Sebastian Bialecki hat das Players Championship 26 in Hildesheim gewonnen. Der Pole setzte sich am Mittwoch im Finale mit 8:6 gegen Mario Vandenbogaerde durch und krönte einen starken Turniertag mit seinem nächsten PDC-Ranglistentitel.
Bialecki spielte im Endspiel einen Average von 93,80 Punkten und lag damit deutlich über den 85,91 seines belgischen Gegners. Nach einem ausgeglichenen Beginn setzte sich der Pole in der zweiten Hälfte entscheidend ab, musste auf der Zielgeraden aber noch einmal um den Titel kämpfen.
Bialecki erwischte zunächst den besseren Start und ging mit 2:0 in Führung. Vandenbogaerde antwortete mit zwei gewonnenen Legs und stellte auf 2:2. Anschließend gelang dem Polen ein herausragender Elf-Darter zum 3:2, bevor er seinen Vorsprung auf 4:2 ausbaute.
Der Belgier kämpfte sich erneut zurück und glich zum 4:4 aus. Bialecki ließ sich davon jedoch nicht aus dem Rhythmus bringen. Mit drei Legs in Folge zog er auf 7:4 davon und stand unmittelbar vor dem Titelgewinn. Vandenbogaerde verkürzte noch einmal auf 6:7, doch im 14. Leg machte Bialecki mit einem 16-Darter den 8:6-Erfolg perfekt.
Bialecki bezwingt Heta und van Veen
Bereits auf dem Weg ins Finale von Players Championship 26 hatte Bialecki mehrere namhafte Gegner ausgeschaltet. Zum Auftakt musste er gegen Dennie Olde Kalter über die volle Distanz gehen. Der Pole gewann mit 6:5 und überzeugte dabei mit einem Average von 100,52 Punkten.
In der zweiten Runde folgte ein weiteres Entscheidungsleg gegen Cor Dekker. Dieses Mal steigerte sich Bialecki auf 101,12 Punkte im Schnitt und behielt erneut mit 6:5 die Oberhand. Anschließend wurde sein Weg deutlich souveräner.
Viktor Tingström bezwang er mit 6:1, gegen Bradley Brooks ließ er sogar ein 6:0 folgen. Im Viertelfinale wartete mit Damon Heta einer der stärksten Spieler der ProTour. Obwohl der Australier mit 90,74 Punkten knapp den höheren Average spielte, entschied Bialecki die Partie deutlich mit 6:2 für sich.
Im Halbfinale traf der Pole auf Gian van Veen. Bialecki kontrollierte das Match über weite Strecken und setzte sich mit 7:4 durch. Mit einem Average von 94,01 Punkten lag er auch statistisch vor dem Niederländer, der 89,88 Punkte erreichte.
Vandenbogaerde hatte sich auf der anderen Seite des Turnierbaums unter anderem gegen Kevin Doets, Brendan Dolan, Richard Veenstra und Joe Hunt durchgesetzt. Im Halbfinale bezwang er Justin Hood mit 7:4.
Für Bialecki ist der Triumph in Hildesheim nicht der erste große Erfolg auf der Players-Championship-Tour. Bereits im Juli 2025 hatte er mit dem Gewinn von Players Championship 22 seinen ersten PDC-Ranglistentitel gefeiert. Damals besiegte er Niels Zonneveld ebenfalls mit 8:6.
Hopp und Schindler erreichen die dritte Runde
Max Hopp und Martin Schindler erzielten beim Players Championship 26 die besten deutschen Ergebnisse. Hopp bezwang zunächst Stephen Burton mit 6:3 und setzte sich anschließend mit 6:4 gegen Connor Scutt durch. In der Runde der letzten 32 musste sich der frühere European-Tour-Sieger Ricky Evans knapp mit 5:6 geschlagen geben.
Auch Schindler gewann seine ersten beiden Begegnungen. Gegen Alan Soutar setzte er sich trotz eines gegnerischen Averages von 95,71 Punkten mit 6:5 durch. Danach folgte ein 6:4 gegen Jimmy van Schie. In der dritten Runde verlor Schindler mit 3:6 gegen Richard Veenstra. Die Averages lagen mit 94,07 und 94,20 Punkten nahezu gleichauf.
Niko Springer startete mit einem bemerkenswerten 6:4 gegen Scott Waites. Der Engländer spielte dabei einen Average von 100,01 Punkten, konnte seine statistische Überlegenheit aber nicht in einen Sieg umwandeln. Anschließend unterlag Springer dem späteren Halbfinalisten Justin Hood mit 2:6.
Gabriel Clemens bezwang zum Auftakt Niall Culleton mit 6:2, ehe er Charlie Manby deutlich mit 1:6 unterlag. Ricardo Pietreczko gewann zunächst mit 6:2 gegen Martin Lukeman und schied anschließend beim 2:6 gegen Ritchie Edhouse aus.
Kai Gotthardt entschied das deutsche Duell gegen Marvin Kraft mit 6:4 für sich. In der zweiten Runde verlor er trotz eines Averages von 90,29 Punkten mit 4:6 gegen Carl Sneyd. Maximilian Czerwinski bezwang Ted Evetts im Entscheidungsleg, musste sich danach aber Mickey Mansell mit 1:6 geschlagen geben.
Yorick Hofkens erreichte ebenfalls die zweite Runde. Nach seinem 6:4 gegen Rhys Griffin unterlag er Beau Greaves nur knapp mit 5:6. Greaves spielte dabei einen starken Average von 104,11 Punkten. Zuvor hatte sie bei ihrem 6:1-Auftaktsieg gegen Adam Paxton sogar 106,59 Punkte erzielt.
Für Henry Coates endete der Tag nach seinem sensationellen Titelgewinn bei Players Championship 25 in der dritten Runde. Der Engländer begann mit einem Average von 109,34 und einem 6:1 gegen Madars Razma, besiegte anschließend Darius Labanauskas mit 6:3 und verlor danach mit 1:6 gegen Justin Hood.
Das nächste Players-Championship-Turnier folgt am 25. August in der Mattioli Arena in Leicester.










