Women’s Series 2026: Beau Greaves gewinnt Event 13 nach Whitewash-Finale

Beau Greaves hat Event 13 der PDC Women’s Series 2026 in Wigan gewonnen – und am Ende noch einmal ziemlich deutlich klargemacht, wer in dieser Serie weiterhin der Maßstab ist. Die Engländerin setzte sich im Finale mit 5:0 gegen Vicky Pruim durch und ließ ausgerechnet im Endspiel keine echte Spannung mehr aufkommen. So spielte die 22-Jährige im Finale einen Average von 94,88 Punkten, Pruim kam auf 83,75 Punkte.

Der Whitewash war der harte Schlusspunkt eines Turniers, in dem Greaves nicht durchgehend unantastbar wirkte, aber immer dann zupackte, wenn es wirklich wichtig wurde. Im Viertelfinale hatte sie Fallon Sherrock mit 5:2 geschlagen und dabei 92,79 Punkte im Schnitt gespielt. Sherrock kam auf 81,06 Punkte, konnte das Topduell aber nicht lange genug offenhalten. Für „Beau ’n’ Arrow“ war es der erste große Fingerzeig in der K.o.-Phase: Die Konkurrenz darf hoffen, aber sie muss sie eben auch schlagen.

Greaves zieht über Sherrock und Gofford ins Finale ein

Im Halbfinale musste Greaves deutlich mehr arbeiten. Gegen Jade Gofford stand es zwischenzeitlich 3:3, ehe die Favoritin in der Schlussphase die Kontrolle übernahm und mit 5:3 ins Finale einzog. Gofford hatte sich zuvor mit einem 5:4 gegen Katie Sheldon in die Vorschlussrunde gekämpft und war damit eine der auffälligen Spielerinnen des Events. Für die ganz große Überraschung reichte es gegen die die Führende der Women’s Series Order of Merit aber nicht.

Auf der anderen Seite des Draws spielte sich Vicky Pruim stark bis ins Endspiel. Die Schwedin gewann im Viertelfinale mit 5:2 gegen Trina Gulliver und setzte sich anschließend im Halbfinale ebenfalls mit 5:2 gegen Aileen de Graaf durch. Gerade gegen de Graaf startete Pruim stark, führte schnell mit 3:0 und brachte den Vorsprung am Ende souverän über die Linie. Ihr Average im Halbfinale lag bei 83,70 Punkten, de Graaf kam auf 79,44 Punkte.

Im Finale bekam Pruim dann aber kaum noch Zugriff. Beau Greaves bestimmte das Tempo, nahm die wichtigen Momente früh an sich und baute den Vorsprung Leg für Leg aus. Während Pruim in den Runden zuvor noch stabil und unangenehm wirkte, wurde das Endspiel zu einer einseitigen Angelegenheit. Ein 5:0 in einem Women’s-Series-Finale ist nicht nur ein Sieg, sondern eine Ansage.

Für Greaves ist der Erfolg in Event 13 auch mit Blick auf die Women’s Series Order of Merit der nächste Baustein in einem ohnehin starken Jahr. Jeder Titel bringt weiteres Preisgeld, jeder tiefe Lauf vergrößert den Abstand auf die Verfolgerinnen. An einem Wochenende mit vier Events kann sich die Rangliste schnell bewegen – und Greaves hat direkt im ersten Turnier des Wigan-Doppeltages geliefert.

Für Pruim bleibt trotz des klaren Finales ein starkes Ergebnis. Ein Finaleinzug über Gulliver und de Graaf bringt wichtige Punkte, wichtige Sichtbarkeit und ein klares Signal, dass sie an diesem Wochenende mehr sein kann als nur eine Spielerin aus dem erweiterten Feld. Auch Gofford und de Graaf nahmen aus Event 13 wertvolle Läufe mit, während Sherrock nach dem Viertelfinal-Aus gegen „Beau ’n’ Arrow“ früh einen Dämpfer hinnehmen musste.

Lange Zeit zum Durchatmen bleibt in Wigan allerdings nicht. Direkt im Anschluss startet am Samstag noch Event 14 der PDC Women’s Series, bevor am Sonntag die Events 15 und 16 folgen. Die 22-Jährige geht nach dem Whitewash-Finale mit dem perfekten Rückenwind in den Rest des Wochenendes – und die Konkurrenz weiß einmal mehr, dass der Weg zum Titel in der Women’s Series fast immer über sie führt.

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