Stephen Bunting: „Es ist so schwierig“

Stephen Bunting gehört längst zu den Spielern, die auf nahezu allen großen Bühnen des Dartsports gefragt sind. Genau das wird für den Engländer aber zunehmend zur Belastungsprobe. Nach einem intensiven Programm aus Premier League, European Tour, ProTour und World-Series-Terminen sprach „The Bullet“ offen darüber, wie schwer es aktuell ist, konstant Ergebnisse zu liefern.

Der 41-Jährige erlebte bislang keine einfache Saison. Auf der European Tour erreichte er erst ein Viertelfinale, bei den großen TV-Turnieren war die sechste Runde der UK Open sein bislang bester Major-Lauf. Gleichzeitig steht der frühere Masters-Champion auch mit Blick auf die PDC Order of Merit unter Druck, weil er bei der kommenden Weltmeisterschaft einen größeren Preisgeldblock verteidigen muss.

„Das macht es noch schwieriger“, sagte der Engländer im Gespräch mit Oche180 über die aktuelle Lage. Er suche Ergebnisse an anderer Stelle, wisse aber, dass bei der Weltmeisterschaft viel Preisgeld auf dem Spiel stehe. „Ich versuche mein Bestes“, erklärte der Publikumsliebling weiter.

Besonders deutlich wurde Stephen Bunting bei der Beschreibung seines Kalenders. Die ständigen Reisen und Turnierwechsel lassen kaum Raum für Erholung. „Es ist so hart, Premier League zu spielen, zur European Tour zu reisen, die ProTours zu spielen und dann nach New York zu fliegen“, sagte er. Er komme montags nach Hause und fliege bereits dienstags weiter zur World Series.

Der Satz zeigt, wie eng der moderne Darts-Kalender für Topspieler geworden ist. Wer auf mehreren Ebenen qualifiziert oder eingeladen ist, sammelt zwar große Bühnen, Preisgeldchancen und Aufmerksamkeit. Gleichzeitig steigt aber auch die Belastung: Reisen, kurze Pausen, neue Zeitzonen und immer wieder andere Turnierformate.

Für „The Bullet“ ist die Situation deshalb nicht nur eine sportliche, sondern auch eine mentale Aufgabe. „Es ist so schwierig, aber wir müssen bei diesen Events auftauchen“, sagte er. Der Engländer sucht derzeit nach dem richtigen Rhythmus, ohne den Anschluss in den wichtigen Ranglisten- und Major-Wochen zu verlieren.

Rückhalt bekommt Bunting dabei weiterhin von seinen Fans. Er betonte, wie viel ihm die Unterstützung bedeute – egal ob in Bratislava, Deutschland oder Großbritannien. Diese Energie brauche er nun auch beim nächsten Auftritt: Bunting reist zum US Darts Masters, wo er nach dem frühen Aus gegen Viktor Tingström beim Nordic Masters wieder ein positives Signal setzen will.

Für den Premier-League-Teilnehmer  geht es damit nicht nur um ein einzelnes Ergebnis. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Bunting trotz des vollen Kalenders wieder die Konstanz findet, die ihn zuletzt zu einem der auffälligsten Spieler auf den großen Bühnen gemacht hat. Die nächste Chance, trotz voller Belastung ein sportliches Ausrufezeichen auf der World-Series-Bühne zu setzen ist seine Teilnahme an den US Darts Masters in New York.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert