Luke Littler hat sich das nächste Projekt abseits des Oche ausgesucht. Der Weltmeister gehört gemeinsam mit Stephen Bunting und Ex-Fußballstar Michael Owen zu den neuen Besitzern des zweijährigen Hengsts „Bunting Mental“, der laut talkSPORT für 54.000 Pfund gekauft wurde. Trainiert wird das Pferd in Cheshire von Hugo Palmer.
Der Name ist dabei fast schon die halbe Geschichte. „Bunting Mental“ greift den bekannten Gesang auf, der Stephen Bunting seit Jahren begleitet. Genau dadurch bekommt die Meldung sofort ihren eigenen Reiz: der aktuelle PDC Weltmeister steigt zwar in den Rennsport ein, der Darts-Bezug bleibt aber direkt sichtbar. Bei Littler reicht inzwischen schon ein Abstecher abseits des Oche, um eine neue Schlagzeile auszulösen.
„Bunting Mental“ bringt Darts direkt mit in den Stall
Ganz überraschend kommt der Ausflug in den Pferdesport ohnehin nicht. talksport verweist darauf, dass Littler im März zwei Tage beim Cheltenham Festival verbrachte und dort am zweiten Tag sogar eine Wette über 2.500 Pfund gewann. Der Schritt wirkt deshalb nicht wie eine spontane Laune, sondern eher wie die Fortsetzung eines Interesses, das zuletzt schon sichtbar geworden war.
In der neuen Besitzerrunde bringt Michael Owen naturgemäß die meiste Erfahrung mit. Der frühere englische Nationalspieler besitzt seit Jahren Rennpferde und saß 2017 sogar selbst bei einem Charity-Rennen in Ascot im Sattel. Stephen Bunting liefert dafür den klarsten Darts-Stempel, weil der Name des Pferdes unmittelbar auf ihn und seinen Fan-Gesang zurückgeht. Zusammen ergibt das eine Mischung, die kaum unbemerkt bleiben kann: ein Darts-Weltmeister, ein beliebter Walk-on-Liebling und ein prominenter Ex-Fußballer in einem Stall.
Hugo Palmer traut dem Pferd durchaus etwas zu
Besonders interessant ist dabei der Blick von Trainer Hugo Palmer. Laut talksport waren Luke Littler, Bunting und Owen bislang noch nicht selbst im Stall, was Palmer mit dem engen Kalender rund um die Premier League erklärt. Gleichzeitig klingt in seinen Aussagen klar durch, dass hinter dem Kauf mehr steckt als nur eine schnelle Promi-Idee. Bunting sei ein großer Rennsport-Fan, und bei Littler habe man in Cheltenham gut sehen können, wie sehr ihn das Thema gepackt habe. Ein so junger prominenter Besitzer ist im Rennsport eher die Ausnahme. Palmer sprach sogar von einem „really nice horse“.
Auch sportlich klingt der Ton vorsichtig optimistisch. „Bunting Mental“ stammt von Ardad ab, jenem Deckhengst, der bereits den Royal-Ascot-Sieger Perfect Power hervorgebracht hat. Im Training und bei einem jüngsten Galopp soll der Hengst einen guten Eindruck hinterlassen haben. Sofort startklar ist er aber noch nicht. Ein erstes Rennen wird eher im Juni 2026 erwartet.
Erst Liverpool, später vielleicht die Rennbahn
Der Kauf passt damit ziemlich gut zu dem Bild, das Luke Littler aktuell abgibt. Der 19-Jährige ist längst nicht mehr nur über Titel, Rekorde und große Abende Thema, sondern auch über das, was um ihn herum entsteht. Ein Rennpferd mit Darts-Anspielung, Stephen Bunting als Mitbesitzer und Michael Owen als prominenter Partner: Genau diese Mischung gibt der Geschichte ihren Reiz.
Auf die Rennbahn geht es für „Bunting Mental“ also wohl erst in ein paar Wochen. Für Littler und Bunting wird es aber schon heute Abend in Liverpool wieder ernst. In Night 12 der Premier League trifft der 19-Jährige auf Luke Humphries, Bunting bekommt es vor heimischer Kulisse mit Jonny Clayton zu tun. Erst das Oche — und irgendwann dann die Rennbahn.







