Josh Rock hat Nordirland beim World Cup of Darts mit einem spektakulären Moment im Turnier gehalten. Im Viertelfinale gegen Lettland checkte der 24-Jährige im Entscheidungsleg 144 Punkte und machte damit den dramatischen 8:7-Sieg perfekt.
Die Szene war so besonders, weil Lettland bereits auf 24 Rest wartete. Madars Razma und Valters Melderis standen kurz vor der großen Überraschung. Doch Rock blieb ruhig, traf die nötigen Felder und schickte Nordirland mit einem der Finishes des Turniers ins Halbfinale.
Rock trifft 144 im Entscheidungsleg
Nordirland musste gegen Lettland hart arbeiten. Das Team um Rock und Daryl Gurney lag zwischenzeitlich mit 1:4 zurück, kämpfte sich aber zurück in die Partie. Gurney brachte Nordirland mit einem starken 161er-Finish auf 5:4 nach vorne, später führte der Titelverteidiger mit 7:5.
Doch entschieden war das Match damit noch lange nicht. Nordirland ließ mehrere Matchdarts aus, Lettland kam zurück und erzwang den Decider. Genau dort bekam Rock die Chance auf 144 Rest – und nutzte sie eiskalt.
„Wenn du für dein Land spielst, willst du alles geben“, sagte Rock laut Oche180 nach dem Match. Gurney habe ihm die Chance auf die 144 gelassen, erklärte der Nordire weiter: „Ich habe sie wunderschön ausgemacht, also bin ich sehr glücklich.“
Gleichzeitig wusste Rock, dass Nordirland sich das Leben wieder einmal selbst schwer gemacht hatte. „Wir haben genau das gemacht, was wir schon gestern gemacht haben, und es uns schwer gemacht“, sagte er. Man müsse besser starten, vorne bleiben und sich nun selbst „einen Tritt in den Hintern“ geben, um von Beginn an da zu sein.
Gurney lobt Rocks Nervenstärke
Gurney schwärmte nach dem Krimi besonders von seinem Teamkollegen. „Deshalb ist dieser Mann in der Premier League“, sagte der zweimalige Major-Sieger laut Oche180. Rock habe seinen Platz dort voll verdient.
Besonders das 144er-Finish unter maximalem Druck beeindruckte Gurney. Im englischen Original sprach er von „cojones“ – sinngemäß also von Mut, Nervenstärke und dem Selbstvertrauen, so ein Finish in dieser Situation überhaupt anzugehen. „Es braucht enorme Nerven, um das unter diesem Druck auszumachen, weil sie auf 24 Rest standen“, sagte Gurney.
Gurney ordnete Rock trotz dessen schwierigem Premier-League-Jahr weiter ganz oben ein. „Dieser Mann mag Letzter in der Premier League geworden sein, aber er ist einer der besten Dartspieler auf diesem Planeten“, sagte Gurney. Ein 144er-Finish bei 7:7 unter diesem Druck könnten nur sehr wenige Spieler der Welt werfen.
Nordirland übersteht den Lettland-Krimi
Rock und Gurney waren als Titelverteidiger nach Frankfurt gekommen. 2025 hatten sie den World Cup of Darts erstmals für Nordirland gewonnen und damit eines der emotionalsten Kapitel der Turniergeschichte geschrieben. Auch diesmal zeigte sich, warum dieses Duo so gefährlich bleibt: Selbst wenn nicht alles sauber läuft, können beide aus dem Nichts große Momente liefern.
Gurneys 161er-Finish brachte Nordirland zurück in die Spur. Rocks 144er im Entscheidungsleg entschied schließlich das Match. Genau diese Kombination aus Erfahrung, Scoring-Power und Nervenstärke macht Nordirland im Doppelspiel so unangenehm.
Für Lettland war das Aus bitter. Razma und Melderis hatten den Titelverteidiger am Rand der Niederlage und warteten im letzten Leg bereits auf 24 Rest. Doch ein Dartmoment reichte, um den Traum vom Halbfinale platzen zu lassen.
Nordirland überstand den Krimi und hielt die Titelverteidigung zumindest bis ins Halbfinale am Leben. Vor allem aber lieferte Rock einen der Momente, die von diesem World Cup of Darts bleiben: 144 Rest, Decider, Gegner auf Finish – und ein Checkout, das Gurney noch lange schwärmen lassen dürfte.










