Europe Next Gen 11 & 12: Klose greift van de Weerds Spitzenplatz an

Nur 392 Euro trennen Jaimy van de Weerd und Daniel Klose vor dem nächsten Wochenende der PDC Europe Next Gen. Am Samstag und Sonntag werden in der Halle 39 in Hildesheim die Saisonturniere 11 und 12 ausgetragen. Da an beiden Tagen jeweils 1.500 Euro an den Sieger gehen, kann die Führung in der Gesamtwertung bereits nach dem ersten Event wechseln.

Van de Weerd reist mit 5.727 Euro als Spitzenreiter nach Niedersachsen. Der Deutsch-Niederländer übernahm Anfang Juli bei den Turnieren in Ried im Innkreis die Führung. Zunächst erreichte er bei Event 9 das Finale, musste sich dort jedoch Jan Schmidt knapp mit 5:6 geschlagen geben. Einen Tag später gelang ihm die Revanche. Van de Weerd gewann das erneute Endspiel gegen Schmidt mit 6:4 und sicherte sich im fünften Anlauf seinen ersten Titel auf der Next-Gen-Tour.

Daniel Klose folgt mit 5.335 Euro auf dem zweiten Platz. Obwohl er die Spitze zuletzt abgeben musste, ist der frühere Tour-Card-Inhaber weiterhin der erfolgreichste Spieler der laufenden Saison. Drei der ersten zehn Turniere konnte Klose gewinnen. Mit einem weiteren tiefen Lauf in Hildesheim kann er van de Weerd unmittelbar unter Druck setzen – und möglicherweise selbst als neuer Spitzenreiter aus dem Wochenende hervorgehen.

Der Kampf um die beiden Tagessiege beschränkt sich jedoch nicht auf das Führungsduo. Paul Krohne liegt mit 3.877 Euro auf Rang drei und hat bereits zwei Saisonturniere gewonnen. Dahinter folgt Jan Schmidt, der mit seinem Erfolg bei Event 9 und dem anschließenden Finaleinzug aufsteigende Form zeigte. Auch Patrick Tringler, Florian Preis und Patrick Reisenegger haben in dieser Saison bereits einen Next-Gen-Titel geholt. Der Kreis der Anwärter ist damit deutlich größer als nur die ersten beiden Plätze der Gesamtwertung.

Zusätzliche Spannung versprechen die unterschiedlichen Spielmodi. Am Samstag wird im FA-Cup-Modus gespielt. Nach der Gruppenphase wird jede Runde der K.-o.-Phase neu ausgelost, einen festen Turnierbaum gibt es nicht. Dadurch können Favoriten bereits früh aufeinandertreffen, während sich für andere Teilnehmer plötzlich ein günstiger Weg durch das Feld öffnet.

Am Sonntag folgt das Turnier im Double-In/Double-Out-Modus. Zu Beginn jedes Legs muss zunächst ein Doppelfeld getroffen werden, bevor die geworfenen Punkte zählen. Anschließend führt der Weg wie gewohnt von 501 Punkten auf null und muss ebenfalls über ein Doppel beendet werden. Wer beim Einstieg mehrere Aufnahmen liegen lässt, kann deshalb schon früh entscheidend ins Hintertreffen geraten.

Neben den Tagessiegen und dem Preisgeld geht es in Hildesheim um wichtige Positionen für den weiteren Karriereweg. Die besten 16 der Gesamtwertung qualifizieren sich für die PDC Europe Super League. Vier weitere Plätze werden über die separate Jugendwertung vergeben. Die ersten zehn der Gesamtwertung erhalten zudem eine kostenlose Teilnahme an der Q-School 2027. Insgesamt werden bei jedem Turnier 8.450 Euro ausgeschüttet.

Sport1 zeigt beide Events kostenlos im Livestream. Die Übertragung beginnt am Samstag um 16:30 Uhr und am Sonntag um 14:30 Uhr. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob van de Weerd seine knappe Führung verteidigt – oder Klose mit seinem vierten Saisonsieg an die Spitze zurückkehrt.

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