Women’s World Matchplay 2026: Beau Greaves bezwingt Fallon Sherrock im Decider

Beau Greaves hat das Women’s World Matchplay 2026 gewonnen. Die Engländerin setzte sich im Finale in den Winter Gardens von Blackpool mit 6:5 gegen Fallon Sherrock durch. In einem ausgeglichenen Endspiel führte die 22-Jährige bereits mit 5:3, ehe Sherrock noch einmal zurückkam und den Entscheidungsdurchgang erzwang. Dort behielt „Beau ’n‘ Arrow“ die Nerven und verwandelte ein 56er-Finish zum Titel.

Für sie ist es nach ihren Erfolgen 2023 und 2024 bereits der dritte Triumph beim Women’s World Matchplay. Die Siegerin spielte im Finale einen Average von 89,14 Punkten und traf sechs ihrer 18 Versuche auf die Doppel. Sherrock kam auf 87,84 Punkte und verwandelte fünf von 15 Checkdarts. Beide erreichten damit eine Doppelquote von 33,33 Prozent. Bei den 180ern lag Sherrock mit 5:3 vorne, das höchste Finish gelang Greaves mit 120 Punkten.

Greaves und Sherrock kämpfen sich ins Finale

Beau Greaves war mit einem souveränen 5:1 gegen Kirsi Viinikainen in den Turniertag gestartet. Dabei erzielte die Favoritin einen Average von 91,91 Punkten und checkte 148 Punkte. Im Halbfinale wurde sie anschließend deutlich stärker gefordert. Gemma Hayter hielt die Partie bis zum letzten Leg offen, ehe die 22-Jährige einen umkämpften 5:4-Erfolg perfekt machte.

„The Queen of the Palace“ ließ Deta Hedman beim 5:0 im Viertelfinale keine Chance. Im Halbfinale folgte ein überzeugendes 5:1 gegen Lisa Ashton. Sie spielte dabei einen Average von 90,55 Punkten und nutzte fünf ihrer acht Möglichkeiten auf die Doppel. Ashton hatte zuvor Rhian O’Sullivan mit 5:2 bezwungen. Hayter erreichte die Vorschlussrunde durch einen knappen 5:4-Erfolg gegen Vicky Pruim.

Im Finale erwischte die Nummer 1 bei den Frauen den besseren Start und ging mit 1:0 in Führung. Die 32-Jährige drehte die Partie zunächst zum 2:1, bevor sie wieder die Kontrolle übernahm. Beim Stand von 5:3 fehlte ihr nur noch ein Leg zum Titel. Sherrock gab sich jedoch nicht geschlagen, verkürzte und erzwang mit dem 5:5 einen Decider. Greaves erhielt dort die erste klare Gelegenheit und nutzte sie mit ihrem letzten Dart auf die Doppel-20.

Greaves spricht von großer Erleichterung

Nach dem verwandelten Matchdart zeigte Greaves ungewöhnlich viele Emotionen. Der Jubel sei vor allem Ausdruck der Erleichterung gewesen. „Normalerweise bin ich nicht jemand, der groß feiert. Aber nach dem Sieg war es einfach die Erleichterung. Als der letzte Dart saß, ist alles aus mir herausgebrochen. Ich bin unglaublich glücklich, gewonnen zu haben“, sagte „Beau ’n‘ Arrow“ nach dem Match bei Sky Sports.

Vor allem das Comeback von „The Queen of the Palace“ habe die Schlussphase noch einmal besonders schwierig gemacht. Greaves war sich bewusst, dass sie ihre Gelegenheit im Entscheidungsleg nutzen musste. „Als Fallon zurückkam, dachte ich: Wenn ich die 56 nicht ausmache, werde ich wahrscheinlich verlieren. Die Spiele gegen die Männer haben mir beigebracht, das Doppel zu treffen, wenn die Chance da ist. Heute habe ich einige entscheidende Doppel getroffen.“

Auch die Favoritenrolle habe sie gespürt. Den damit verbundenen Druck bezeichnete sie jedoch als Privileg. Weder sie noch Sherrock hätten im Finale ihr bestes Spiel gezeigt, am Ende habe für sie aber ausschließlich der Sieg gezählt. Gleichzeitig betonte die Engländerin, dass sie ihr Spiel auf der großen Bühne weiter verbessern müsse.

Die 32-Jährige zog trotz der knappen Niederlage ein positives Fazit. Sie arbeite weiterhin daran, ihr bestes Niveau zurückzugewinnen, und sei glücklich, erneut das Finale in Blackpool erreicht zu haben. Die 22-Jährige sei an diesem Tag die bessere Spielerin gewesen und habe den Titel verdient. Als nächstes großes Ziel nannte Sherrock die Qualifikation für die Weltmeisterschaft.

Die 22-Jährige erhält neben der Siegprämie von 15.000 Pfund Startplätze beim Grand Slam of Darts 2026 und bei der Weltmeisterschaft 2026/27. Nach ihrem dritten Matchplay-Triumph möchte sie den Erfolg zunächst mit ihrer Familie genießen. Gleichzeitig unterstrich sie, wie wichtig ihr die weitere Entwicklung des Frauendarts ist: „Ich liebe Darts und kann einfach nicht genug davon bekommen.“

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