Vier Turniere, 412 Matches und 2.225 Legs: Das Wochenende der PDC Women’s Series in Leicester liefert weit mehr als eine Liste mit vier Siegerinnen. Insgesamt wurden 97.135 Darts geworfen und 5.683 Aufnahmen mit mindestens 100 Punkten registriert. Dazu kamen 225 Maxima, 77 Entscheidungslegs und 952 Breaks.
Die vollständige Auswertung der Events 17 bis 20 zeigt ein weitgehend konstantes Gesamtniveau, eine deutliche Zunahme der Spitzenleistungen am Sonntag und klare Unterschiede zwischen einzelnen Bestwerten und belastbaren Turnier-Averages.
- 416 Teilnahmen
- 412 Matches
- 2.225 gespielte Legs
- 97.135 geworfene Darts
- 5.683 Aufnahmen ab 100 Punkten
- 225 geworfene 180er
- 77 Decider
- 1.273 Holds und 952 Breaks
- 5 Legs in elf Darts
- 170 Punkte als höchstes Checkout
Bei den 416 Meldungen handelt es sich um Teilnahmen an der PDC Women’s Series und nicht um 416 verschiedene Spielerinnen. Wer an mehreren Events teilnahm, wird entsprechend mehrfach gezählt.
Das Feld sank im Verlauf des Wochenendes von 107 über 106 und 105 auf 98 Teilnehmerinnen. Gegenüber den Events 13 bis 16 im Juni stieg die Gesamtzahl der Teilnahmen dennoch von 353 auf 416. Das entspricht einem Plus von 17,8 Prozent.
Die vier Events im Zahlenvergleich
| Event | Teilnahmen | Matches | Legs | Event-Average | 180er | Decider |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 17 | 107 | 106 | 580 | 63,21 | 68 | 22 |
| 18 | 106 | 105 | 570 | 62,17 | 50 | 18 |
| 19 | 105 | 104 | 560 | 64,04 | 61 | 24 |
| 20 | 98 | 97 | 515 | 63,09 | 46 | 13 |
Lisa Ashton gewann Event 17, Fallon Sherrock Event 18 und Beau Greaves sicherte sich beide Titel am Sonntag.
Die vier Turniere zeigten ein sehr konstantes Grundniveau. Zwischen dem niedrigsten Event-Average von 62,17 Punkten bei Event 18 und dem Höchstwert von 64,04 Punkten bei Event 19 lagen lediglich 1,87 Punkte.
Damit blieb das Leistungsniveau des gesamten Feldes enger zusammen, als die einzelnen Spitzenwerte vermuten lassen.
Scoring, Averages und Spitzenleistungen der PDC Women’s Series
Die 225 geworfenen 180er der PDC Women’s Series verteilen sich auf 68 bei Event 17, 50 bei Event 18, 61 bei Event 19 und 46 bei Event 20.
Damit fiel im Durchschnitt alle 9,9 Legs ein Maximum. Auf ein Match kamen rechnerisch 0,55 Aufnahmen mit 180 Punkten. Die höchste absolute Zahl wurde somit beim ersten Event erreicht, obwohl dort weder das beste Event-Average noch das höchste Match-Average des Wochenendes gespielt wurde.
Unterhalb der Maxima registrierte DartConnect weitere 5.458 große Aufnahmen. Davon lagen 3.073 zwischen 100 und 119 Punkten, 1.084 zwischen 120 und 139, 1.270 zwischen 140 und 159 sowie 31 zwischen 160 und 179 Punkten.
