Die beiden Players-Championship-Turniere in Hildesheim haben die PDC Order of Merit an mehreren Stellen verändert. Den mit Abstand größten Sprung machte Henry Coates. Der Engländer verbesserte sich nach seinem überraschenden Titelgewinn bei Players Championship 25 von Rang 125 auf Platz 95 und kletterte damit um 30 Positionen.
Besonders bemerkenswert ist dieser Aufstieg, weil Coates keine Tour Card besitzt. Als Associate Member rückte er in das Teilnehmerfeld nach und nutzte seine Chance eindrucksvoll. Durch den Turniersieg und den anschließenden Einzug in die dritte Runde von Players Championship 26 erhöhte er sein gewertetes Preisgeld von 13.750 auf 30.750 Pfund.
Coates begann auch am zweiten Turniertag stark. Nach einem 6:1 gegen Madars Razma mit einem Average von 109,34 Punkten bezwang er Darius Labanauskas mit 6:3. Erst Justin Hood stoppte den Überraschungssieger beim deutlichen 6:1. Dennoch reichten die beiden Auftritte in Hildesheim, um Coates erstmals unter die besten 100 der PDC-Weltrangliste zu bringen.
Humphries und van Veen trennen nur 250 Pfund
An der Spitze bleibt Luke Littler mit 3.128.500 Pfund deutlich enteilt. Dahinter hat sich der Kampf um den zweiten Platz weiter zugespitzt. Luke Humphries steht bei 1.005.500 Pfund und liegt nur noch 250 Pfund vor Gian van Veen.
Der Niederländer erreichte bei Players Championship 26 das Halbfinale und rückte damit bis auf lediglich 250 Pfund an Humphries heran. Van Veen musste sich in der Vorschlussrunde dem späteren Sieger Sebastian Bialecki mit 4:7 geschlagen geben.
Gerwyn Price behauptet mit 725.000 Pfund den vierten Platz. Dahinter folgen Jonny Clayton mit 683.000 Pfund und James Wade mit 656.250 Pfund. Michael van Gerwen steht mit 645.000 Pfund auf Rang sieben, unmittelbar vor Josh Rock, der 639.500 Pfund gesammelt hat.
Stephen Bunting belegt mit 618.250 Pfund den neunten Platz. Danny Noppert komplettiert die Top Ten mit 601.750 Pfund und liegt nur knapp vor Gary Anderson und Ryan Searle. Während Littler an der Spitze deutlich enteilt ist, entwickelt sich vor allem der Kampf um Rang zwei zum Kopf-an-Kopf-Rennen. Auch zwischen Wade, van Gerwen und Rock liegen nur geringe Abstände.
Sebastian Bialecki machte mit seinem Triumph bei Players Championship 26 ebenfalls Boden gut. Der Pole erhöhte sein Preisgeldkonto durch den 8:6-Finalsieg gegen Mario Vandenbogaerde auf 145.000 Pfund und verbesserte sich auf den geteilten 56. Platz. Finalgegner Vandenbogaerde rückte auf Rang 66 vor. Justin Hood profitierte von seinem Halbfinaleinzug und steht nun auf Platz 44. Der Engländer hatte zuvor unter anderem Henry Coates und Karel Sedlacek ausgeschaltet.
Bei den deutschen Spielern gab es dagegen nur kleinere Bewegungen. Martin Schindler bleibt auf Rang 19 der bestplatzierte Deutsche. Ricardo Pietreczko folgt auf Platz 34, Niko Springer auf Rang 38 und Gabriel Clemens auf Position 45. Max Hopp sammelte in Hildesheim weiteres Preisgeld, wurde durch die Resultate anderer Spieler jedoch auf Rang 67 verdrängt.
Coates bleibt trotz seines gewaltigen Sprungs noch deutlich von den Top 64 entfernt. Seine beiden Turniertage in Hildesheim zeigen aber, welche Auswirkungen ein einzelner Titel auf die Zwei-Jahres-Wertung haben kann – selbst für einen Spieler ohne Tour Card.









