Tom Sykes hat bei den Slovak Darts Open 2026 den nächsten deutschen Spieler aus dem Turnier genommen. Nach seinem starken Auftaktsieg gegen Niko Springer schlug der Engländer am Samstagabend auch Martin Schindler – und das in einem Match, das erst im Decider entschieden wurde. Der Engländer setzte sich mit 6:5 durch und zog damit ins Achtelfinale am Finaltag ein.
Für Schindler ist das ein bitteres Aus. Der Deutsche führte die Partie nicht ruhig genug nach Hause, obwohl er statistisch in mehreren Bereichen absolut mithalten konnte. Schindler spielte einen Average von 90,73 Punkten, warf drei 180er und traf starke fünf seiner zwölf Doppel. Der European-Tour-Debütant lag mit 93,47 Punkten im Schnitt leicht darüber, kam ebenfalls auf drei 180er und verwandelte sechs seiner 17 Checkout-Darts.
Sykes bleibt eiskalt – Schindler verpasst den Finaltag
Das Match lebte weniger von einem klaren Spielverlauf als von der Spannung, die sich bis ins letzte Leg zog. Schindler und der Spieler aus Castleford lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem der Engländer vor allem im Scoring etwas mehr Druck erzeugte. Sieben 140-plus-Aufnahmen für Sykes gegenüber drei bei Schindler zeigen, warum der Außenseiter immer wieder früh genug im Leg war, um den Deutschen nicht komfortabel davonziehen zu lassen.
Im Decider wurde das Spiel dann noch einmal richtig heiß. Beide Spieler feuerten noch einmal 180er ins Board und machten aus dem letzten Leg eine Kurzfassung dieses Abends: Druck, Tempo, keine echte Sicherheitszone. Schindler hatte seine Momente, doch Sykes blieb in der entscheidenden Phase stabil genug und machte nach Springer auch den nächsten deutschen Namen in Bratislava aus dem Turnier.
Besonders bitter für Schindler: Die Doppel waren nicht das große Problem. Mit 41,67 Prozent lag der Deutsche in diesem Bereich sogar über den Spieler aus Engöand. Auch das höchste Finish der Partie ging mit 90 Punkten an Schindler. Trotzdem reichte es nicht, weil Sykes über weite Strecken die etwas bessere Grundspannung im Scoring hatte und im letzten Moment den härteren Punch setzte.
Für den 33-Jährigen wird dieses Wochenende damit immer mehr zur eigenen Geschichte. Am Freitag (19.06.) hatte er Springer mit einem 103,64er-Average geschlagen und danach selbstbewusst erklärt, er wisse, dass er das Spiel habe, um jeden zu schlagen. Einen Tag später bestätigte er diese Ansage gegen den gesetzten Schindler. Aus dem gefährlichen Debütanten ist spätestens jetzt einer der Namen geworden, die man am Finaltag der Slovak Darts Open im Blick behalten muss.
Für Schindler bleibt dagegen ein weiterer verpasster European-Tour-Sonntag. Gerade mit Blick auf das Rankingjahr ist das unangenehm: Solche Niederlagen reißen keine einzelne große Lücke, aber sie summieren sich. In Bratislava war der Weg in den Finaltag offen – am Ende ging er nach einem 180er-Drama im Decider an Tom Sykes.










