Players Championship 21: Nijman gewinnt – Beau Greaves erst im Halbfinale gestoppt

Wessel Nijman hat Players Championship 21 in Wigan gewonnen. Der Niederländer setzte sich im Finale mit 8:6 gegen Ryan Searle durch und krönte damit einen starken ProTour-Tag. Im Endspiel blieb es eng: Nijman spielte einen Average von 96,56 Punkten, Searle lag mit 95,90 nur knapp dahinter. Am Ende hatte Nijman in den entscheidenden Legs die bessere Antwort.

Das Finale war der sportliche Schlusspunkt, der auffälligste Lauf des Tages kam aber von Beau Greaves. Die Engländerin spielte sich bis ins Halbfinale und zeigte dabei erneut, dass sie auf der ProTour nicht nur mithalten, sondern einen kompletten Turniertag prägen kann. Erst der Niederländer stoppte ihren Lauf. Im Halbfinale setzte sich der spätere Turniersieger mit 7:4 durch, „Beau ’n’ Arrow“ kam dabei auf 92,22 Punkte im Schnitt.

Für Nijman war es ein Titel mit klarer Aussage. Er überstand den Greaves-Test im Halbfinale, blieb auch im Finale gegen „Heavy Metal“ Searle stabil und setzte sich am Ende in einem Match durch, das über weite Strecken offen blieb. Searle hatte zuvor Jonny Clayton mit 7:5 bezwungen und sich damit ebenfalls verdient ins Endspiel gearbeitet.

Greaves setzt das Ausrufezeichen des Tages

Greaves hatte sich ihren Halbfinalplatz nicht über einen leichten Weg erspielt. Sie schlug Ian White, Adam Leek, Luke Woodhouse und Chris Dobey. Besonders die Siege gegen Woodhouse und Dobey stachen heraus. Gegen Woodhouse gewann sie mit 6:3 und spielte über 102 Punkte im Schnitt. Gegen Dobey legte sie beim 6:4 sogar 105,90 Punkte auf.

Damit war ihr Lauf mehr als ein netter Randaspekt. Auf der ProTour gibt es keine Schonzeit, keine lange Eingewöhnung und kaum Raum für wacklige Phasen. Kurze Distanzen, starke Gegner, enger Turniertakt: Wer dort bis ins Halbfinale kommt, muss über mehrere Runden liefern. Genau das tat Greaves.

Dass Nijman ihren Lauf stoppte, ändert deshalb wenig am Eindruck. Greaves war in Wigan nicht nur dabei, sie setzte eines der sportlichen Zeichen des Tages. Für die weitere Einordnung ihrer Entwicklung auf der PDC-Tour war PC21 ein weiterer klarer Beleg.

Deutsche mit gemischtem Tag in Wigan

Aus deutscher Sicht verlief Players Championship 21 wechselhaft. Kai Gotthardt setzte einen der besseren Akzente. Er schlug zunächst Niko Springer mit 6:3 und gewann später auch gegen Damon Heta mit 6:5. Damit war er aus deutscher Sicht einer der positiven Namen des Tages.

Ricardo Pietreczko überstand seine Auftakthürde gegen Andy Boulton mit 6:5 und spielte dabei 95,30 Punkte im Average. Später war gegen Kevin Doets Schluss. Der Niederländer gewann mit 6:4, Pietreczko kam dabei auf 93,40 Punkte im Schnitt.

Martin Schindler musste dagegen früh raus. Deutschlands Nummer eins verlor zum Auftakt mit 5:6 gegen Keane Barry, obwohl er mit 92,05 Punkten den besseren Average spielte. Max Hopp unterlag Chris Dobey trotz ordentlicher 95,31 Punkte, Gabriel Clemens verlor gegen Jonny Clayton. Auch Dominik Grüllich, Pascal Rupprecht und weitere deutsche Starter kamen nicht entscheidend tief ins Turnier.

So blieb am Ende ein Tag mit klarer Spitze und mehreren Nebenlinien: Nijman holte den Titel, Searle erreichte das Finale, Greaves setzte das Ausrufezeichen des Tages und die deutschen Spieler blieben zwischen einzelnen Lichtblicken und frühen Rückschlägen hängen. Schon am Mittwoch folgt mit Players Championship 22 der nächste Teil des Wigan-Doppelpacks.

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