Michael van Gerwen hat das Nordic Darts Masters 2026 am Abend gewonnen. Der Niederländer setzte sich im Finale von Kopenhagen mit 8:7 gegen Luke Humphries durch und holte sich den Titel bei der World-Series-Station in Dänemark.
Das Endspiel entschied sich erst im letzten Leg. Humphries hatte im Decider sogar den Matchdart auf Bullseye, verpasste aber die Chance zum Titel. Michael van Gerwen bekam daraufhin noch einmal 72 Rest, blieb ruhig und checkte über Tops zum 8:7. In einem Finale auf Augenhöhe machte genau diese Szene den Unterschied.
Auch die Zahlen zeigten, wie eng das Match war. Van Gerwen spielte einen Average von 98,90 Punkten, Humphries lag mit 98,83 nur minimal dahinter. Beide warfen fünf 180er. Entscheidend wurde am Ende vor allem die Doppelquote: Van Gerwen nutzte acht seiner 14 Checkout-Darts und kam auf starke 57,14 Prozent. Humphries brachte nur sieben seiner 23 Versuche ins Ziel.
Nach dem Finale der Nordic Darts Masters ordnete van Gerwen ein, dass Humphries ihn zu Beginn habe davonkommen lassen. Der Engländer hatte Chancen, sich früh deutlicher abzusetzen. Stattdessen blieb van Gerwen im Spiel, kämpfte sich zurück und nutzte im entscheidenden Moment die letzte Chance.
Van Gerwen schlägt Clayton im Halbfinale
Bereits im Halbfinale hatte van Gerwen ein Ausrufezeichen gesetzt. Gegen Jonny Clayton gewann der dreimalige Weltmeister mit 7:4 und spielte dabei einen Average von 101,50 Punkten. Clayton hielt mit 95,73 Punkten ordentlich dagegen, war auf die Doppel aber nicht konsequent genug.
Van Gerwen checkte sieben seiner 16 Versuche und beendete das Match mit einer Doppelquote von 43,75 Prozent. Clayton traf nur vier seiner 14 Checkout-Darts. Auch das höchste Finish der Partie ging an van Gerwen, der ein 122er-Checkout spielte.
Damit zog der Niederländer verdient ins Finale ein. Schon in diesem Match zeigte sich, was später auch gegen Humphries entscheidend werden sollte: Van Gerwen dominierte nicht jede Statistik, war aber in den wichtigen Momenten stabiler.
Humphries stoppt Littler nach starkem Match
Humphries hatte sich zuvor in einem hochklassigen Halbfinale gegen Luke Littler durchgesetzt. Der Weltranglistenzweite gewann mit 7:5, obwohl Littler mit sechs 180ern und einem Average von 100,85 ebenfalls stark spielte. Humphries kam auf 102,30 Punkte im Schnitt und war auf die Doppel etwas effizienter.
Das auffälligste Finish des Matches setzte ebenfalls Humphries. Er checkte ein Leg über zweimal Bullseye und Doppel 16 aus und spielte damit ein spektakuläres 132er-Finish. Littler musste zudem einen kuriosen Bouncer wegstecken, als ein Dart nicht im Board blieb. Der junge Engländer wirkte in dieser Phase sichtbar angefressen, blieb aber bis zum Schluss im Match.
Am Ende reichte es für Littler nicht. Humphries nutzte sieben seiner zwölf Checkout-Darts, während Littler fünf von zehn Versuchen verwertete. Der Sieg brachte Humphries ins Finale gegen van Gerwen – und sorgte für eines der besten Matches des Abends.
World-Series-Titel gibt van Gerwen Rückenwind
Das Nordic Darts Masters ist Teil der World Series of Darts. Die Serie bringt Topspieler der PDC in internationale Märkte und verbindet bekannte Namen mit regionalen Vertretern. In Kopenhagen bekam das Publikum am Ende ein Finale zwischen zwei der größten Namen des Sports.
Van Gerwen nutzte diese Bühne besser. Gegen Humphries war das Finale über weite Strecken ausgeglichen, doch der Niederländer blieb auf die Doppel deutlich stabiler. Gerade nach wechselhaften Wochen ist der Titel für ihn ein wichtiges Signal. Seine frühen Runden waren nicht durchgehend überzeugend, doch am Finalabend steigerte er sich und gewann die entscheidenden Legs.
Für Humphries blieb nach dem starken Sieg gegen Littler nur der zweite Platz. Im Finale hatte er selbst die große Chance auf den Titel, ließ den Matchdart auf Bull aber liegen. Van Gerwen blieb danach eiskalt und beendete das Turnier mit einem 72er-Checkout über Tops.
Für Michael van Gerwen kommt der Erfolg zu einem passenden Zeitpunkt. Kurz vor dem World Cup of Darts zeigt der Niederländer, dass er auch enge Matches gegen absolute Topgegner wieder gewinnen kann. Kopenhagen war kein Spaziergang, sondern ein Titel über Widerstand, Druck und ein letztes Leg.
Das Nordic Darts Masters endete damit mit einem bekannten Sieger und einem dramatischen Finale. Van Gerwen musste bis zum Schluss kämpfen, ehe sein World-Series-Titel feststand.