Zusammen mit den 225 Maxima ergibt das 5.683 Aufnahmen ab 100 Punkten. Beide Spielerinnen zusammen produzierten bei der PDC Women’s Series durchschnittlich 13,8 Ton-plus-Aufnahmen pro Match.
| Event | ab 80 Punkte | ab 90 Punkte | ab 95 Punkte |
|---|---|---|---|
| 17 | 15 | 1 | 0 |
| 18 | 16 | 1 | 0 |
| 19 | 22 | 5 | 2 |
| 20 | 14 | 3 | 1 |
| Gesamt | 67 | 10 | 3 |
Für die Average-Verteilung der PDC Women’s Series wurden beide Spielerinnen jedes Matches berücksichtigt. Aus 412 Begegnungen ergeben sich deshalb 824 einzelne Match-Averages.
67 davon erreichten mindestens 80 Punkte, was einem Anteil von 8,1 Prozent entspricht. Zehn Leistungen lagen bei mindestens 90 Punkten und drei bei mindestens 95. Event 19 war mit 22 Werten ab 80 und fünf Werten ab 90 Punkten das stärkste Turnier in der Spitze.
Die besten Leistungen und der Einfluss von Beau Greaves
Beau Greaves und Fallon Sherrock teilten sich das höchste Match-Average der PDC Women’s Series. Greaves spielte bei Event 19 gegen Sue Lowther 96,97 Punkte, Sherrock erreichte denselben Wert bei Event 20 gegen Steph Clarke. Der dritte Wert ab 95 Punkten gehörte ebenfalls Greaves, die gegen Aileen de Graaf auf 96,30 Punkte kam. Kein Match-Average überschritt die Marke von 100 Punkten.
Die Event-Averages der PDC Women’s Series lagen wesentlich enger zusammen. Zwischen dem niedrigsten Wert von 62,17 Punkten bei Event 18 und dem Höchstwert von 64,04 Punkten bei Event 19 lagen lediglich 1,87 Punkte. Das Leistungsniveau des gesamten Feldes blieb damit stabiler, als die Verteilung der Spitzenwerte vermuten lässt.
Für den Vergleich der besten Turnierleistungen der PDC Women’s Series wurde außerdem eine Mindestgröße von vier Matches angesetzt. Dadurch werden hohe Averages aus nur einer Begegnung nicht mit einem kompletten Lauf bis in die Schlussrunden gleichgesetzt.
Unter dieser Voraussetzung führte Gemma Hayter Event 17 mit 80,44 Punkten an. Sherrock erreichte bei Event 18 über sieben Matches 83,17 Punkte, Greaves kam bei ihren beiden Titeln auf 86,57 und 86,85 Punkte.
Insgesamt gab es sieben Turnierleistungen von mindestens 80 Punkten über wenigstens vier Matches. Bei den Events 13 bis 16 waren es fünf. Der absolute Spitzenwert des vorherigen Wochenendes lag mit 88,02 Punkten von Greaves bei Event 13 allerdings höher. Ihre 86,85 Punkte bei Event 20 waren somit der Bestwert dieses Wochenendes, aber kein Bestwert über beide verglichenen Spieltage.
Den stärksten persönlichen Block der PDC Women’s Series spielte Greaves am Sonntag. Sie gewann 14 Matches und 62 von 74 Legs. Ihre Legquote betrug 83,8 Prozent, sieben Begegnungen beendete sie ohne Legverlust.
Von Event 19 zu Event 20 stieg ihr First-Nine-Average von 99,04 auf 101,65 Punkte. Gleichzeitig erhöhte sich ihr Anteil der 180er an allen Aufnahmen von 3,1 auf 4,1 Prozent.
Finishing, Checkout-Daten und Spielstruktur
Beim Finishing der PDC Women’s Series weist die Datenbasis eine Grenze auf: In 79 der 416 Teilnahme-Datensätze ist ein Checkout von mindestens 100 Punkten als Höchstwert verzeichnet.
Damit sind mindestens 79 Highfinishes belegt. Da DartConnect pro Spielerin nur das jeweils höchste Finish und nicht alle Highfinishes summiert, kann die tatsächliche Gesamtzahl höher liegen.
