmerfeld für das Turnier vom 17. bis 20. September. Neben den 24 Spielern aus der World Series Order of Merit erhalten vier weitere Akteure über die Weltrangliste einen Platz. Anderson gehörte gemeinsam mit Ryan Searle, Wessel Nijman und Chris Dobey zu diesem Quartett, entschied sich jedoch gegen die Reise nach Amsterdam. Einen Grund für seinen Verzicht nannte die PDC bislang nicht.
Davon profitiert Wattimena. Der Niederländer war der nächste noch nicht qualifizierte Spieler und übernimmt den frei gewordenen Startplatz. Damit steigt die Zahl der niederländischen Teilnehmer bei den World Series Finals auf sechs. Neben Wattimena sind Michael van Gerwen, Gian van Veen, Danny Noppert, Wessel Nijman und Kevin Doets dabei.
Wattimena profitiert von Andersons Verzicht
Für Wattimena kommt die Einladung zu einem besonders passenden Zeitpunkt. Erst am Dienstag gewann „The Machine Gun“ Players Championship 27 in Leicester und unterstrich damit seine starke Form. Im Finale setzte er sich mit 8:6 gegen Kevin Doets durch, nachdem er zuvor unter anderem Luke Littler im Viertelfinale ausgeschaltet hatte.
Dass Wattimena nun zusätzlich bei den World Series of Darts Finals antreten darf, sorgt für ein noch stärkeres niederländisches Aufgebot beim Heimturnier in Amsterdam. Michael van Gerwen geht als Titelverteidiger in das Event. Der Niederländer gewann die Ausgabe 2025 im Finale gegen Luke Littler und führt 2026 zudem die World Series Order of Merit an.
Andersons Absage kommt hingegen nicht völlig überraschend. Der zweimalige Weltmeister lässt seit Jahren immer wieder einzelne Turniere aus und gestaltet seinen Kalender deutlich selektiver als viele andere Spieler. Auch bei den World Series Finals gab es bereits in der Vergangenheit Situationen, in denen der Schotte auf einen Start verzichtete. Warum er diesmal nicht nach Amsterdam reist, ist allerdings nicht bekannt.
Die vier zusätzlichen Plätze über die PDC Order of Merit gehen nun an Searle, Nijman, Dobey und Wattimena. Die letzten vier Tickets wurden bereits am Montag beim Tour Card Holder Qualifier vergeben. Rob Cross, Callan Rydz, Kevin Doets und Karel Sedlacek setzten sich dort durch und komplettierten das 32 Spieler umfassende Feld.
Aus deutscher Sicht fällt vor allem auf, dass erstmals seit 2022 kein deutscher Spieler bei den World Series Finals vertreten sein wird. Beim Qualifikationsturnier am Montag gelang keinem der deutschen Tour-Card-Holder der Sprung nach Amsterdam. Einige deutsche Spieler hatten auf einen Start beim Qualifier sogar komplett verzichtet.
Sportlich bleibt das Teilnehmerfeld dennoch prominent besetzt. Neben van Gerwen sind unter anderem Luke Littler, Luke Humphries, Gerwyn Price, Jonny Clayton, James Wade und Stephen Bunting dabei. Auch internationale Vertreter wie Simon Whitlock, Raymond Smith, Brody Klinge und Man Lok Leung haben sich über die World Series Order of Merit qualifiziert.
Die erste Runde der World Series of Darts Finals wird am 17. und 18. September ausgetragen. Am Samstag folgt die zweite Runde, ehe am Sonntag die Viertelfinals, Halbfinals und das Endspiel auf dem Programm stehen. Für Jermaine Wattimena eröffnet sich damit nach seinem Erfolg bei Players Championship 27 direkt die nächste große Bühne – diesmal vor heimischem Publikum in Amsterdam.










