Women’s Series 2026: Vier Turniere können das WM-Rennen drehen

Vier Turniere, zwei Tage und ein enger Kampf um die verbliebenen WM-Plätze: Die PDC Women’s Series kehrt am 22. und 23. August in die Mattioli Arena nach Leicester zurück. Bei den Events 17 bis 20 können sich die Abstände in der Rangliste deutlich verändern. Vor allem hinter der souveränen Spitzenreiterin Beau Greaves ist noch längst nichts entschieden.

Greaves hat elf der bisherigen 16 Saisonturniere gewonnen und bereits £29.700 Preisgeld gesammelt. Damit liegt die 22-Jährige in der Women’s Series Order of Merit deutlich vor Lisa Ashton, die mit £12.550 den zweiten Platz belegt. Zudem steht Greaves inzwischen bei 57 Titeln in der Women’s Series. Gewinnt sie in Leicester drei der vier Wettbewerbe, würde sie noch an diesem Wochenende die Marke von 60 Erfolgen erreichen.

Die Engländerin reist außerdem als frischgebackene Siegerin des Women’s World Matchplay an. In Blackpool setzte sie sich im Finale knapp mit 6:5 gegen Fallon Sherrock durch und holte den Titel zum dritten Mal. Für das eigentliche WM-Rennen besitzt Greaves allerdings eine Sonderstellung: Als Tour-Card-Inhaberin ist sie auf Kurs, sich über die ProTour Order of Merit für den Alexandra Palace zu qualifizieren.

Fallon Sherrock muss ihren Vorsprung verteidigen

Deutlich enger geht es auf den folgenden Positionen der PDC Women’s Series zu. Ashton verfügt als Zweite über ein komfortables Polster, während Sherrock mit £8.050 auf Rang drei unter Druck steht. Vicky Pruim folgt mit £7.050 und liegt lediglich £1.000 zurück. Auch Gemma Hayter mit £6.800 und Deta Hedman mit £6.300 dürfen sich weiterhin berechtigte Hoffnungen auf ein WM-Ticket machen.

Die besten drei Spielerinnen der abschließenden Women’s Series Order of Merit erhalten einen Startplatz bei der PDC-Weltmeisterschaft. Sollte Greaves ihr Ticket wie erwartet über die ProTour lösen, würde der nächste noch nicht qualifizierte Rang nachrücken. Dadurch könnte auch Platz vier für den Einzug in den Alexandra Palace ausreichen. Sicher ist diese zusätzliche Chance aber erst, wenn Greaves’ anderer Qualifikationsweg endgültig feststeht.

Jedes der vier Turniere in Leicester besitzt einen Preisgeldtopf von £15.000. Die Siegerin erhält jeweils £2.500. Schon ein Titel oder mehrere tiefe Läufe können daher den Abstand zwischen Sherrock, Pruim, Hayter und Hedman vollständig verändern. Ein frühes Aus bei einem der Events lässt sich zwar wenige Stunden später korrigieren, erhöht jedoch sofort den Druck für den nächsten Wettbewerb.

Die Women’s Series umfasst 2026 insgesamt 24 Turniere. Nach dem Wochenende in Leicester bleiben nur noch die Events 21 bis 24 im Oktober in Wigan. Für die Verfolgerinnen ist die kommende Station deshalb mehr als eine gewöhnliche Fortsetzung der Saison. Wer jetzt wichtige Runden gewinnt, kann sich eine ausgezeichnete Ausgangsposition für den abschließenden Kampf um die WM-Plätze verschaffen.

Die Partien der Women’s Series werden am Samstag und Sonntag ab dem Vormittag über PDCTV übertragen. Im Mittelpunkt steht nicht nur Greaves’ möglicher Angriff auf den 60. Titel. Mindestens ebenso spannend ist die Frage, welche Spielerinnen Leicester mit einem Platz auf WM-Kurs verlassen.

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