Gian van Veen gehört zu den Spielern, die im modernen Darts derzeit besonders schnell an Bedeutung gewinnen. Der junge Niederländer hat sich in den vergangenen Monaten mit starken Leistungen auf der PDC-Tour in den Fokus gespielt – und zeigte sich auch bei der European Darts Trophy in Göttingen (13.03. – 15.03.) entsprechend selbstbewusst.
Das Turnier gehört zur PDC European Tour, einer der wichtigsten Turnierserien im internationalen Darts. Viele Spieler nutzen die European-Tour-Events als Bühne, um sich gegen die Weltelite zu beweisen. Auch van Veen wollte bei der European Darts Trophy zeigen, dass er inzwischen zu den Topspielern der Tour gehört.
Starker Auftritt zum Turnierstart
Zum Auftakt des Turniers in Göttingen gelang dem Niederländer zunächst eine überzeugende Leistung. In der zweiten Runde der European Darts Trophy setzte sich van Veen gegen Krzysztof Ratajski deutlich mit 6:1 durch.
Dabei spielte der 23-Jährige einen Average von 94,18 Punkten und zeigte mehrere starke Momente. Besonders spektakulär war ein 149er Checkout, das zu den Highlights des Spiels gehörte. Nach der Partie äußerte sich van Veen entsprechend selbstbewusst über seine aktuelle Entwicklung. „Ich glaube, dass ich inzwischen zu den besten Spielern der Welt gehöre“, erklärte der Niederländer laut dem Darts-Portal Oche180.
European Darts Trophy endet im Achtelfinale
Am Finaltag der European Darts Trophy (15.03.) musste van Veen jedoch einen Rückschlag hinnehmen. Im Achtelfinale traf der Niederländer auf seinen Landsmann Wessel Nijman.
Nijman zeigte eine herausragende Leistung und dominierte die Partie von Beginn an. Mit einem Average von über 112 Punkten gewann er das Match klar mit 6:1 und zog ins Viertelfinale der European Darts Trophy ein. Für van Veen endete das Turnier damit bereits in der Runde der letzten 16 Spieler.
Trotz des frühen Ausscheidens konnte der Niederländer in Göttingen jedoch erneut zeigen, dass er über das Potenzial verfügt, auch bei großen Turnieren tief ins Feld vorzustoßen.
Schwieriger Weg an die Weltspitze
Der Weg an die Spitze des Darts war für van Veen keineswegs einfach. In früheren Jahren kämpfte der Niederländer zeitweise mit dartitis, einer mentalen Blockade beim Wurf.
Diese Phase brachte ihn sogar dazu, über ein Karriereende nachzudenken. Doch statt aufzugeben arbeitete van Veen weiter an seinem Spiel und schaffte schließlich den Durchbruch auf der PDC-Tour. Heute gehört er zu den Spielern, die regelmäßig hohe Averages spielen und auch gegen etablierte Topspieler bestehen können.
Britische Medien wie The Sun haben den Aufstieg des Niederländers in den vergangenen Monaten mehrfach aufgegriffen und sehen in ihm einen wichtigen Vertreter der neuen Generation im Darts.
Große Ambitionen trotz frühem Aus
Auch wenn sein Lauf bei der European Darts Trophy in Göttingen im Achtelfinale endete, bleibt Gian van Veen einer der interessantesten Spieler der neuen Darts-Generation.
Sein offensives Scoring, seine steigende Konstanz und sein wachsendes Selbstvertrauen machen ihn zu einem Spieler, der jederzeit für Überraschungen sorgen kann. Ob er tatsächlich dauerhaft zur absoluten Weltelite gehören wird, müssen die kommenden Jahre zeigen.
Doch eines ist bereits jetzt klar: Gian van Veen gehört zu den Spielern, die die Zukunft des internationalen Darts prägen könnten.







