Der European Darts Grand Prix 2026 startet am Freitag, 17. April, im Glaspalast Sindelfingen und läuft bis Sonntag, 19. April. Gespielt wird auf der European Tour als Event Nummer 5 der Saison mit einem 48er-Feld.
Schon vor dem ersten Dart ist das Turnier interessant, weil mit Luke Littler und Luke Humphries zwei große Namen fehlen. Dadurch wirkt das Feld noch offener als bei manchen anderen European-Tour-Stopps. Gleichzeitig jagt Gary Anderson in Sindelfingen den dritten Titel in Folge, nachdem er 2025 das Finale mit 8:0 gegen Andrew Gilding gewann.
Spielplan, Format, Preisgeld und TV-Übertragung
Der Ablauf folgt dem klassischen European-Tour-Format. Am Freitag werden in zwei Sessions ab 13:00 Uhr und 19:00 Uhr die 16 Partien der ersten Runde gespielt. Am Samstag greifen in zwei weiteren Sessions ab 13:00 Uhr und 19:00 Uhr die gesetzten Spieler in Runde zwei ein.
Am Sonntag stehen ab 13:00 Uhr zunächst die Achtelfinals an. Ab 19:00 Uhr folgen dann Viertelfinale, Halbfinale und Finale.
Gespielt wird in den ersten vier Runden über Best of 11 Legs, in den Halbfinals über Best of 13 und im Finale über Best of 15. Gespielt wird dabei jeweils im Double-Out-Modus.
Auch beim Preisgeld gehört Sindelfingen zu den wichtigen European-Tour-Stopps. Insgesamt werden £230.000 ausgeschüttet. Der Sieger erhält £35.000, der Finalist £15.000, die Halbfinalisten £10.000, für das Viertelfinale gibt es £8.000, für das Achtelfinale £5.000, für Runde zwei £3.500 und für Runde eins £2.000.
Dieses Preisgeld zählt für die PDC Order of Merit, die ProTour Order of Merit sowie die European Tour Order of Merit. Gerade letztere ist wichtig, weil sie für die Qualifikation zur European Championship in Dortmund relevant ist.
Wer das Turnier live verfolgen will, hat mehrere Möglichkeiten. PDC TV zeigt den internationalen Livestream für Abonnenten mit Originalkommentar. Über die Kanäle von PDC Europe laufen aktuelle Spielstände und Highlights.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz überträgt DAZN alle Sessions live auf Deutsch. Außerdem zeigt SPORT1 alle Sessions im deutschen TV.
Teilnehmerfeld, Qualifikation und Nachrücker
Das Teilnehmerfeld setzt sich aus mehreren Qualifikationswegen zusammen. Über die Top 16 der PDC Order of Merit waren ursprünglich Luke Littler, Luke Humphries, Gian van Veen, Michael van Gerwen, Jonny Clayton, James Wade, Josh Rock, Gerwyn Price, Stephen Bunting, Danny Noppert, Gary Anderson, Ryan Searle, Chris Dobey, Ross Smith, Nathan Aspinall und Martin Schindler qualifiziert.
Über die Top 16 der ProTour Order of Merit kamen Wessel Nijman, Jermaine Wattimena, Damon Heta, Dirk van Duijvenbode, Luke Woodhouse, Cameron Menzies, Niels Zonneveld, Niko Springer, Krzysztof Ratajski, Daryl Gurney, William O’Connor, Ryan Joyce, Dave Chisnall, Andrew Gilding, Joe Cullen und Karel Sedlacek ins Feld.
Dazu kommen die Qualifikanten über die weiteren Wege. Aus dem Tour Card Holder Qualifier schafften es Rob Cross, Maik Kuivenhoven, Keane Barry, Oskar Lukasiak, Kim Huybrechts, Jeffrey de Zwaan, Mickey Mansell, Madars Razma, Raymond van Barneveld und Jurjen van der Velde nach Sindelfingen.
Über den Host Nation Qualifier qualifizierten sich Michael Hurtz, Paul Krohne, Michael Unterbuchner und Robin Masino. Aus dem Nordic & Baltic Qualifier kam Valters Melderis, aus dem East Europe Qualifier Petr Krivka.
Wichtig ist zudem die Nachrücker-Situation. Luke Littler und Luke Humphries sagten ihre Teilnahme von vornherein ab. Für sie rückten Mike De Decker und Kevin Doets über die ProTour-Rangliste ins Teilnehmerfeld.
Gleichzeitig rückten Jermaine Wattimena und Mike De Decker auf eine Setzposition. Luke Woodhouse verzichtete aus privaten Gründen, wodurch Peter Wright als Nachrücker über die ProTour Order of Merit ins Feld rückte.
Genau diese Verschiebungen prägen die Auslosung zusätzlich. In der ersten Runde treffen unter anderem Karel Sedlacek auf Valters Melderis, Wessel Nijman auf Ian White, Krzysztof Ratajski auf Michael Hurtz, Kevin Doets auf Jurjen van der Velde, Andrew Gilding auf Paul Krohne, Rob Cross auf Mickey Mansell, William O’Connor auf Michael Unterbuchner, Peter Wright auf Jeffrey de Zwaan, Cameron Menzies auf Raymond van Barneveld, Damon Heta auf Madars Razma, Dirk van Duijvenbode auf Kim Huybrechts und Niko Springer auf Robin Masino.
Ab Samstag warten dann weitere spannende Konstellationen. Möglich sind unter anderem Michael van Gerwen gegen William O’Connor oder Michael Unterbuchner, Martin Schindler gegen Damon Heta oder Madars Razma sowie Gary Anderson gegen Niko Springer oder Robin Masino.
Deutsche Starter und Favoriten: Wer in Sindelfingen im Fokus steht
Aus deutscher Sicht ist Martin Schindler der prominenteste Name. Als gesetzter Spieler steigt er erst am Samstag ein und bekommt direkt einen anspruchsvollen Auftakt, weil mit Damon Heta oder Madars Razma zwei unangenehme Gegner warten.
Dahinter richten sich die Blicke auf Niko Springer, Michael Unterbuchner, Michael Hurtz, Paul Krohne und Robin Masino. Sie müssen schon am Freitag ins Turnier und können sich mit einem Sieg sofort in TV-relevante Matchups gegen Topnamen spielen.
Bei den Favoriten führt in Sindelfingen viel über Gary Anderson. Der Schotte gewann das Turnier 2025 mit 8:0 gegen Andrew Gilding und 2024 mit 8:6 gegen Ross Smith und geht damit auf Hattrick-Jagd.
Gleichzeitig ist das Feld breit genug, um mehrere realistische Titelkandidaten zu nennen. Gian van Veen und Michael van Gerwen führen die Setzliste an. Dazu gehören auch Gerwyn Price, Jonny Clayton, James Wade, Nathan Aspinall, Josh Rock, Stephen Bunting und Martin Schindler zu den Spielern, die an einem guten Wochenende tief kommen können.
Hinzu kommt, dass die European Tour 2026 bislang bereits vier verschiedene Turniersieger hervorgebracht hat. Auch das unterstreicht, wie offen die Lage vor Sindelfingen ist.
Genau deshalb ist der European Darts Grand Prix 2026 in Sindelfingen schon vor dem ersten Dart mehr als nur ein gewöhnlicher Turnierauftakt. Das Feld ist prominent besetzt, die Auslosung verspricht früh interessante Duelle, und aus deutscher Sicht rücken mehrere Spieler in den Fokus.
Damit ist schon vor dem Start alles angerichtet für ein Wochenende mit sportlicher Qualität und mehreren spannenden Storylines.







