World Series of Darts: Devon Petersen sieht Afrika kurz vor Debüt

Devon Petersen sieht Afrika auf dem Weg zu einem eigenen Event der World Series of Darts. Der Südafrikaner glaubt, dass der Kontinent nur noch wenige Jahre davon entfernt sein könnte, die größten Namen des Dartsports zu empfangen. Laut Oche180 sprach Petersen über Gespräche im Hintergrund und bezeichnete ein mögliches Afrika-Event als realistische Perspektive. Der frühere UK-Open-Viertelfinalist nannte Südafrika, Kenia und Ägypten als mögliche Märkte. Gleichzeitig machte er deutlich, dass der volle PDC-Kalender eine der größten Hürden bleibt.

Für die PDC wäre ein Turnier auf afrikanischem Boden ein weiterer Schritt in ihrer internationalen Expansion. Für Petersen hätte ein solches Event aber noch eine größere Bedeutung: Es wäre ein Signal an einen Kontinent, der im globalen Darts bislang deutlich weniger sichtbar ist als Europa, Asien, Nordamerika oder Australien.

Wer ist Devon Petersen?

Petersen ist nicht irgendeine Stimme aus dem afrikanischen Darts. Der Südafrikaner, bekannt als „The African Warrior“, war über Jahre das sichtbarste Gesicht des Kontinents im PDC-System. 2020 schrieb er Geschichte, als er mit der German Darts Championship in Hildesheim als erster afrikanischer Spieler ein PDC-Rankingevent gewann.

Auch darüber hinaus steht Petersen für afrikanische Präsenz auf der internationalen Bühne. Er spielte mehrfach bei der PDC-WM, erreichte 2015 und 2021 das Viertelfinale der UK Open und stand 2020 im Halbfinale der European Championship. Zudem ist Petersen auch als TV-Experte bekannt.

Seine Rolle geht aber über Ergebnisse hinaus. Petersen gilt seit Jahren als Botschafter für den Dartsport in Afrika. Wenn er über ein mögliches Event der World Series of Darts auf dem Kontinent spricht, ist das deshalb mehr als ein persönlicher Wunsch. Es ist die Perspektive eines Spielers, der den afrikanischen Dartsport seit Jahren näher an die internationale Bühne bringen will.

Südafrika, Kenia und Ägypten als mögliche Märkte

Für Petersen ist die Idee eines Afrika-Events kein reines Gedankenspiel. Südafrika liegt als seine Heimat und als bekanntester afrikanischer Darts-Standort nahe. Kenia und Ägypten bringen weitere Märkte ins Spiel, in denen ein großes PDC-Event neue Aufmerksamkeit erzeugen könnte.

Genau darum geht es bei der World Series of Darts. Die PDC nutzt diese Turnierserie, um den Sport außerhalb seiner klassischen Zentren sichtbarer zu machen. Stationen in Bahrain, Polen oder Saudi-Arabien haben gezeigt, dass neue Märkte getestet und Topstars international präsentiert werden. Ein Afrika-Event würde diese Strategie erweitern.

Ein World-Series-of-Darts-Turnier braucht aber mehr als sportliche Begeisterung. Entscheidend wären Halle, Zuschauer, Sponsoren, TV-Bilder, Reisefaktoren und ein überzeugender Platz im Kalender. Gerade dieser Kalender ist bereits eng gefüllt: Majors, Premier League, European Tour, ProTour, World Series, World Cup und Qualifier lassen wenig Raum für zusätzliche Termine.

World Cup als nächste Bühne für Petersen

Schon beim World Cup of Darts 2026 bekommt Petersen wieder eine internationale Plattform. In Frankfurt tritt Südafrika mit Graham Filby und Devon Petersen an. Für den afrikanischen Dartsport ist das erneut eine Gelegenheit, sich im Nationenformat auf der PDC-Bühne zu zeigen.

Ein eigenes World-Series-of-Darts-Event wäre allerdings eine andere Dimension. Dann würden nicht nur afrikanische Spieler zur PDC-Bühne reisen. Die PDC selbst würde den Schritt nach Afrika machen.

Noch ist nichts offiziell. Doch Petersens Aussagen zeigen, dass das Thema im Hintergrund lebt. Wenn Gespräche, Kalender und wirtschaftliche Argumente zusammenpassen, könnte Afrika in den kommenden Jahren tatsächlich Teil der World Series of Darts werden.

Für die PDC wäre es der nächste Schritt ihrer internationalen Expansion. Für Petersen wäre es auch eine Bestätigung seiner Rolle als wichtigster afrikanischer Darts-Botschafter. Und für den Kontinent wäre es ein Signal, dass afrikanischer Darts nicht nur Teilnehmer stellt, sondern selbst Gastgeber großer PDC-Abende werden kann.

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