Die PDC Women’s Series 2026 hat ihr Saisonfinale in Wigan mit einem weiteren Titelgewinn von Beau Greaves eröffnet. Die Engländerin setzte sich am Samstag bei Event 21 im Endspiel mit 5:3 gegen Vicky Pruim durch und feierte damit ihren 14. Turniersieg der Saison. Für die schwedische Finalistin war der Wettbewerb ebenfalls ein wichtiger Erfolg im Kampf um die Startplätze für die Darts-Weltmeisterschaft 2027.
Greaves erzielte im Finale einen Average von 84,50 Punkten, während Pruim auf 78,34 Punkte kam. Im Viertel- und Halbfinale gab die Engländerin kein einziges Leg ab. Gegen Rhian O’Sullivan überzeugte sie im Viertelfinale beim 5:0 mit einem Average von 101,55 Punkten. Anschließend bezwang sie auch Fallon Sherrock mit 5:0. Erst Pruim konnte Greaves im Finale ernsthaft fordern, musste sich aber mit 3:5 geschlagen geben.
Die Schwedin hatte zuvor selbst für Aufsehen gesorgt. Im Viertelfinale bezwang sie Lisa Ashton nach einem umkämpften Duell mit 5:4. Anschließend setzte sie sich im Halbfinale mit 5:2 gegen die Finnin Kirsi Viinikainen durch und erreichte damit ihr erstes Endspiel des Saisonfinales.
Greaves hatte den Gesamtsieg der Women’s Series Order of Merit bereits vor dem Turnierwochenende sicher. Nach Event 21 führt sie die Jahreswertung rechnerisch mit 37.200 Pfund vor Lisa Ashton (17.550 Pfund), Fallon Sherrock (12.400 Pfund), Gemma Hayter (9.600 Pfund) und Vicky Pruim (8.250 Pfund) an.
Pruim überholt Hedman im Kampf um die WM-Plätze
Besonders interessant ist die Entwicklung hinter den führenden Spielerinnen. Vor dem Saisonfinale lag Pruim mit 7.250 Pfund lediglich 50 Pfund hinter Deta Hedman auf Rang sechs. Durch ihre Finalteilnahme erhält die Schwedin weitere 1.000 Pfund und erhöht ihr Preisgeld auf 8.250 Pfund. Damit überholt sie Hedman und rückt auf den fünften Platz der Jahreswertung vor.
Auch der Rückstand auf die viertplatzierte Gemma Hayter ist geschrumpft: Statt 1.850 Pfund trennen Pruim nach Event 21 nur noch 1.350 Pfund von der Engländerin. Während Pruim für ihren Finaleinzug 1.000 Pfund erhielt, verdiente Hayter mit ihrer Viertelfinalteilnahme 500 Pfund. Damit hat die Schwedin vor den letzten drei Turnieren wichtigen Boden gutgemacht.
Fallon Sherrock sammelte ebenfalls wichtige Preisgelder. Im direkten Viertelfinalduell setzte sie sich mit 5:4 gegen Hayter durch, ehe sie im Halbfinale deutlich an Greaves scheiterte. Mit den 750 Pfund für die Vorschlussrunde festigte sie ihren dritten Platz in der Jahreswertung.
Für die Darts-Weltmeisterschaft 2026/27 werden laut der aktuellen PDPA-Ausschreibung drei Startplätze über die abschließende Women’s Series Order of Merit vergeben. Berücksichtigt werden die bestplatzierten Spielerinnen, die sich nicht bereits auf anderem Weg qualifiziert haben.
Greaves besitzt ihr WM-Ticket bereits durch den Gewinn des Women’s World Matchplay. Auch Ashton hat die Qualifikation schon sicher. Dahinter kämpfen insbesondere Sherrock, Hayter, Pruim und Hedman um die verbleibenden Möglichkeiten.
Für Pruim könnte die Finalteilnahme deshalb noch entscheidend werden. Mit dem gewonnenen Preisgeld hat sie den Rückstand auf ihre unmittelbare Konkurrenz erheblich verkürzt. Allerdings bleibt die Ausgangslage offen, denn bei jedem der verbleibenden Wettbewerbe erhält die Siegerin 2.500 Pfund.
Bereits am Samstag geht es in Wigan mit Event 22 weiter. Am Sonntag folgen die beiden abschließenden Wettbewerbe der Saison. Für Sherrock, Hayter, Pruim und Hedman bleiben damit drei Gelegenheiten, ihre Positionen im Kampf um die WM-Startplätze zu verbessern.