Der höchste Checkoutwert der PDC Women’s Series gehörte Rhian O’Sullivan mit 170 Punkten bei Event 17. Joanne Oldershaw löschte bei Event 18 insgesamt 160 Punkte, Tracey Reeve führte Event 19 mit 155 an und Deta Hedman setzte bei Event 20 mit 158 Punkten den Tagesbestwert.
Auch bei der Doppelquote der PDC Women’s Series muss zwischen zwei Kennzahlen unterschieden werden. Das Dart-at-Double-Tracking war bei den Events nicht aktiviert. Deshalb liegen keine vollständigen Zahlen zu den tatsächlich geworfenen Darts auf Doppel vor und eine klassische Checkoutquote kann nicht berechnet werden.
DartConnect erfasste jedoch 9.641 Checkout-Gelegenheiten. Davon wurden 2.225 mit dem Leggewinn abgeschlossen. Die Checkout-Effizienz pro Gelegenheit betrug damit 23,1 Prozent. Sie lag bei den einzelnen Events zwischen 22,5 und 23,6 Prozent.
Holds, Breaks und enge Matches
Die Anwurfbilanz der PDC Women’s Series ist dagegen vollständig. Von den 2.225 Legs wurden 1.273 durch die Spielerin gewonnen, die das Leg begonnen hatte. Das ergibt eine Holdquote von 57,2 Prozent.
In 952 Legs setzte sich die Spielerin ohne Anwurf durch, was einer Breakquote von 42,8 Prozent entspricht. Die höchste Holdquote gab es bei Event 20 mit 58,6 Prozent, die niedrigste bei Event 17 mit 56,0 Prozent.
Insgesamt gingen bei der PDC Women’s Series 77 der 412 Matches in ein Entscheidungsleg. Das entspricht 18,7 Prozent oder ungefähr jeder fünften Begegnung.
Event 19 produzierte mit 24 Decidern die meisten engen Matches. Bei Event 20 waren es nur 13. Der Sonntag endete damit mit dem statistisch stärksten Turnier und anschließend dem Wettbewerb mit den wenigsten Entscheidungslegs.
Die Endspiele der PDC Women’s Series waren überwiegend deutlich. Lisa Ashton, Sherrock und Greaves gewannen drei der vier Finals mit 5:0. Nur das Endspiel von Event 19 zwischen Greaves und Ashton endete 5:3. Zusammengerechnet holten die vier Turniersiegerinnen 20 von 23 Finallegs.
Fünf Legs der PDC Women’s Series wurden in elf Darts beendet. Emma Pearce erzielte den ersten 11-Darter bei Event 17. Sherrock und Angela Kirkwood folgten bei Event 18. Event 19 blieb ohne 11-Darter, ehe Greaves bei Event 20 gleich zweimal elf Darts benötigte.
Statistisch fiel damit alle 445 Legs ein 11-Darter.
Rangliste und Ausblick
Die beiden Titel entschieden auch die Spitze der Rangliste. Greaves führt die PDC Women’s Series nach 20 Events mit 34.700 Pfund vor Ashton mit 17.050 Pfund und Sherrock mit 11.650 Pfund an.
Bei vier ausstehenden Turnieren können maximal noch 10.000 Pfund gewonnen werden. Greaves ist bei einem Vorsprung von 17.650 Pfund deshalb bereits vor den Events 21 bis 24 am 10. und 11. Oktober in Wigan nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.
Die Gesamtauswertung zeigt ein Wochenende mit konstantem Grundniveau und klaren Ausschlägen an der Spitze. Nur 8,1 Prozent aller Match-Averages erreichten mindestens 80 Punkte, gleichzeitig fielen 225 Maxima und 77 Partien gingen in den Decider.
Dazu kamen eine Holdquote von 57,2 Prozent und eine Breakquote von 42,8 Prozent. Erst diese Kombination aus Scoring, Finishing und Spielstruktur macht das Wochenende der PDC Women’s Series statistisch umfassend sichtbar.




